Noch vor wenigen Wochen war Wolfgang Land der Ansicht, dass mehr als ein 16. Platz für die Mannschaft nicht drinnen sei. Gestern bewies man das Gegenteil. Fünf Ingolstädter Kundenfahrzeuge in der Top-10. Offensichtlich sind die 20 kg Zusatzgewicht, aufgrund der Balance of Performance, Rennsand gewesen.

Für Jordan Tresson und den Walkenhorst Motorsport BMW M6 GT3 #101 endete das Mammut-Wochenende bereits im ersten Qualifying. In der ersten Stunde verlor Tresson den Sechser im Bereich Fuchsröhre nach einem Kontakt mit einem Kontrahenten und zerlegte das Fahrzeug auf den nächsten Metern in alle Einzelteile.

BMW Z 4 GT3 im neuen Design 2018 24h-Rennen
Foto: M. Brückner

Beeindruckende Runden legte Jörg Müller im BMW Z4 GT3 der PP-Group – betreut von Walkenhorst Motorsport – hin. Zwischenzeitlich bewegte der ehemalige Werksfahrer den „Zetti sogar auf Gesamtrang Sieben und stahl damit den Nachfolgern M6 GT3 die Show. Überhaupt lassen Posavac, Müller, Lambertz und Adams die Konkurrenz aktuell ganz schon im Nassen stehen. Als bestes „Pro-Am“-Fahrzeug steht der Z4 #100 aktuell nur knapp außerhalb der Top-10. Und schneller aus dem Hause BMW waren nur die ROWE-Racing Boliden.

zufriedene Gesichter im Mittelfeld

Four Motors sicherte sich den ersten und den zweiten Platz in der Klasse. Beide Porsche – der 911er GT3 Cup und der Cayman – kamen ohne Probleme durch die ersten knapp zwei Stunden. Mit einer Zeit von 9:21.354 Minuten landeten, Thomas von Löwis, Smudo, Daniel Scheelhaas und Axel Duffner mit dem 911er GT3 Cup #320 auf dem 54. Gesamtrang. Die Teamkollegen Danile Blickle, Niklas Steinhaus, Charlie Eastwood und Thomas Kiefer konnten mit dem Cayman eine Rundenzeit von 9:23,678 Minuten einfahren und sicherten sich damit den 60. Gesamtrang.

Bei Sorg Rennsport ist man zuversichtlich, wie uns Daniel Sorg bestätigte, auch wenn es Höhen und Tiefen gab. Nach den Rückschlägen beim 24h-Rennen 2017 und Dubai 2018 lief der „Scangrip“ BMW 335i #49 recht ordentlich.
In der Klasse V4 sorgte Sorg für einen Paukenschlag. Mit den Fahrzeugen #160, #155 und #161 konnten die Lokalmatadore die Top-3 der Produktionswagenklasse belegen.

Im M4 GT4 #60 absolvierten Dirk Adorf, Beitske Visser, Nico Menzel und Tom Coronell problemlos ihre Runden.

Wenig Glück hatte auch James Clay im BMW 235i Cup. Der US-Amerikaner wurde bereits in der ersten fliegenden Runde im Bereich Schwalbenschwanz von einem Lambo von der Strecke geschoben und schlug dann vehement ein. Auch wenn die Mannschaft wahrscheinlich die ganze Nacht durchreperiert hat, wird der Schaden nicht vollständig vor Ort zu beheben sein.
Die argentinische Mannschaft im BMW 235i Cup #255 verfolgt derweil den olympischen Gedanken. Carlos Federico Braga, Alejandro Chahwan und Alfredo Tricarichi haben ihre Pflichtrunden absolviert und bereiten sich nun auf das zweite Qualifying vor.

Mit der 256 – einem weiteren von Sorg-Rennsport eingesetzten BMW 235i Cup – konnten Yannick Mettler, Heiko Eichenberg, Torsten Kratz und Tristan Viidas die schnellste Runde der Klasse für sich beanspruchen.

Lediglich mit den Caymans hatte man am Donnerstagabend kein Glück. Während die #134 von Ugo Vicenzi, Alberto Carobbio, Jim Briody unc Thomas Müller mit einem Motorschaden durch Kühlwasserverlust unterwegs liegen blieb, konnte die 305 – der Cayman GT4 CS von Stefan Beyer, Emin Akata, Christoph Hewer und Björn Simon – aufgrund diverser Reifenschäden nur die Pflichtrunden abspulen.

Manheller Racing 24h-Rennen 2018 Wehrseifen
Foto: M. Brückner

Manheller Racing möchte sein Auto für die weiteren Qualifyings schonen. Bereits am gestrigen Abend hat man das Pflichtprogramm abbgespult, wie uns Marcel Manheller wissen lässt. „Wir wollen nach Möglichkeit morgen nicht mehr fahren und das Auto schonen.“ Auch einen vierten Fahrer hat man inzwischen für den E90 #156 gefunden. Teamchef Marcel Manheller wird Markus Fischer, Kurt Strube und Yutaka Seki beim Langstreckenklassiker unterstützen.

Michael Sander vom Team Lifecarracing im BMW 235i ist zuversichtlich für das heutige Qualifying. „Nachdem wir gestern später gestartet sind, haben wir aufgrund der Code-60-Phasen keine freien Runden mehr hinbekommen! Momentan stehen wir auf P13 in der Cup5-Klasse. Das Auto liegt soweit gut und alles was für die Nacht zu erledigen war, haben wir geschafft.“

Auch bei den kleineren Teams und der „Liga der Außenseiter“ läuft alles soweit nach Plan. Tobias Jung und seine Mannschaft gehen optimistisch ins zwei Qualifying am heutigen Mittag. „Alle Fahrer haben ihre zwei Qualirunden fahren können. Keine Probleme an beiden Fahrzeugen. Wir sind sehr zufrieden. Morgen werden wir nur noch Bremsbeläge anfahren und einen letzten Check machen.“ erklärte uns Tobias Jung nach dem Rennen.

skate aid Viper 24h-Rennen 2018 Qualifying Wehrseifen
Foto: M. Brückner

Die „skate-aid“ Viper drehte am gestrigen Abend genüsslich ihre Runden. Die Technik läuft einwandfrei und die Fahrer machen einen tollen Job. Titus Dittmann, Bernd Albrecht, Reinhard Schall und Michael Lachmeier absolvierten am gestrigen Abend ihre Runden. Die Viper ist an diesem Abend nicht zu laut, nicht zu hell, nicht zu langsam. Mit einer Zeit von 9:29.542 Minuten landete man auf dem 63. Gesamtrang und Platz drei in der Klasse AT.

Und der Manta? Olaf Beckmann, Peter Hass, Volker Stryzek und Jürgen Schulten haben das Alteisen zu gut im Griff, dass man sich den dritten Rang in der Klasse sichern konnte. Mit einer Rundenzeit von 9:51.513 Minuten sicherte man sich am gestrigen Abend den dritten Platz in der Klasse.

Für das weitere Geschehen folgt unserem Live-Ticker. Wir berichten hier aktuell zu den Ereignissen von der Rennstrecke.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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