Mercedes-AMG startet mit einer starken Mannschaftsleistung, einer Podiumsplatzierung und der Tabellenführung in die neue Saison der Intercontinental GT Challenge Powered by Pirelli: Beim 12-Stunden-Rennen von Bathurst holte sich das Mercedes-AMG Team Triple Eight Race Engineering mit Shane van Gisbergen (NZL), Maximilian Götz (GER) und Jamie Whincup (AUS) den dritten Platz. Mit Rang 5 für das Mercedes-AMG Team Craft-Bamboo BLACK FALCON mit Yelmer Buurman (NED), Maro Engel und Luca Stolz (beide GER) sowie mit Rang 6 für das Mercedes-AMG Team GruppeM Racing mit Maximilian Buhk (GER), Felipe Fraga (BRA) und Raffaele Marciello (ITA) platzierten sich zwei weitere der neu entwickelten Mercedes-AMG GT3 Modelle in den Top-Ten.

Der neue Mercedes-AMG GT3 ist mit einer beindruckenden Vorstellung in die Intercontinental GT Challenge 2020 gestartet. Beim 12-Stunden-Rennen von Bathurst zeigten alle drei gestarteten, neuen Modelle bei extrem heißen Temperaturen auf dem legendären Mount Panorama Circuit eine starke Leistung. Den Grundstein hierfür legten die Fahrzeuge aus Affalterbach mit einem guten Qualifying. Alle drei Mercedes-AMG GT3 der Performance-Teams von GruppeM Racing, Triple Eight Race Engineering und Craft-Bamboo BLACK FALCON konnten sich in dem 36-Fahrzeuge zählenden Feld für das Pole-Shootout am Samstag qualifizieren. In dem Einzelzeitfahren der Top-Ten erzielte Raffaele Marciello #999 die drittbeste Zeit und sorgte damit für die beste Ausgangsposition der Fahrzeuge aus Affalterbach, neben Maro Engel #77 auf Rang sechs und der #888 mit Shane van Gisbergen auf Rang acht.

Noch bei Dunkelheit ging das hochrangig besetzte Feld am Sonntagmorgen (5:45 Uhr Ortszeit) in die 18. Auflage des Langstreckenklassikers. Dabei glückte Maximilian Buhk in der #999 ein perfekter Start, der ihn von P3 sofort an die Spitze brachte. Mehrere Safety-Car Phasen und unterschiedliche Boxenstrategien sorgten anschließend immer wieder für Klassement-Verschiebungen. Mit zunehmender Renndauer und immer heißeren Temperaturen etablierten sich die #999 (Mercedes-AMG Team GruppeM Racing), die #77 (Mercedes-AMG Team Craft-Bamboo BLACK FALCON) und die #888 (Mercedes-AMG Team Triple Eight Race Engineering) in den Top-Ten. Dabei konnte insbesondere die #999 immer wieder Führungsrunden sammeln.

In der packenden Schlussphase des Rennens entschied sich die #999 als Führungsfahrzeug für einen frühen letzten planmäßigen Boxenstopp. Zurück auf der Strecke bewies Schlussfahrer Marciello Nervenstärke und machte Druck auf die neuen Spitzenreiter. Nachdem diese auch ihre letzten Stopps absolviert hatte, lag die #999 mit sechs Sekunden Rückstand auf dem zweiten Rang, dicht gefolgt von Maro Engel in der #77. Kurz darauf musste Engel wegen eines Reifenschadens aber noch einmal unplanmäßig an die Box und büßte dadurch seine Chance auf das Podium ein.

Minuten vor dem Rennende hatte auch Marciello Reifenpech. Ein Plattfuß zwang ihn an die Box, so dass er auf den dritten Platz zurückfiel. Wieder auf der Strecke holte er sich mit einem couragierten Manöver eine Position zurück und überquerte nach 341 Runden die Ziellinie auf dem zweiten Rang. Da beim letzten Stopp der Motor des Fahrzeugs jedoch nicht Reglement-gerecht ausgeschaltet war, wurde die #999 nachträglich mit einer 30-Sekunden-Zeitstrafe belegt, was das Team auf den sechsten Platz zurückwarf. Durch diese Rückversetzung gelang allerdings der #888 mit Shane van Gisbergen, Maximilian Götz und Jamie Whincup der Sprung unter die Top-3. Schlussfahrer van Gisbergen machte den Podiumserfolg für das das Mercedes-AMG Teams Triple Eight Race Engineering perfekt.

In der Silver-Cup Wertung sorgte der Customer Racing Mercedes-AMG GT3 #46 von BLACK FALCON für einen Klassenpodium: Das Trio mit Patrick Assenheimer (GER), Sergej Afanasiev (RUS) und Michele Beretta (ITA) lag über weite Strecken des Rennens sogar in den Top-Ten der Gesamtwertung. Schlussfahrer Assenheimer brachte die #46 schließlich auf dem 14. Gesamtrang und dem dritten Platz in der Silver-Wertung ins Ziel.

