Einem Bericht der Financial Times (Abonnement nötig) zufolge wird Aston Martin in der Schweiz einen Antrag auf strafrechtliche Verfolgung sowie eine parallele Zivilklage gegen die Vorstandsmitglieder der Nebula Project AG einreichen.

Wie die Kollegen von dailysportscar.com berichten sind Millionen an Britischen Pfund in nebulösen Kanälen verschwunden die ursprünglich in das Valkyrie Hypercar-Projekt fließen sollten:

R-Motorsport Aston Martin Vantage GT3 IGTC 12h-Bathurst 2020
Foto: R-Motorsport

Die Klagen laufen parallel zur gemeldeten Auflösung des Autohauses Aston Martin St. Gallen, das von denselben beiden Geschäftsführern, Andreas Baenziger und Florian Kamelger, geführt wird, die auch Miteigentümer des R-Motorsport-Teams sind, das GT3- und GT4-Aston Martins in einer Reihe von internationalen Rennen einsetzte, sowie den einzigen Aston Martin-Einsatz in der DTM in 2019. Mit großen Worten wurde das Programm am 13. März 2020 verkündet doch bereits wenige Tage später zurückgerudert: Ihre Pläne für 2020 wurden mit dem Beginn der COVID-Pandemie verschoben, ohne dass es in diesem Jahr weitere Neuigkeiten gab.

Aston Martin Valkyrie
Foto: Aston Martin

Der Valkyrie sollte die Basis für Aston Martins ursprünglich angekündigte „Hypercar“-Rennversion bilden, aber die Autos wurden gestrichen, da Aston Martin seine werksseitigen Motorsportbemühungen neu finanzierte und auf die Formel 1 konzentrierte.

In der Zwischenzeit soll es um den Status von Anzahlungen in Höhe von rund 10 Millionen Pfund gehen, die Nebula für den verzögerten Aston Martin Valkyrie, das von Adrian Newey entworfene Auto, das noch in diesem Jahr an Kunden ausgeliefert werden soll, geleistet hat. Die FT berichtet, dass sich mehrere Kunden der Aston Martin-Klage angeschlossen haben.

Update vom 22. Juni 2021 13:55 Uhr:

Der Beginn des Gerichtsverfahrens wurde nun mit einer Mitteilung an die Londoner Börse bestätigt

Quelle: dailysportscar.com

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Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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