Beim Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany in Oschersleben erlebte W&S Motorsport ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Im ersten Rennen am Samstag verpassten Nicolaj Møller Madsen und Finn Zulauf im AVIA racing Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport #31 nur knapp einen Podestplatz und kamen als bestes Porsche-Fahrzeug im Feld auf Platz vier ins Ziel. Das deutsche Nachwuchstalent Zulauf wurde zweitbester Nachwuchsfahrer und holte seinen ersten Podestplatz in der Juniorwertung in diesem Jahr.

Im ersten Qualifying am Samstag belegte Møller Madsen im AVIA racing Cayman GT4 #31 den achten Platz. Leo Pichler ging mit der #32 von der 20. Position aus ins 60-minütige Rennen, Max Kronberg im Cayman #30 wurde 21.

Foto: Gruppe C Photography

Das Duo Møller Madsen/Zulauf bestritt ein eindrucksvolles Rennen in der hochkarätigen Serie und kämpfte bis zum Fallen der Zielflagge um einen Podestplatz. Møller Madsen gewann nach dem Start zwei Positionen und war nach einer Safety-Car-Phase bereits bis auf Platz fünf vorgefahren, bevor Zulauf das Steuer übernahm und dieser sich weiter dem Führungsquartett näherte. Der Youngster setzte sich in spannenden Zweikämpfen gegen seine Konkurrenten durch und lag in Schlagdistanz zum einen Top-3-Ergebnis. Mit nur 0,3 Sekunden Rückstand kam er auf dem vierten Platz ins Ziel und sicherte sich mit einer beeindruckenden Leistung den zweiten Rang in der Juniorwertung.

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Max Kronberg wurde zu Beginn des Rennens von einem Gegner getroffen und fiel ans Ende des Feldes zurück. Der Berliner ließ sich jedoch nicht beirren und machte viele Positionen gut. Auf Platz 17 liegend übergab er das Auto #30 an seinen Teamkollegen Hendrik Still. Dieser spielte seine Routine in der Serie voll aus und passierte auf dem zehnten Platz, und somit in den Punkterängen, die Ziellinie.

Im Cayman GT4 mit der #32 hatte Startfahrer Leo Pichler nach Positionsgewinnen einen Unfall, der ihn zu einem unplanmäßigen Boxenstopp zwang. Dadurch wurde er weit nach hinten durchgereicht. Am Ende stand für ihn und seinen Teamkollegen Leon Wassertheurer der 25. Rang zu Buche.

Am Sonntag wurden die Karten neu gemischt. Hendrik Still qualifizierte sich für das zweite Rennen für Startplatz drei und konnte durch eine beeindruckende Pace mit der Spitze mithalten. Auf Position zwei liegend und als bestplatzierter Porsche im Feld übergab er das Steuer an Max Kronberg, der ebenfalls schnell unterwegs war. Eine Safety-Car-Phase führte das starkbesetzte Fahrerfeld wieder zusammen und Kronberg konnte sich nach dem Restart zuerst noch gut verteidigen, aber Piloten wie der amtierende Champion machten weiter Druck von hinten. Er passierte die Ziellinie auf Platz sechs und sammelte damit erneut Punkte für das Team.

Vom Pech verfolgt waren die Fahrerduos Møller Madsen/Zulauf und Pichler/Wassertheurer. Nach einem unverschuldeten Unfall mit einem Konkurrenten schieden beide Fahrzeuge vorzeitig aus.

Foto: BOTSCHAFT.digital

Daniel Schellhaas, Teamchef W&S Motorsport: „Es war ein ereignisreicher Start in die neue ADAC GT4 Germany Saison. Die Trainings begannen sehr vielversprechend mit den Plätzen eins und drei am Freitag. In den Qualifyings müssen wir uns noch etwas verbessern, dann können wir auch dem Getümmel in der Startphase entkommen und Kollisionen vermeiden. Unsere Junioren haben sich gut geschlagen und auch unsere erfahrenen Piloten haben einen guten Job gemacht. Alles in allem sind wir mit unserer Pace zufrieden und wir wissen, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, um in Spielberg besser abzuschneiden.“

Hendrik Still, W&S Motorsport Fahrer #30: „Wir kamen gut vorbereitet nach Oschersleben und konnten durch die Rennen der GT4 European Series und den Gaststart im GTC Race schon viel lernen. Das Team hat einen super Job gemacht! Wir entwickeln uns stetig weiter und Max macht weiter große Schritte nach vorne. Dass wir am Samstag nach der Kollision noch in die Punkte fahren konnten, freut mich sehr. Im Sonntagsrennen war das Podium zum Greifen nahe, doch leider hat uns das Safety-Car einen Strich durch die Rechnung gemacht. Natürlich sind wir darüber etwas enttäuscht, aber immerhin haben wir wichtige Punkte sammeln können.“

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Finn Zulauf, AVIA W&S Motorsport Fahrer #31: „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis im ersten Rennen. Nicolaj hat im Qualifying gute Vorarbeit geleistet und in seinem Stint viele Plätze gewonnen. Ich schnupperte dann kurz vor Schluss schon am Podium, konnte aber nicht mehr überholen. Somit freut uns Platz vier schon sehr. Leider konnte ich im zweiten Qualifying keine gute Runde finden und entsprechend starteten wir weiter hinten mitten im Verkehr. Wir hatten die Pace und es wäre ohne den Unfall ein gutes Rennen für uns geworden.“

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Leo Pichler, W&S Motorsport Fahrer #32: „Es war ein schwieriges erstes Wochenende in der ADAC GT4 Germany für uns. Wir waren in beiden Rennen in Unfälle verwickelt, die uns die Chance auf gute Ergebnisse zunichte gemacht haben. Im zweiten Rennen war ich einfach zur falschen Zeit am falschen Ort, aber das ist Motorsport. Wir werden die Zeit bis zu meinem Heimrennen am Red Bull Ring nutzen, um beim nächsten Mal wieder anzugreifen.“

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Die Saisonläufe 3 und 4 der ADAC GT4 Germany werden vom 20. bis 22. Mai 2022 auf dem Red Bull Ring in Österreich ausgetragen.

Quelle: Pressemitteilung W&S Motorsport

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