BMW Motorsport hat am gestrigen Donnerstagabend im Vorfeld des N24h-Qualifikationsrennens das Werksprogramm für den Eifelklassiker bestätigt. Mit an Bord ist neben dem FALKEN-Motosport-BMW auch das ROWE-Racing-Kader mit zwei BMW M6 GT3. Auch Walkenhorst wird von den Münchnern an die Hand genommen.

Verkündet wurde das Programm bereits zum Ende des vergangenen Jahres. Nach vielen Spekulationen über das mögliche Münchner Kader bestätigte BMW Motorsport nun gestern das Line Up für das diesjährige 24h-Rennen am Nürburgring. Dabei zählen die Münchner in diesem Jahr vor allem auf noch junge und (vermutlich) finanziell eigenständige BMW-Teams. Traditionsteams wurden dieses Jahr förmlich vor die Tür gesetzt.

Einzige Ausnahme wird der M6 #102 sein, der von Walkenhorst Motorsport, dem einzigen jahrelangen privaten Privatteam, eingestetzt. wird. Im „Shell BMW M6 GT3“ #102 wechselt sich Farfus mit Markus Palttala (FIN), Christian Krognes (NOR) und Fabian Schiller (GER) ab. Walkenhorst Motorsport setzt noch ein zweites Fahrzeug mit den Fahrern Henry Walkenhorst (GER), Jordan Tresson (FRA), Ralf Oeverhaus (GER) und Andreas Ziegler (GER) ein.

Mit einem Sieger und drei zweitplatzierten Fahrern aus dem Vorjahr tritt ROWE Racing an, um 2018 den 20. BMW Gesamtsieg bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring in Angriff zu nehmen. De Phillippi gewann 2017 in der Eifel und stieß zu Beginn der laufenden Saison zur BMW Familie. Bei seinem ersten 24h-Einsatz im BMW M6 GT3 hat er drei Piloten an seiner Seite, die im vergangenen Jahr mit ROWE Racing den zweiten Gesamtrang belegen konnten: Catsburg, Sims und Richard Westbrook (GBR). Die weiteren drei BMW Werksfahrer, die für ROWE Racing die 24h Nürburgring bestreiten werden, stehen ebenfalls für geballte GT-Power: Edwards, Krohn und Tomczyk komplettieren das siebenköpfige Fahreraufgebot. Das Cockpit des BMW M6 GT3 von FALKEN Motorsports teilen sich der langjährige BMW GT-Fahrer Jens Klingmann (GER), Stef Dusseldorp (NED), Alexandre Imperatori (SUI) und Peter Dumbreck (GBR).

Damit werden insgesamt fünf BMW M6 GT3 bei der diesjährigen Ausgabe des 24-Stunden-Klassikers dabei sein. 2018 wurde das BMW-Programm in der Eifel also um 50% reduziert, gegenüber dem Vorjahr. BMW selbst kommuniziert die Entscheidung der Teamwahl mit den Erfolgen der vergangenen Saison.

BMW-Motorsport Chef Jens Marquardt kündigte zu Beginn des Jahres 2018 an, dass man den Weg der anderen Hersteller nicht mitgehe und die Teams eigenständiger handeln sollen. Schließlich handele es sich beim GT3-Rennsport um reinen Kundensport, den man jedoch gerne unterstützen möchte. Während sich die Motorsport Competence Group AG aus St. Ingbert auf den potenten Unterstützer ROWE Motoröl GmbH – besser bekannt als ROWE Racing – berufen kann, hat Schnabl Engineering mit dem asiatischen Reifenhersteller FALKEN ebenfalls einen starken Partner im Rücken. Weltweit bekannt wurde die Mannschaft als FALKEN Motorsport.

Ohne Schnitzer und Schubert in die Eifel

Schnitzer Motorsport und Schubert Motorsport – die jahrelangen Traditionsteams, wenn es um Werkseinsätze im GT-Sport geht – können auf diese Partner nicht zählen. Während die Freilassinger Mannschaft rund um die Halbbrüder „Charly“ Lamm und Herbert Schnitzer 2018 noch einen Werkseinsatz in der GT-Masters erhaschen konnten, war Thorsten Schubert und Gefolgschaft seit Beginn 2018 auf sich allein gestellt. Ein Werkseinsatz war nicht abzusehen. Das man sich in Folge für einen Wechsel des Fabrikats entschied, wollten die Oscherslebener lange geheimhalten und revidierten ähnlich klingende Aussagen bis zum Schluss.

Zwar hätten Pläne bei Schubert Motorsport auf dem Tisch gelegen, am 24h-Rennen teilzunehmen. Doch bestätigte das Team in den verschiedenen Kommentaren der Facebook-Fanseite, dass das Honda-Projekt aktuell akute Priorität genieße. Eine Teilnahme könne man nicht bestätigen. Gewissheit darüber brachte die Starterliste des 24h-Qualifikationsrennens.

Herbert Schnitzer jun. sieht das, gegenüber LSR-Freun.de gelassen. „Der Moment wird kommen, wo Schnitzer Motorsport wieder das Werk vertreten wird. Da bin ich mir sicher.[…] Natürlich sind wir traurig, dass wir in diesem Jahr nicht am 24h-Rennen teilnehmen können, wo die Eifel doch unsere zweite Heimat ist. Aber der Motorsport befindet sich gerade im Umbruch. Und aus privaten Mitteln können wir einen solchen Start nicht realisieren.“
Schnitzer versichert aber auch“ […] ein Markenwechsel steht für uns nicht zur Debatte. Mein Vater ist mit Leib und Seele und Herz BMWler! Wir arbeiten schon seit über 50 Jahren mit BMW zusammen und Loyalität ist in unserer Familie eine hoch geschätzte Eigenschaft.“

Das Qualifikationsrennen startet am Sonntagmittag um 12:00 Uhr. Übertragen wird das Rennen über den offiziellen Livestream, den wir unter LSR-Freun.de TV zur Verfügugung stellen.

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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