Die Freude am 12. Juli 2020 über den Gesamtsieg beim dritten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie währte nur kurz beim Team octane126, denn nur wenige Stunden nach der Zieldurchfahrt wurde der Ferrari 488 GT3 #26 von den technischen Kommissaren disqualifiziert. Der Mercedes-AMG GT3 #16 des Haupt Racing Team erbte den Sieg beim 52. ADAC Barbarossapreis.

Grund der Disqualifikation war ein nicht registrierter Reifen der hinten Links am Ferrari gefunden wurde. Die offizielle Erklärung seitens der Nürburgring Langstrecken-Serie findet ihr hier. Am Montag legte der Reifenhersteller und die Equipe aus Wallisellen Berufung ein.

Das Team schreibt am Dienstag auf der Homepage dazu:

Nach 3 Jahren eisernen Willens, knallharter Disziplin und unermüdlicher Ausdauer, holte unser Team octane126 am Sonntag, den 12. Juli 2020, den ersten Sieg an der Nürburgring-Langstrecken-Serie mit knapp 0.728 Sekunden Vorsprung auf den Haupt-Mercedes. Mit unseren Fahrern Björn Grossmann, Jonathan Hirschi, Simon Trummer und Luca Ludwig setzten wir uns gegen das gesamte Starterfeld durch und sicherten uns zudem die schnellste Rennrunde.

Nur wenige Stunden später wurde unserem Team jedoch der Titel wieder aberkannt. Bei der technischen Nachuntersuchung des Fahrzeugs wurde festgestellt, dass der hintere linke Reifen nicht den DMSB-Bestimmungen zum Musterreifen-Prozedere entsprach, woraufhin die Disqualifikation vom gesamtem Rennen ausgesprochen wurde.

Nach intensiver Rücksprache und Aufklärung mit unserem Reifenhersteller Goodyear konnte festgestellt werden, dass das Team octane126 an diesem Fall keine Schuld trifft. Dies bestätigte auch der Reifenhersteller und fügte hinzu, dass man durch die Bereitstellung verschiedener Informationen nachweisen und bestätigen kann, dass es sich bei dem eingesetzten Reifen um das Äquivalent zum in Box 1 hinterlegten Reifen handelt. Der Einsatz eines illegalen Reifen wird somit entschieden und strikt von allen Parteien abgewiesen.

Goodyear wird den Untersuchungen weiter nachgehen und alles daransetzen, den Sachverhalt zügig aufzuklären und den Sieg von octane126 rechtmässig anerkennen zu lassen. Wir, octane126, haben im gleichen Zuge Berufung gegen den Entscheid der Disqualifikation beim DMSB Sportgericht angekündigt und werden die Annahme unseres Sieges beim 3. Lauf der Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring einfordern.

Der Sachverhalt liegt nun beim Berufungsgericht des DMSB – Deutscher Motorsport Bund e.V., die Richter werden entscheiden, ob der verwendete Hinterreifen letztendlich zulässig war und octane126 die Siegerpokale behalten darf.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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