Der gelernte Anwalt und ehemalige Amateurfahrer Mosley stieg zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Geschichte des Motorsports auf. Neben seinen vielen Errungenschaften im Sport half er, den modernen GT-Rennsport zu formen und spielte dabei eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der SRO.

Nach der Mitgründung von March Engineering und dem späteren Beitritt zu Bernie Ecclestones Formula One Constructors‘ Association (FOCA) wurde Mosley 1993 zum FIA-Präsidenten gewählt und hatte dieses Amt bis 2009 inne. Seine drei Amtszeiten waren geprägt von einem modernisierenden Ansatz im sportlichen Bereich sowie einer bedeutenden Kampagne zur Verkehrssicherheit.

Max Mosley Stéphane Ratel
Foto: SRO-motorsports.com

Mosley sorgte auch dafür, dass in der FIA-GT-Meisterschaft ein Balance of Performance (BOP)-System eingeführt wurde. Da er erkannte, wie wichtig es ist, dass mehrere Hersteller auf gleicher Augenhöhe miteinander konkurrieren, arbeitete er mit dem technischen Berater der FIA, Peter Wright, zusammen, um eine Plattform zu schaffen, die einen engen Wettbewerb zwischen einer Vielzahl von Autos fördert.

Es erwies sich als ein großer Erfolg und ebnete den Weg für die Einführung der GT3-Kategorie durch die SRO. Mosley glaubte an das neue Konzept und leitete zusammen mit Stéphane Ratel dessen Einführung im Jahr 2005. Mehr als 15 Jahre später stellt diese die größte GT-Formel der Welt dar und setzt weiterhin auf die Prinzipien des BOP. In der Tat wurde die Idee inzwischen von vielen anderen Serien übernommen.

Mehr noch: Indem er der SRO 2003 die Förderung der FIA-Sportwagenmeisterschaft anvertraute, förderte Mosley eine Annäherung zwischen der FIA und dem ACO. Die Serie wurde dann 2005 mit der ELMS zur Le Mans Endurance Series zusammengelegt, was wiederum zur Gründung der FIA World Endurance Championship führte.

Im weiteren Sinne fiel Mosleys Amtszeit bei der FIA mit dem Wachstum der SRO in den neunziger Jahren und bis ins 21. Jahrhundert hinein zusammen, in dem seine Unterstützung und sein Rat von großer Bedeutung waren.

Im Namen des gesamten SRO-Teams sendet Stéphane Ratel sein aufrichtiges Beileid an Max‘ Frau Jean und ihre Familie.

Stéphane Ratel, Gründer und CEO der SRO Motorsports Group: „Ich war sehr traurig, als ich von Max‘ Tod erfuhr. Er war eine so bedeutende Figur im internationalen Motorsport und hat einen enormen Beitrag dazu geleistet, unseren Sport zu dem zu machen, was er heute ist, vor allem in Bezug auf die Sicherheit. Seine Intelligenz und Erfahrung wurden immer sehr geschätzt, wenn die SRO mit der FIA zusammenarbeitete. Seine Rolle bei der Schaffung der Balance of Performance war besonders wichtig und ist nur eine der vielen Leistungen, für die er in Erinnerung bleiben wird.“

Quelle: SRO-motorsports.com

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