Immer wieder sorgt die Balance of Performance für schwere Diskussionen. Dem versucht man nun Einhalt zu gebieten und holt sich Verstärkung aus den USA.

Im Rahmen des Qualifikationsrennen sahen sich die Verantwortlichen veranlasst, allen Fahrzeugen die technischen Voraussetzungen für ein gleichwertiges Rennen noch mal anzupassen. Während der Pressekonferenz am Vorabend des Qualifikationsrennen-Wochenendes wurde bekannt, dass sich die Verantwortlichen in diesem Jahr Verstärkung aus Nordamerika holen wollen.

Bernd Schneider - N24h 24h-Rennen Nürburgring 2017
Foto: M. Brückner

Bernd Schneider nimmt das Zepter in die Hand und antwortet ausführlich. „Die Balance of Performance ist immer schwierig, vor allem auf einer Strecke die 25km lang ist. Da kann man viel verstecken, viel mehr als auf einer Strecke, die vielleicht nur 4km lang ist. Das nächste Problem ist, dass das 24h-Rennen keine Meisterschaft ist. Bei einer Meisterschaft kann ich immer reagieren, mit der BOP – nach dem ersten Rennen, nach dem zweiten Rennen. Da kann man die Jungs relativ schnell überführen. Hier ist das nicht der Fall. Und ich glaub, dass die einen verdammt schweren Job haben und auch mit viel Verantwortung rangehen müssen. Es gibt ein paar Hersteller, die mit einem relativ großen Aufgebot herkommen und gewinnen wollen.“

Jochen Krumbach äußerte sich entsprechend verärgert, nach dem ersten Lauf der VLN über das „Sandbagging“ der Werkskollegen, ohne dabei Namen zu nennen. Christian Menzel platzte bereits vor der Kamera der Kragen und fragte in Richtung der Werkskollegen: „Kommt ihr euch nicht bescheuert vor?“

Bernd Schneider erklärt weiter: „Für uns deutsche Hersteller ist das mit das größte und wichtigste Rennen. Wir von AMG sehn das als unsere Heimstrecke an. Alle unsere Autos werden hier auf der Nordschleife entwickelt. Eine umso wichtigeren Stellenwert hat das Rennen.“

„Ich glaube, dass wir uns alle die Daumen drücken, dass die die Stellschrauben richtig drehen. […] Wir wollen alle auf Augenhöhe gewinnen. Ich drücken die Daumen, dass das funktioniert. Dass die Herren wirklich so lesen, wie die Situation ist […] und mit Augenhöhe und Maß die richtige Einstellung und so dass die Autos gleich eingestellt sind und wir ein fantastisches Rennen sehen.“

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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