Doppeltes Punkteresultat für das Mercedes-EQ Formel E Team beim London E-Prix: Nyck de Vries und Stoffel Vandoorne belegten im ersten Rennen an diesem Wochenende die Plätze zwei und sieben.

Nyck startete von P9 und machte bereits in den ersten Runden mehrere Positionen gut. Im Verlauf des Rennens kämpfte er sich immer weiter in Richtung Spitze nach vorne und sicherte sich mit zwei starken Überholmanövern gegen Sébastien Buemi und Alexander Lynn am Ende den zweiten Platz. Stoffel ging vom 14. Startplatz in den E-Prix und verbesserte sich in der Anfangsphase des Rennens bis in die Punkteränge. Am Ende des Rennens wurde er als Siebter gewertet.

Foto: Daimler Media Site

Für den zwölften Saisonlauf der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft galt ein erweiterter Attack Mode, den die Fahrer außen in Kurve 16 für zweimal acht statt zweimal vier Minuten aktivieren mussten. Das stellte die Fahrer und Teams vor eine schwierigere Herausforderung beim Energiemanagement.

DS Techeetah (148 Punkte) führt die Teammeisterschaft nach dem zwölften Saisonrennen vor Virgin Racing (146 Punkte) und Jaguar Racing (141 Punkte) an. Das Mercedes-EQ Formel E Team (137 Punkte) belegt den vierten Platz. Der 13. Saisonlauf der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft findet bereits am morgigen Sonntag (Startzeit 15:04 CEST) ebenfalls in London statt.

Ian James, Teamchef: „Was für ein Rennen! Das war ein großartiges Spektakel für jeden Motorsportfan. Es war spannend anzusehen, wie sich das Streckenlayout auswirkte und am Ende hat es für fantastisches Racing gesorgt. Für uns als Team ist dies nach den vergangenen Rennen ein willkommenes Ergebnis.

Der Tag begann auf nasser Strecke bei extrem schwierigen Bedingungen, die sich für das Feld als knifflig entpuppten. Im zweiten Training wurde Stoffel von Aquaplaning auf einer der längeren Geraden erwischt. Von da an verbesserten sich die Wetterverhältnisse und der Kurs trocknete langsam ab. Für unsere Fahrer kam das im Qualifying etwas zu spät, da sie von den besser werdenden Bedingungen noch nicht profitieren konnten.

Foto: Daimler Media Site

Dennoch konnten sie an diesem Wochenende von Anfang an zeigen, dass sie die Pace hatten. Das gilt besonders für Nyck, der bislang in jeder Session einige sehr schnelle Rundenzeiten gefahren ist. Diese Pace hat sich im Rennen bei beiden Fahrern umso mehr gezeigt. Da die Strecke nicht so anspruchsvoll im Hinblick auf den Energieverbrauch ist, konnten alle Fahrer durchweg pushen. Das hielt unsere Piloten aber nicht davon ab, Überholmanöver zu zeigen und sich aus eigener Kraft ihren Weg durch das Feld zu bahnen. Nyck zeigte großartige Überholmanöver und beendete das Rennen irgendwie auf dem zweiten Platz – und das auf einer der engsten Formel-E-Strecken, an die ich mich erinnern kann. Stoffel gelang das gleiche, er fuhr konstante Rundenzeiten und überholte Autos, wo auch immer sich die Gelegenheit dazu bot. Das brachte dem Team noch mehr Punkte ein.

London hat uns zudem gezeigt, wie schnell sich die Situation in dieser Meisterschaft verändern kann. Wir konnten hier bislang Boden gutmachen und den Abstand auf die anderen Teams in der Teamwertung verringern.

Diesen Schwung werden wir in den morgigen Tag mitnehmen und hoffen, dass wir die harte Arbeit aller Teammitglieder in Brixworth, Brackley und Affalterbach belohnen können. Dieser Podestplatz ist ein Beweis für den Einsatz des gesamten Teams. Vielen Dank an alle!“

Foto: Daimler Media Site

Nyck de Vries: „Es ist klasse, dass wir uns heute mit diesem zweiten Platz auf dem Podium zurückmelden konnten. Hinter uns liegt eine schwierige Phase in dieser Saison, das lag teils an uns selbst, teilweise lag es aber auch außerhalb unserer Kontrolle. Umso schöner ist es, hier in London aufs Podest gefahren zu sein. Das gilt ganz besonders, wenn man bedenkt, wie uns das mit dieser Aufholjagd vom neunten Startplatz gelungen ist. Es ist fantastisch, das Team mit so einem Ergebnis für all die harte Arbeit in den vergangenen Wochen und Monaten zu belohnen – und das bei einem der Heimrennen des Teams hier in London.“

Foto: Daimler Media Site

Stoffel Vandoorne: „Heute war ein guter Tag für das Team. Nyck ist auf das Podium gefahren und ich konnte mich von P14 nach vorne arbeiten. Los ging es mit einem Zwischenfall im zweiten Training am Vormittag, in dem ich Aquaplaning hatte und deswegen keine Runde fahren konnte. Damit habe ich mir das Leben selbst schwer gemacht und ich ging quasi blind ins Qualifying. Im Rennen konnte ich mich von Startplatz 14 bis in die Punkte nach vorne kämpfen. Das ist angesichts der Startposition ein ordentliches Ergebnis. Ich glaube nicht, dass heute im Rennen noch mehr drin gewesen wäre. Die Abstände wurden schon früh im Rennen festgelegt und am Ende konnte man nicht mehr viele Positionen gutmachen. Es war ein solides Rennen, in dem wir ein paar Punkte einfahren konnten. Morgen erhalten wir im zweiten Lauf eine weitere Chance, bei der wir hoffentlich das heute Gelernte in die Praxis umsetzen können.“

Quelle: Pressemitteilung Daimler Media Site

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