Nachdem Fans bereits sinierten, die Briten kämen in diesem Jahr nicht in die Eifel, vermeldet Bentley nun die offizielle Absage zum ADAC-Zurich 24h Rennen am Nürburgring für 2018.

Dunkle Wolken am Horizont der SP9-Klasse beim 24h-Rennen am Nürburgring in diesem Jahr. Noch zur Vorstellung des neuen 2018er Bentley Continental GT3 im vergangenen Jahr kommunizierte man im englischen Crewe, dass man mit dem 2017er Modell 2018 in die Eifel reisen wolle. Einsetzen sollte den „alten“ Luxus-Boliden die britische Werksmannschaft von M-Sport. Überraschenderweise verschwand diese Nachricht jedoch in den vergangenen Wochen aus der offiziellen Webseite der Volkswagen-Tochter.

Imn Februar dann verkündete Brian Gush, dass man proaktiv nach einem Einsatzteam suche, da sich M-Sport auf die Entwicklung des neunen Boliden konzentrieren solle und ein Einsatz zum Eifelrundlauf nur störende Auswirkungen bei der Entwicklung habe.

Auf Anfrage wurde uns nun bestätigt, dass Bentley im Jahr 2018 keinen werksseitigen Einsatz beim 24h-Rennen am Nürburgring plane. Ein Einsatzteam scheint nicht gefunden. Dazu heißt es wortwörtlich in der Antwort: „Wir werden in diesem Jahr nicht beim 24h Nürburgring starten. Unser europäisches Engagement beschränkt sich auf die Blancpain Endurance Series und Spa 24h, sowie Paul Richard und Barcelona.“

Bentley Team Abt ADAC Zurich 24h-Rennen 2017
Foto: Felix Maurer

Nach der Absage an den GT-Sport von Abt-Motorsport im Oktober 2017 stand der Start für den britischen V8-Biturbo in diesem Jahr auf der Kippe. Ein möglicher Ersatz durch M-Sport – der britischen Werksmannschaft – wenigstens mit dem alten Modell, sorgte für ein leichtes Aufatmen bei den Fans. Noch im Dezember verkündeten die Briten in einer offiziellen Meldung, dass man sich in den Angriffsmodus begeben wolle. „Wir sind auf der Suche nach mehr Kunden. Wir reden immer mit Menschen und jetzt, wo das neue Auto verfügbar ist, gibt es viel mehr Gespräche, als je zuvor. Wir versuchen proaktiv unsere Kundenbasis zu verbessern.“ vermeldete Tom Hodgson, der Programmmanager von Bentley Motorsport in Nordamerika, und sprach damit auf die aktuellste Bekanntgabe bei den Kundenteams von Bentley – dem Start von K-PAX Racing in der Pirelli World Challenge – an.

Immer wieder ist von Einsatzteams verschiedener Hersteller zu hören, dass die Kosten für einen Privateinsatzes eines aktuellen GT3-Fahrzeuges kaum mehr zu stämmen seien. Ohne die offizielle Unterstützung der Werke – wie das Beispiel Schubert Motorsport und BMW zeigt – ist solch ein Programm nur noch schwer realisierbar.

Nähere Gründe für die Absage von Bentley Motorsport versuchen wir zu erörtern und halten euch auf dem Laufenden.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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