Regen, Kälte, Dunkelheit: Die ersten sieben Stunden des 48. ADAC TOTAL 24h-Rnnens verlangten Teams und Fahrern, aber auch den Sportwarten an der Strecke vollen Einsatz ab. War die Strecke zwischenzeitlich fast trocken war, sorgten immer wieder durchziehende Regenbänder dafür, dass sich die Bedingungen massiv verschlechterten. Kurz nach 22:30 Uhr dann das vorläufige Aus: Auf der Strecke stand endgültig zu viel Wasser, das nicht abfloss. An reguläres Racing war unter diesen Umständen nicht mehr zu denken. Es war die siebte wetterbedingte Unterbrechungen in der Historie des 24h-Rennens. Auch in den Jahren 1992, 1994, 2007 , 2013, 2016 und 2018 bescherte das Eifelwetter den Fans, Organisatoren und Teams eine Zwangspause.

ADAC TOTAL 24h Nürburgring 2020 - Foto: Gruppe C Photography: Walter Hornung
Foto: Gruppe C Photography

Rennleiter Walter Hornung fasste nach der roten Flagge zusammen: „Die Bedingungen wurden in der vergangenen halben Stunde immer schlechter, es gab immer mehr Regen und dadurch stehendes Wasser auf Bahn. Uns blieb keine andere Wahl als das Rennen zu unterbrechen. Wir verfolgen natürlich aufmerksam den Wetterbericht. Ehrlich gesagt sieht es aber nicht so gut aus, und ich denke, dass wir vielleicht in den frühen Morgenstunden weiterfahren können.“ Da die Fahrzeit aller Fahrer mit Einfahrt in die Boxengasse nach der roten Flagge als beendet galt und eine mehrstündige Unterbrechung eingelegt wurde, konnten die Startfahrer beim Restart gewählt werden.

Für die Teams begann damit eine unverhoffte Reparaturphase, die viele Mannschaften eifrig nutzten. Erst danach schlossen sie sich jenen an, die nach einem kurzen Service zum Warten verdammt waren.

Rennleiter ADAC TOTAL 24h Rennen 2020
Foto: Gruppe C Photography

Die Rennleitung verkündete am Sonntagmorgen um 7:00 h, dass das Rennen um 8:00 h mit einer Runde hinter dem Safetycar fortgesetzt wird.

Die Fahrzeuge werden in einer Reihe in der Startaufstellung stehen und von dort das Rennen hinter dem Safetycar aufnehmen. Ab diesem Moment gilt das Rennen als neu gestartet. Die Zeit ist weitergelaufen und das Rennen endet planmäßig um 15:30 h.

Wie bei einer normalen Safetycar-Phase bleiben die Rundenzahlen erhalten, die innerhalb einer Runde herausgefahrenen Vorsprünge werden jedoch egalisiert. (Eine Addition der beiden Rennteile findet also nicht statt. Die optische Reihenfolge auf der Strecke entspricht also der tatsächlich gewerteten Reihenfolge.) Es wird aus Sicherheitsgründen zwei Startgruppen geben. Um innerhalb der Klassen Chancengleichheit zu gewährleisten, werden alle Fahrzeuge einer Klasse jeweils in der gleichen Startgruppe starten. Eine entsprechende Startaufstellung mit zwei Startgruppen wird erstellt. Helfer und Mediavertreter dürfen in die Startaufstellung.

News und Stimmen nach der Roten Flagge

#1 Audi R8 LMS GT3 (Müller / Vanthoor / Vervisch / Stippler)

22:50 Uhr Phoenix-Teamchef Ernst Moser: „Der Abbruch war unbedingt nötig, sonst wären immer mehr Autos abgeflogen. Es ist einfach nur Glück, dass wir unsere Autos alle noch heil haben. Die Entscheidung ist absolut richtig. Es soll noch mindestens zwei Stunden so weiter regnen.“

#9 Mercedes-AMG GT3 (Schiller / Götz / Buhk / Marciello)

Glück im Unglück. Durch die Unterbrechung kurz nach dem Unfall hat GetSpeed nun die Gelegenheit, den Mercedes-AMG wieder flott zu machen: Die Mannschaft arbeitet fleißig daran, zum Restart wieder fahrbereit zu sein. Teamchef Adam Ossieka: „Die Enttäuschung sitzt natürlich tief. Wir haben lange das Tempo bestimmt und lagen in Führung – aber das zählt jetzt leider nicht mehr.“

Sollte der Mercedes das Rennen wieder aufnehmen, müsste er,wegen des Verursachens der Kollision mit dem Porsche #63 Kodidek / Wilwert / van Ramshorst / Cools (Porsche 991 Cup) im Eschbach gegen 21.05 Uhr, eine Strafzeit von 1.32 Minuten absitzen.

#29 Audi R8 LMS (Drudi / Mies / Rast / van der Linde)

23:20 Uhr kassierten ebenfalls kurz vor der Unterbrechung noch eine Zeitstrafe: Kelvin van der Linde wurde wegen Missachtens von Flaggensignalen in seinem Stint mit 32 Strafsekunden bedacht

#74 BMW M4 GT4 (Tuck / Breuer / Wahl / Trogen)

22:27 Uhr Ben Tuck ist nach dem letzten Boxenstopp im Auto, Sami-Matti Trogen hat den Stint zuvor gefahren und sagt: „Es sind die schwierigsten Streckenverhältnisse, die es gibt: Dunkelheit und Regen. Heftig ist dabei auch, dass man natürlich ständig in den Rückspiegel schauen muss, weil es wesentlich schnellere Fahrzeuge gibt.“

#151 BMW E90 325i (Haller / Fink / Lanthaler / Weger)

David Lanthaler: „In meinem Stint fiel das Licht rechts aus. Mich störte das nicht, trotzdem hatten wir versucht, beim Fahrerwechsel den Wackelkontakt im Scheinwerfer zu reparieren. Aus Zeitgründen haben wir Daniel Fink trotzdem auf die Strecke zurück geschickt. Gleich darauf hat sich die Rennleitung gemeldet und wir haben den Fahrer wieder reingeholt und uns die Zeit genommen, es zu reparieren. Sollte nun wieder ok sein.“

#304 Porsche Cayman GT4 CS (Cramer / Höber / Gabler / Baumann)

Kurz vor der Unterbrechung hat das Team eine Zeitstrafe von 3:32 Min. wegen Missachtens einer Code-60-Phase erhalten.

Quelle: 24h-media.de

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