Porsche hat beim achten Lauf der nordamerikanischen IMSA WeatherTech Sportwagen-Meisterschaft mit seinen Kundenteams die GT-Wertungen dominiert. Das Ergebnis nach 160 Minuten Renndauer lautete: Platz eins mit dem 911 RSR in der GTLM-Kategorie und Klassensieg sowie Rang drei mit dem 911 GT3 R in der GTD-Klasse. Das Rennen auf der 6,515 Kilometer langen Road America im US-Bundesstaat Wisconsin entwickelte sich dabei zum Effizienz-Wettbewerb: Sowohl der 911 RSR von WeatherTech Racing mit Cooper MacNeil (USA) und dem australischen Werksfahrer Matt Campbell als auch der 911 GT3 R von Pfaff Motorsports setzten auf eine mutige Zweistoppstrategie. Sie führte jeweils zum Erfolg.

Foto: Porsche AG

MacNeil konnte als Startfahrer den Anschluss an die beiden GTLM-Konkurrenten von Corvette halten. Nach etwas mehr als einer halben Stunde legte er den ersten Tankstopp während einer Gelbphase ein und reichte den rund 515 PS starken 911 RSR an Campbell weiter. Der 26-Jährige setzte das Rennen mit schnellen Rundenzeiten fort, achtete aber auch weiterhin auf den Kraftstoffverbrauch seines Porsche. Während die Kontrahenten für einen zusätzlichen Boxenhalt anhalten mussten beziehungsweise von einer Durchfahrtsstrafe eingeholt wurden, übernahm Campbell die Führung und verteidigte sie bis ins Ziel. Für ihn war es der vierte IMSA-Sieg und jeweils der zweite auf der Road America sowie in der laufenden Saison.

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Ähnlich lief es für den Porsche des Kanadiers Zacharie Robichon und des belgischen Werksfahrers Laurens Vanthoor in der GTD-Klasse: Der über 500 PS starke 911 GT3 R von Pfaff Motorsports absolvierte seinen ersten Tankstopp kurz vor der ersten Gelbphase. Als der Wettbewerb wieder freigegeben wurde, kämpfte er sich schnell auf den ersten Platz vor. 57 Minuten vor dem Rennende fasste das Auto zum zweiten Mal neuen Kraftstoff aus und Vanthoor übernahm. Er überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von fast zwölf Sekunden auf seinen direkten Verfolger. Rang drei in der GTD-Klasse ging an den Porsche von Wright Motorsports mit Werksfahrer Patrick Long und seinen US-amerikanischen Landsmann Trent Hindman am Steuer. Die Britin Katherine Legge und Rob Ferriol (USA) fuhren mit dem 911 GT3 R des Teams Hardpoint EBM auf Platz acht in der GTD-Klasse.

Stimmen nach dem Rennen

Foto: Porsche AG

Cooper MacNeil (Porsche 911 RSR, WeatherTech Racing #79): „Das ist ein großer Sieg für das Team und wirklich sehr schön, auf unserer Heimstrecke zu gewinnen. Das Proton Competition WeatherTech Racing Team hat während des ganzen Rennwochenendes bei schwierigen Wetterbedingungen großartige Arbeit geleistet und keine Fehler gemacht. Diesen Schwung und die positive Energie nehmen wir mit nach Le Mans und wollen diesen erfolgreichen Lauf mit Porsche beim 24-Stunden-Rennen fortsetzen. Die Möglichkeiten dazu haben wir, wenn wir uns aus Schwierigkeiten heraushalten und am Ende zur Stelle sind – so wie heute.“

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Matt Campbell (Porsche 911 RSR, WeatherTech Racing #79): „Das Rennen lief auf einen Verbrauchswettbewerb zwischen uns und den Corvette hinaus. Am Ende haben unsere Proton-Jungs den richtigen Zeitpunkt für den Tankstopp getroffen – auch wenn wir zuerst dachten, dass es vielleicht die falsche Entscheidung war. Aber offensichtlich hat es funktioniert.“

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Zacharie Robichon (Porsche 911 GT3 R, Pfaff Motorsports #9): „Alles in allem war es ein fantastisches Rennen. Es begann mit der perfekten Strategie, vor der Gelbphase an die Box zu fahren. Ich wusste, dass die ersten beiden Runden nach dem Restart der Schlüssel zum Erfolg sein würden. Ich konnte die Führung übernehmen und kontrollieren, auch wenn hierfür ein paar mutige Überholmanöver notwendig waren. Anschließend musste ich nur noch Benzin sparen, um das Auto in einer guten Position an Laurens übergeben zu können.“

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Laurens Vanthoor (Porsche 911 GT3 R, Pfaff Motorsports #9): „Nach meinem Missgeschick beim 24-Stunden-Rennen in Spa war es sehr schön, dass ich in Road America überhaupt im Auto sitzen konnte. Das Wochenende lief perfekt. Mit dem ersten Platz im zweiten Teil des Qualifyings und dem Sieg im Rennen haben wir die maximale Punktzahl eingefahren – das ist gut für die Meisterschaft. So können wir das gerne fortsetzen. Ich hoffe, wir holen den Titel.“

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Patrick Long (Porsche 911 GT3 R, Wright Motorsports #16): „Ich bin froh, dass ich nach einigen schwierigen Rennen wieder mit Wright Motorsports auf dem Podium stehe. Es war ein klassischer Langstrecken-Event mit einem harten letzten Stint, bei dem es auf die Position und die richtige Strategie ankam. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Jetzt wollen wir auf diesem Schwung aufbauen, wenn wir zum nächsten Saisonlauf nach Laguna Seca an die Westküste fahren.“

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Trent Hindman (Porsche 911 GT3 R, Wright Motorsports #16): „Patrick Long und das Team von Wright Motorsports haben wirklich einen klasse Job erledigt. Wir hatten wie immer den Speed, doch dieses Mal stand Fortuna endlich einmal auf unserer Seite. Vielen Dank an alle für ihre harte Arbeit!“

Ergebnis GTLM-Klasse
1. MacNeil/Campbell (USA/AUS), Porsche 911 RSR #79, 73 Runden
2. Garcia/Taylor (E/USA), Chevrolet Corvette #3, 73 Runden
3. Tandy/Milner (GB/USA), Chevrolet Corvette #4, 72 Runden

Ergebnis GTD-Klasse
1. Robichon/Vanthoor (CDN/B), Porsche 911 GT3 R #9, 69 Runden
2. Auberlen/Foley (USA/USA), BMW M6 GT3 #96, 69 Runden
3. Long/Hindman (USA/USA), Porsche 911 GT3 R #16, 69 Runden
8. Ferriol/Legge (USA/GB), Porsche 911 GT3 R #88, 68 Runden

Quelle: Pressemitteilung Porsche AG

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