Das Porsche GT Team tritt beim neunten Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship auf der Road Atlanta stark emotionsgeladen an. Das Werksteam in der nordamerikanischen Meisterschaft kehrt an den Schauplatz einer der größten Sensationen im US-Rennsport zurück: 2015 hatte die Mannschaft mit dem Porsche 911 RSR beim sogenannten „Petit Le Mans“, dem traditionsreichen Zehnstundenrennen im US-Bundesstaat Georgia, einen spektakulären Gesamtsieg gefeiert. Bei schwierigsten Bedingungen hatte man die sonst deutlich schnelleren Prototypenfahrzeuge hinter sich gelassen.

2020 IMSA - Rolex 24 at Daytona Porsche 911 GT3 R, Pfaff Motorsports (#9), Lars Kern (D), Zacharie Robichon (CDN), Dennis Olsen (N)
Foto: Porsche

Am kommenden Samstag schickt das US-Werksteam Core Autosport zwei rund 515 PS starke Porsche 911 RSR der neuesten Generation ins Rennen der GTLM-Kategorie. In der GTD-Klasse treten die beiden Kundenmannschaften Wright Motorsports und Pfaff Motorsports mit je einem Porsche 911 GT3 R an.

Das Rennen

IMSA Road Atlanta 2020 Porsche 911 RSR, Porsche GT Team (#912), Earl Bamber (NZ), Laurens Vanthoor (B)
Foto: Porsche

Seit 1998 wird das „Petit Le Mans“ wird jährlich auf der 4,088 Kilometer langen Road Atlanta mit ihren zwölf Kurven und den spektakulären Passagen ausgetragen. Neben dem Gesamttriumph von 2015 stehen insgesamt 23 Klassensiege auf dem Konto von Porsche. Zuletzt waren Werkspilot Nick Tandy aus Großbritannien sowie seine französischen Markenkollegen Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet in der Saison 2018 mit dem Porsche 911 RSR in der hart umkämpften GTLM-Kategorie erfolgreich. „Beim ‚Petit Le Mans‘ auf der Road Atlanta waren wir immer stark und haben bei diesem Event bereits viele Erfolge eingefahren. Zudem ist es das Heimspiel unseres Werksteams, denn Porsche North America hat sein Hauptquartier in Atlanta. Es gibt also keinen passenderen Ort, um mit dem aktuellen Porsche 911 RSR zurück in die Erfolgsspur zu fahren“, sagt Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter Werksmotorsport.

Steffen Höllwarth (Porsche Einsatzleiter IMSA Championship)
Foto: Porsche

„Nach den Unfällen in Charlotte galt es zunächst einmal, beide Autos in kürzester Zeit umfangreich zu reparieren“, erklärt IMSA-Einsatzleiter Steffen Höllwarth. „Wir gehen gut vorbereitet in das Zehnstundenrennen. Vor rund zwei Wochen haben wir bei einem erfolgreichen Test auf der Road Atlanta an wichtigen Details der Abstimmung gearbeitet. Das war ein guter Schritt, der unsere Chancen erhöhen sollte. Ich freue mich außerdem, dass wir beim ‚Petit Le Mans‘ wieder unsere starken, jungen Werksfahrer Matt Campbell und Mathieu Jaminet mit an Bord haben. Sie werden uns helfen, die Früchte unserer intensiven Arbeit zu ernten. Es wird Zeit für den ersten Saisonsieg.“

Das Zehnstundenrennen auf der Road Atlanta zählt zum IMSA Michelin Endurance Cup, der als Sonderwertung für die vier längsten Saisonläufe ausgeschrieben ist. Nach erfolgreichen Auftritten bei den 24 Stunden von Daytona im Januar und dem Sechsstundenrennen auf der Road Atlanta im September belegt Porsche im Endurance Cup derzeit den zweiten Platz.

Die Fahrer des Porsche GT Teams

Porsche GT Team: Mathieu Jaminet (F)
Foto: Porsche

Den Porsche 911 RSR mit der Startnummer 911 teilen sich die Stammpiloten Nick Tandy und Frédéric Makowiecki mit dem jungen Australier Matt Campbell. Das Trio hatte beim Saisonauftakt in Daytona den dritten Platz erreicht. Am Steuer des Schwesterautos mit der Nummer 912 agieren der Neuseeländer Earl Bamber, Laurens Vanthoor aus Belgien und Mathieu Jaminet. Der Franzose, der wie Werksfahrerkollege Campbell bei den Langstreckenrennen in Daytona, Sebring und auf der Road Atlanta zum Einsatz kommt, war bei den 24 Stunden von Daytona im Januar gemeinsam mit den amtierenden IMSA-Champions Bamber und Vanthoor auf Rang zwei gefahren. In der Herstellerwertung liegt Porsche nach acht von elf Saisonläufen auf Platz drei.

