Kleines Bauteil, große Wirkung: Ein technischer Defekt am Schaltgestänge des Cupra TCR hat mathilda racing beim sechsten Lauf der VLN, dem 42. RCM DMV Grenzlandrennen, eine Top-Platzierung gekostet. Nach vier Stunden überquerten Matthias Wasel und Frederic Yerly auf der vierten Position die Ziellinie. Die Führung in der VLN Klassensieger-Trophäe konnte das Duo aber dennoch behaupten.

Beim sechsten Lauf der VLN hatte die Eifel ihr berüchtigtes, wechselhaftes Wetter für Teams und Fahrer aufgeboten. Im morgendlichen Zeittraining sorgte starker Regen für eine rutschige Strecke. Die beiden Stammfahrer Matthias Wasel und Frederic Yerly ließen es zwar vorsichtig angehen, konnten sich aber dennoch auf dem dritten Platz in der TCR-Klasse sowie auf dem 35. Gesamtrang platzieren.

Nach einem Regenschauer in der Anfangsphase des Rennens trocknete die Strecke nach und nach ab. Startfahrer Yerly schonte den Dunlop-Regenreifen zu Beginn des Rennens und blieb dabei in Schlagdistanz zu den beiden führenden Autos von Moller Bil und Max Kruse Racing. Nach der siebten Runde mussten die beiden zum Reifenwechsel in die Box und der mathilda Cupra übernahm die Führung.

Doch wenige Minuten später folgte das Entsetzen bei mathilda racing: Yerly konnte nicht mehr schalten und musste in die Box. Das Problem am Schaltgestänge konnte schnell lokalisiert und behoben werden. Doch gute zehn Minuten Reparaturpause sind gleichbedeutend mit einer Runde Rückstand und einem Ende aller Träume für eine Top-Platzierung. „Ich muss mich bei den Mechanikern und unseren beiden Fahrern bedanken, dass wir schlussendlich mit dem vierten Platz noch drei wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln konnten“, resümierte mathilda-Teamchef Michael Paatz.

In der VLN Klassensieger-Trophäe ist die Spitze nun dichter zusammen gerückt. Dennoch liegen Matthias Wasel und Frederic Yerly weiterhin mit einem deutlichen Vorsprung an der Spitze. Paatz ehrgeizig: „Wir haben es nach wie vor selber in der Hand und wollen die Führung in den kommenden Rennen bis zum Saisonende behaupten.“

Foto: L. Rodrigues

Auch der Scirocco von mathilda racing war wieder mit von der Partie: Nach einem Ausrutscher im Qualifying fehlten dem Scirocco ein paar Zentimeter der Heckpartie. „Zum Glück hat es fast nur Blech erwischt und das Auto konnte am Rennen teilnehmen“, zeigte sich Paatz erleichtert. Im Rennen konzentrierten sich die beiden Piloten Timo Hochwind und Lukas Niedertscheider auf das Wesentliche – ankommen und die notwendigen Runden für die „A“-Permit sammeln. Der siebte Platz in der Klasse VT2 war mit dem angeschlagenen Scirocco ausreichend. Damit dürfen sich die beiden Nordschleife-Neulinge zukünftig auch höheren Aufgaben zuwenden. Ab sofort sind sie in einem Cupra TCR startberechtigt. „Mal sehen, ob wir nicht die beiden in diesem Jahr noch in einem Cupra sehen“, so Paatz vielsagend. Bei nächsten VLN-Rennen muss Niedertscheider allerdings aussetzen, denn auf ihn wartet der Start bei der TCR Germany.

In drei Wochen kehrt mathilda racing auf die Nordschleife zurück: Am 28. September findet das siebte VLN-Rennen des Jahres statt. Beim 59. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen will der Kölner Rennstall wieder nach einer Top-Platzierung greifen.

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