Packeisen Motorsport aus Wuppertal unter Teamchef Ullrich Packeisen blickt nochmals auf den letzten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie 2021 zurück. Das Saisonfinale am 9. Oktober endete mit einem schweren und teuren Unfall, der den Rennstall nun dazu bewegt nicht mehr in der NLS zu starten.

Nachdem das Traditionsteam Derscheid bereits ankündigte nur noch sporadisch in der Serie zu starten da man sich nur als Hindernis fühlt, reklamiert mit Packeisen Motorsport die nächste Equipe den Fahrstil der GT3 und GT4 Piloten auf der Nordschleife. Hier der Rückblick auf das Rennen und das ausführliche Statement des Teams:

„…das Gefühl auf der Abschussliste der GT3 und GT4 Fahrer wie auf der Playstation 5 zu sein!“

Nachdem wir den Toyota GT86 Cup CS erneut nach einem Unfall neu aufgebaut haben, sind wir mit Mannschaft und Fahrerverstärkung zum Saisonfinale angereist, um nochmals in der SP3 gewinnen zu wollen. Auf der Fahrerseite haben wir uns mit Duncan Huisman verstärkt. Er ist eine absolute Nürburgring Legende im Auto und mit Ulli an der Seite ohne dritten Fahrer, standen alle Zeichen auf Sieg in der Klasse.

Nach dem Training und der Eingewöhnung auf den neuen weicheren Avon Slick wurde vom Team MRC Motoren und Reifencenter aus Essen alles neu eingestellt. Der Plan war das Duncan Huisman am Start 2 Stunden im Auto sitz und Ulli nach dem Fahrerwechsel dann schaut, die Klassenkonkurrenz wie immer aufzumischen, um den Sieg mit nach Hause zu nehmen. Huisman hielt in den ersten 2 Stunden den Abstand zu der Konkurrenz wie abgesprochen in Sichtweite. Mit max 30 sec. Rückstand übergab Huisman dann an Ulli . Der wurde dann leider in seiner Outlap von einem Aston Martin GT4 bei 200 km/h im Kesselchen ohne zu lupfen rechts auf der Wiese überholt und dabei abgeschossen.

Foto: Packeisen Motorsport

Am Ende blieb ein Totalschaden im 6-stelligen Bereich, mit folgender Erkenntnis. Wer sich traut in der modernen NLS Langstreckenmeisterschaft als Hindernisfahrer, in eine über aggressiven Fahrerriege starten zu wollen, sollte sich in der NLS mal in ein kleines sogenanntes Breitensport-Renn-Fahrzeug setzen

Stimmen zum Rennen

Foto: Packeisen Motorsport

Duncan Huisman: „Ich war schon überrascht wie sich die Fahrweise in den letzten Jahren geändert hat. Die Nordschleife macht wie immer Spaß, aber unter 500 PS ist es in der NLS schon schwierig mitzufahren.“

Ulli Packeisen, Teamchef: „Wenn dir der Fahrer der dich abgeschossen hat auf Englisch nach dem Abschuss ohne zu Lupfen sagt (ich habe die Onboard Videos gesehen) , ich dachte, das passt. Daraufhin der Rennleiter fragt, wer hat Schuld, anstatt zu sagen, wir sind glücklich das du gesund aus dem Wrack ausgestiegen bist, frage ich mich, ob wir auf der Nordschleife nun doch eine Profiserie haben, wo Fahrer mit Vollkaskoversicherungen wie auf der PS5 in ihren Wohnzimmern fahren. Ich finde, die Betreiber sollten sich selbst nicht belügen und nun die Augen öffnen um zu sehen was da schiefläuft. Unser Résumé aus der Saison 2021 aus der Sicht des Teams, uns als Privatteam schmeißt so einen Unfall um Jahre zurück. Ohne Sponsoren ist das kaum zu bezahlen. Wir werden das Auto wieder aufbauen und schauen in welcher Serie der Samurai wieder an den Start kommt. Aber am Nürburgring in einer GT3, GT4 und GT Cup Profirennserie, können wir uns den Einsatz des kleinen Toyota GT86 als Team, welches ständig abgeschossen wird, nicht erlauben. Wir sind in zwei Jahren bei 7 Rennen 4-mal abgeschossen worden.“

Das Team Packeisen Motorsport stellt sich im Video vor

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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