Die Kundenteams

 Porsche 911 GT3 R, Wright Motorsports (#16), Patrick Long (USA), Ryan Hardwick (USA), Jan Heylen (B)
Foto: Porsche

In der GTD-Klasse setzt das Team Wright Motorsports den über 500 PS starken Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 16 ein. Neben Werksfahrer Patrick Long und seinem amerikanischen Landsmann Ryan Hardwick greift erneut der erfahrene Belgier Jan Heylen ins Lenkrad. Wright Motorsports liegt in der Meisterschaftswertung für GT3-Fahrzeuge derzeit auf Platz zwei.

24h Nürburgring 2019 Porsche 911 GT3 R, Manthey-Racing (12), Lars Kern (D)
Foto: Porsche

Ein baugleiches Auto schickt die kanadische Mannschaft Pfaff Motorsports ins Rennen. Porsche-Entwicklungspilot Lars Kern (Weissach) teilt sich das Fahrzeug mit dem Kanadier Zacharie Robichon und dem Norweger Dennis Olsen, der 2019 am Steuer des Porsche 911 GT3 R den Fahrertitel in der Intercontinental GT Challenge gewann.

Das Rennen im Livestream

Der neunte Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship auf der Road Atlanta startet am Samstag, 17. Oktober um 12:40 Uhr Ortszeit (18:40 Uhr MESZ). Das Rennen über zehn Stunden wird außerhalb der USA und Kanadas im Internet auf www.imsa.com übertragen.

Der Zeitplan (Ortszeit, MESZ: -6 Stunden)

Donnerstag, 15. Oktober
11:15 Uhr – 12:15 Uhr: Freies Training 1
15:45 Uhr – 17:00 Uhr: Freies Training 2
19:30 Uhr – 21:00 Uhr: Freies Training 3

Freitag, 16. Oktober
12:30 Uhr – 12:45 Uhr: Qualifying GTD
12:55 Uhr – 13:10 Uhr: Qualifying GTLM

Samstag, 17. Oktober
09:10 Uhr – 09:30 Uhr: Warmup
12:40 Uhr – 22:40 Uhr: Rennen

Fahrerstimmen vor dem Rennen

2020 IMSA - Road Atlanta Nick Tandy
Foto: Porsche

Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Es ist gut, dass es nach der Enttäuschung am vergangenen Rennwochenende keine Zeit zum Nachdenken gibt. Es geht direkt mit einem absoluten Klassiker weiter. Auf der Road Atlanta fahren wir ein Rennen über zehn Stunden. Diese großen Distanzen sind immer unsere Stärke gewesen. Daher blicke ich mit Zuversicht auf das kommende ‚Petit Le Mans‘. Wenn ich dorthin komme, erinnere ich mich natürlich immer auch an unseren Gesamtsieg von 2015 – ein Erlebnis, das ich niemals vergessen werde. Dies motiviert mich zusätzlich für die anstehende Aufgabe.“

Porsche GT Team: Earl Bamber (NZ) IMSA 2020
Foto: Porsche

Earl Bamber (Porsche 911 RSR #912): „Als wir Anfang September das Sechsstundenrennen auf der Road Atanta fuhren, hatten wir einige Probleme mit der Reifenhaltbarkeit über den vollen Stint. Dieses Thema haben wir anschließend gemeinsam mit Michelin bei Testfahrten auf der Strecke genauer betrachtet. Ich denke, uns sind in diesem Bereich wichtige Fortschritte gelungen, sodass wir positiv auf das bevorstehende Rennen blicken dürfen. Wir werden restlos alles geben, um endlich auf der obersten Stufe des Podiums zu stehen.“

Quelle: Pressemitteilung Porsche

Unterstütze LSR-Freun.de

Dir hat der Beitrag gefallen? Wir freuen uns über Deinen Support.





In eigener Sache:

Du hast den Beitrag bis zum Schluss gelesen? Hat er Dir gefallen? Wenn Du die LSR-Freun.de unterstützen möchtest, kannst Du das mit einem Abonnement bei SteadyHQ tun.

Damit hilfst Du uns, auch in Zukunft erstklassige Berichte, Dokumentationen und Reportagen aus der Welt der Langstreckenrennen zu erarbeiten und zu erstellen.

Unterstütze uns auf Steady

Die LSR-Freun.de sagen Danke!

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Pressemeldungen aus der Welt des Motorsports. Veröffentlicht für die Leser von LSR-Freun.de. Sie wollen Ihre Pressemeldungen hier veröffentlichen? Senden Sie uns eine Mail an presse@lsr-freun.de.
Kategorie: NewsTags:
Fehler melden Über LSR-Freun.de ethische Standards
Jetzt kommentieren

Noch keine Kommentare vorhanden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.