Zu wenig Pace am Samstag und Regenchaos in der Qualifikation am Sonntag bescherten dem Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport um Maximilian Buhk auf dem Red Bull Ring erneut keine Punkte. Auf dem 4,318 Kilometer langen Grand Prix Kurs in der Steiermark kam das Entwicklungsteam, welches das Steer-by-Wire System Space Drive der Schaeffler Paravan Technologie GmbH einsetzt zum Samstagrennen auf Platz 17 ins Ziel. Beim Sonntagsrennen im Regen bewies der Mercedes-AMG GT3 #18 und innovative Lenksystem Space Drive, das eine Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren darstellt, dass es bei solch widrigen Bedingungen konkurrenzfähig ist.

Foto: Gruppe C Photography

Das Rennen am Samstag begann für das Berliner Team, wie das letzte Rennen in Spa endete; im hinteren Mittelfeld. In einem abermals schwachen Qualifying konnte Maximilian Buhk nur die 21 schnellste Zeit setzen und hatte damit keine optimalen Voraussetzungen für ein punkteträchtiges Ergebnis. Am Ende blieb ihm auf Grund einiger Rückversetzungen seiner Kollegen immerhin Startplatz 19. Trotz starken Starts blieb die angepeilte Aufholjagd weitgehend aus. Nach einem frühen Boxenstopp – im perfekten Parallelflug mit Verfolger Marco Wittmann – konnte er seine Position zwar behaupten, den Vorteil der neuen Reifen jedoch in der zweiten Rennhälfte nicht für sich nutzen. So musste sich der 29-jährige in Duellen mit Marco Wittmann und David Schumacher letztendlich geschlagen geben und am Ende mit Platz 17 begnügen.

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Am Sonntag waren die Bedingungen gänzlich andere, strömender Regen und acht Grad Celsius beim Qualifying. Auf der Strecke herrschte teilweise Aquaplaning, was einige Unterbrechungen zur Folge hatte. Im Qualifying galt für das Team safety first – von daher blieb am Ende nur Startplatz 20, aber dafür ein intaktes Auto. Der Start – noch bei leichtem Regen brachte Maximilian Buhk vorerst keinen Positionsgewinn. Das Team ging im Rennen auf Nummer sicher und entscheid sich, auch beim späten Stopp nach Runde 22, auf Regenreifen zu bleiben. Das hätte der Schlüssel zu den ersten Punkten der Saison sein können. Die Strecke trocknete immer mehr ab. Zwar konnte der Hanseat bis auf Platz zehn vorfahren, doch in den letzten Runden waren die Teams, die sich zum Ende des Boxenstoppfensters für Slicks entscheiden hatten klar im Vorteil und so blieb dem Mercedes-AMG Team Mücke Motorspot am Ende nur Platz 15. Trotzdem konnte das Team um Maximilian Buhk zufrieden sein. Der Technologieträger, der ganz ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkeinheit und Lenkgetriebe auskommt, konnte bei diesen extrem widrigen Bedingungen gut performen und sogar einige Plätze gut machen.

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Maximilian Buhk, Space Drive Entwicklungsfahrer: „Dieses Wochenende war schwierig, speziell gestern im Trockenen haben wir zu wenig Pace gehabt. So musste ich mich in den Duellen mit Schumacher und Wittmann letztlich geschlagen geben. Im Regen heute war es deutlich besser und dann war es 50 zu 50 beim Boxenstopp, ob man auf Slicks oder Regenreifen wechselt. Ich habe mich für die sichere Variante entschieden. Jetzt wissen wir, dass wir eher auf Slicks hätten gehen sollen. Trotzdem war es im Regen heute gut, vor allem auch mit der Lenkung. Da denkt man gar nicht darüber nach.“

Peter Mücke, Teamchef Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport: „Am Samstag herrschten zwar optimale Bedingungen, aber wir waren nicht gut genug. Heute waren schwierige Entscheidungen zu fällen. Maximilian Buhk wollte auf Regenreifen weiterfahren, das muss man respektieren. Beides hatte seine Chance. Doch wenn in den letzten Rennminuten kein Regen mehr kommt, dann hat der Slick in den letzten zwei/ drei Runden klare Vorteile und so war es heute auch. Ich denke Top 10 wäre heute mit einem Slick durchaus drin gewesen. Am Ende war es aber ein sehr gutes Rennen und für die Lenkungsentwicklung ein ganz wichtiger Prüfstein, vor allem, was die Verlässlichkeit betrifft. Da sind wir auf einem Level, wo man sagen kann, 100 Prozent Verlässlichkeit. Wir waren in dieser Situation konkurrenzfähig.“

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Axel Randolph, Head of Race Project, Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co.KG: „Solche Wetterbedingungen, wie am Sonntag sind vielleicht für das Team nicht so optimal, aber für die weitere Entwicklung für des Space Drive Systems. Gerade bei diesen Gripverhältnissen, bei so einer extrem nassen Fahrbahn – teilweise mit Aquaplaning – ist es ganz entscheidend, was man für eine Rückmeldung von der Lenkung erhält. Davon lebt der Fahrer bei solchen Witterungsbedingungen und wenn er so konkurrenzfähig mitfahren kann, ist das eine wichtige Bestätigung für unsere Entwicklung.“

Jetzt hofft das Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport auf das letzte Rennwochenende. In knapp zwei Wochen findet am 8. und 9. Oktober das DTM Saisonfinale in Hockenheim statt.

Quelle: Pressemitteilung Mücke Motorsport

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