Für das diesjährige ADAC-Zurich 24h-Rennen am Nürburgring haben die techn. Kommissare die Balance of Performance einmal komplett überarbeitet.

Wie Bernd Schneider zur Pressekonferenz im Vorfeld des 24h-Qualifikationsrennes 2018 berichtete, erhielten die Macher der BoP am Nürburgring Verstärkung aus den USA. Schneider weiß, „Die Balance of Performance ist immer schwierig, vor allem auf einer Strecke die 25km lang ist.[…]“

Nun scheint das Ergebnis dieser Kooperation festzustehen. Bereits am vergangenen Donnerstag veröffentlichten die Verantwortlichen des EIfelklassikers die dritte Revision der Balance of Performance für das 24h-Rennen in diesem Jahr.

Auffällig dabei ist: Nahezu alle notierten Fahrzeuge werden leichter. Bis zu 60 kg dürfen die Hersteller aus den Autos ausladen. Der KTM-XBow (Permit A) wiegt damit nur noch knapp eine Tonne (1015 kg) und zählt zu den leichtesten Fahrzeugen des Feldes.

Abspecken dürfen aber auch die Fahrzeuge in der SP9-Klasse, ausgenommen der Audi R8 LMS, der Aston Martin V12 Vantage und der Mercedes AMG GT3. BMW, Ferrari, Lamborghini und Porsche dürfen bis zu 20 kg abladen. Der SCG003 in der Klasse SP-X wird in diesem Jahr 10 kg leichter (1310 kg) durch die Eifel fahren, als noch zum Qualirennen.

Auch beim Kraftstoffvolumen gibt es weitreichende Änderung. Bis auf Mercedes und der BMW Z4 GT3 werden nahezu alle Fahrzeuge mit weniger Volumen auskommen müssen. Bis zu zwei Liter Unterschied beträgt die zulässige Menge gegenüber dem Prologue im April. Einzig der Lamborghini erhält drei Liter mehr Volumen. In der SP-X erhält der SCG 003 zwei Liter mehr Volumen. Entsprechend begrenzt oder erweitert wurde auch die maximale Füllmenge.

Eingebremste GT4

In der SP-10 sieht das Ganze dann jedoch etwas anders aus. Während der BMW M4 GT4 70 kg (1.500 kg) zuladen muss, und damit mit dem Audi R8 GT4 (+ 40 kg) gleichzieht, bleiben die Daten beim Aston Martin V8 Vantage GT4 gleich. Neben mehr Tankvolumen für Audi und BMW – der Mercedes AMG GT4 bildet hier eine Ausnahme (- 11 Liter) – müssen sich die zwei Hersteller auch mit weniger Leistung (Audi -9 PS, BMW -18PS) zurecht kommen. Mercedes erhält mehr Power (+10 PS). Zudem erhält der Daimler mehr Ladedruck.

Wie sich das ganze auf den Rennausgang auswirkt, wird sich dann ab Donnerstag zeigen. Der Veranstalter weißt auf das Recht hin, weitere Handicapregelungen bis vor den endgültigen Wertungslauf festzulegen.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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