In der Pro-Am Kategorie sah es während der ersten Rennstunden nach einem Klassensieg durch den Mercedes-AMG GT3 #75 von SunEnergy1 Racing aus. Ein technischer Defekt warf Dominik Baumann (AUT), Kenny Habul, Martin Konrad und David Reynolds (alle AUS) aber zurück. Nach erfolgter Reparatur konnte die #75 wieder aufschließen, musste sich im Ziel jedoch mit dem vierten Klassenplatz begnügen. Der zweite für das Rennen genannte Pro-Am Mercedes-AMG GT3, die #777 vom Team The Bend Motorsport Park, konnte nach einem Unfall im Qualifying nicht in das Rennen starten.

Erfolgreich verlief das Debüt des Mercedes-AMG GT4 beim 12-Stunden-Rennen von Bathurst. Nach einem weitgehend problemlosen Rennen kam die #19 vom Customer Racing Team Nineteen Corp. auf dem 23. Platz ins Ziel, was zugleich den zweiten GT4-Klassenrang für Mark Griffith (AUS), Dirk Müller (GER) und Harrison Newey (GBR) bedeutete.

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing: „Das war ein unglaublich aufregendes Rennen, bei dem wir bis zur letzten Sekunde gezittert haben. Ich bedanke mich bei unseren Teams und den Fahrern, die wirklich Unglaubliches geleistet haben. Schon im Vorfeld des Rennens haben sie alles darangesetzt, dass wir hier mit drei neuen GT3-Fahrzeugen an den Start gehen konnten und wir schlussendlich auch eines davon auf das Podium gebracht haben. Alle drei sind in die Top 6 – das beweist die Zuverlässigkeit des neuen Modells. Es ist toll, dass wir – wie im Vorjahr – auch wieder die Führung in der IGTC Herstellerwertung übernehmen konnten. Sehr zufrieden bin ich auch über die zwei weiteren Podiumsplatzierungen in den Klassen. Das ist ein guter Start für uns!“

Maximilian Götz, Mercedes-AMG Team Triple Eight Race Engineering #888: „Zunächst mein Dank an Triple Eight für ein super Auto. Shane ist am Ende einen klasse Stint gefahren. Er hat bis zum Schluss gefightet, was uns dann nachträglich noch den dritten Rang beschert hat. Natürlich tut es mir auch leid für die Kollegen vom Team GruppeM Racing, die den Reifenschaden und die Strafe hatten. Aber das ist eben Rennsport. Für uns war es ein guter Start in die Saison.“

Jamie Whincup, Mercedes-AMG Team Triple Eight Race Engineering #888:„Wir stehen zwar auf dem Podium, aber das war eigentlich so nicht unser Ziel. Wir wollten das Rennen gewinnen, aber das war heute einfach nicht drin. Der Sprung auf das Podium in der turbulenten Schlussphase war glücklich, aber nicht unverdient. Wir haben alles gegeben.“

Shane van Gisbergen, Mercedes-AMG Team Triple Eight Race Engineering #888: “Der dritte Platz ist ein gutes Ergebnis. Uns hat vielleicht etwas die Pace für einen Platz ganz vorne gefehlt. Insofern sind wir alle sehr zufrieden. Wir haben das Maximum herausgeholt.“

Maro Engel, Mercedes-AMG Team Craft-Bamboo BLACK FALCON #77: „Das Team hat megamäßig gearbeitet. Craft-Bamboo und BLACK FALCON – beide Teams zusammen. Das Auto war der Hammer. Wirklich stark. Tja, und dann die letzten Minuten. Plötzlich hatten wir einen Reifenschaden, der sich nicht angekündigt hatte. Vermutlich ein Carbonteil, das den Reifen durchstochen hat. Das ist schade und tut mir sehr leid für alle, die so hart gearbeitet haben. Trotzdem ist das Debüt des neuen Mercedes-AMG GT3 in der IGTC geglückt. Das Auto war unter extrem harten Bedingungen schnell und zuverlässig.“

Raffaele Marciello, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing #999: “Natürlich bin ich enttäuscht über das Ergebnis. Das war einfach nur Pech. Wir hatten das nicht verdient. Aber das gehört nun mal auch zum Motorsport. Was unsere Leistung angeht, haben wir unser Bestes geben. Ich bin sehr stolz auf meine Teamkollegen.“

Patrick Assenheimer (GER), BLACK FALCON #46: „Das war mein erstes Rennen auf dem Mount-Panorama. Ich muss sagen, das war eine super Erfahrung. Das ist wirklich eine hammergeile Rennstrecke. Wir haben lange um den Sieg in der Klasse gekämpft. Am Schluss war es der dritte Platz. Das ist auch okay für uns. Wir waren alle das erste Mal hier und sind sehr glücklich.“

Mark Griffith (AUS), Nineteen Corp. #19: „Der Mercedes-AMG GT4 war komplett neu für uns. Das Team hat das Auto aber perfekt vorbereitet und so konnten wir uns schnell zurechtfinden. Im Rennen lief das Auto problemlos. Dirk hatte mal eine kleinere Berührung, aber ansonsten war alles ohne größere Zwischenfälle.“

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