Ein bis zum Schluss offenes Rennen, der ausgeglichene Kampf von mehreren Marken um den Sieg, tückisches Wechselwetter und viele Ausfälle: Die 71. Ausgabe der 24 Stunden von Spa war an Spannung und Dramatik kaum zu übertreffen. Am Ende musste sich Audi im Kampf um den fünften Sieg in Spa nach stundenlanger Führung mit Platz zwei des Audi Sport Team Attempto und Rang sechs des Audi Sport Team Saintéloc nur um 4,6 Sekunden geschlagen geben. Große Aufmerksamkeit erzielte Audi vor dem Rennen mit dem RS e-tron GT Prototyp, der das Feld zum Start führte und damit das elektrische Zeitalter im GT-Sport einläutete.

24h Spa 2020 Audi RS e-tron GT prototype
Foto: Audi MediaCenter / Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH

Audi Sport-Pilot Kelvin van der Linde kam die Ehre zu, das Feld in einem Prototypen der elektrischen und sportlichen Speerspitze aus dem Audi-Produktportfolio anzuführen. „Dieser Auftritt hat uns viel Aufmerksamkeit eingebracht. Anschließend haben wir einen echten Rennklassiker erlebt“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Kein Team ist bei diesen schwierigen Bedingungen fehlerfrei geblieben, auch wir nicht. Aber wir haben uns immer wieder zurückgekämpft und hielten mehrere Stunden lang eine Doppelführung. Leider hat es nicht ganz gereicht. Ein großes Dankeschön an unsere Teams und Fahrer, die nie aufgegeben haben, und an unsere Unterstützer und Fans zu Hause.“

24h Spa 2020 Audi R8 LMS #25 (Audi Sport Team Saintéloc), Dorian Boccolacci/Christopher Haase/Markus Winkelhock
Foto: Audi MediaCenter / Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH

Mit Audi, Porsche, Lamborghini, Ferrari und Mercedes-AMG hatten noch am Sonntagmorgen fünf Marken echte Siegchancen in den Ardennen. Von der 18 bis zur 23. Rennstunde lagen abwechselnd gleich zwei verschiedene Teams von Audi mit dem R8 LMS vorn: Das Audi Sport Team Saintéloc, Sieger der Ausgabe von 2017, führte das Rennen mit Dorian Boccolacci, Christopher Haase und Markus Winkelhock an. Je nach Boxenstoppsequenz und Überholmanövern lag auch das Audi Sport Team Attempto mit Mattia Drudi, Patric Niederhauser und Frédéric Vervisch in Führung. Als der Regen in den letzten 90 Minuten immer stärker wurde, fing das Porsche-Team Rowe Racing den Attempto-Audi ab, während Saintéloc Platz sechs erreichte.

24h Spa 2020 Audi R8 LMS #30 (Audi Sport Team WRT), Ferdinand Habsburg/Dennis Marschall/Matthieu Vaxivière
Foto: Audi MediaCenter / Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH

Drittbester Audi im Ziel war die Nummer 30 des Audi Sport Team WRT. Die erst kurz vor Rennbeginn zusammengestellte Fahrerkombination Ferdinand Habsburg/Dennis Marschall/Matthieu Vaxivière erreichte den 14. Platz. Die zweimalige Siegermannschaft von Vincent Vosse hatte zuvor drei Ausfälle verbucht: Kelvin van der Linde/Christopher Mies/Dries Vanthoor waren aussichtsreich unterwegs, als sie in Runde 139 mit einem Defekt ausschieden, Charles Weerts fuhr in Runde 72 ein Gegner vehement ins Auto, und Benjamin Goethe war Vierter der Silver-Wertung, als er am Sonntagmittag verunfallte. Auch die Nummer #26 von Saintéloc Racing fiel nach einem Unfall aus, während die Folgeschäden einer Berührung durch einen Gegner mit anschließendem Reifenschaden die Nummer 55 von Attempto Racing zur Aufgabe zwangen.

Die 24 Stunden von Spa waren der dritte Lauf der Intercontinental GT Challenge. Vor dem Finale ist Audi in der Markenwertung vom sechsten auf den dritten Platz vorgerückt. Die 9 Stunden von Kyalami vom 10. bis 12. Dezember bilden wie bereits im Vorjahr den Meisterschaftsabschluss der einzigen weltweiten GT3-Rennserie.

Quelle: Pressemitteilung Audi MediaCenter

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