Die Enttäuschung war den Fahrern und Teammitgliedern ins Gesicht geschrieben: Nach zwei Siegen in den ersten beiden Saisonrennen der Nürburgring Langstrecken-Serie musste das mathilda racing – Team LAVO Carwash beim dritten Lauf des Jahres, dem 45. RCM DMV Grenzlandrennen, einen enttäuschenden Doppelausfall verzeichnen. Die beiden VW Scirocco R fielen schon in der Anfangsphase des Rennens aus, was den Titelkampf im weiteren Saisonverlauf deutlich erschwert.

Nach dem morgendlichen Zeittraining herrschte beim mathilda racing – Team LAVO Carwash noch Zuversicht. Während der VW Scirocco R von Felix Schumann, Michael Paatz und Timo Hochwind die Pole-Position in der Klasse VT2-FWD erzielte, landete das Schwesterauto von Timo Beuth und Benjamin Cartery auf dem vierten Platz.

Das gesteckte Ziel, mit beiden Fahrzeugen auf dem Podium zu landen, fand auch beim Start des Rennens einen guten Anfang. Startfahrer Timo Beuth schob sich schon im Bereich der GP-Strecke auf den zweiten Platz nach vorne, während Michael Paatz die Führungsposition in der Klasse halten konnte. Mit einer Scirocco-Doppelführung bog das Starterfeld der VT2-FWD-Klasse auf die Nordschleife ab.

Doch nur wenige Minuten später wendete sich das Blatt, denn beide Fahrzeuge überstanden die erste Rennrunde nicht schadlos. Timo Beuth musste seinen Scirocco infolge einer Kollision mit Lenkungsproblemen abstellen. Die zweifachen Saisonsieger und Titelfavoriten im zweiten Scirocco schieden ebenfalls aus: Startfahrer Michael Paatz wurde von einem schnelleren Fahrzeug am Heck getroffen, woraufhin der Scirocco unvermittelt in die Leitplanken abbog. Das Rennen endete mit einem heftigen Einschlag, bei dem alle beteiligten Fahrer glücklicherweise unverletzt blieben.

Schwierige Voraussetzungen für den Titelkampf

In Hinblick auf den Meistertitel in der Nürburgring Langstrecken-Serie ist der Doppelausfall ein großer Rückschlag. Das mathilda racing – Team LAVO Carwash musste die Gesamtführung nach dem dritten Rennen des Jahres abgeben und liegt nur noch auf dem siebten Platz. Die Titelfavoriten können sich im Verlauf des Jahres zwar ein Streichergebnis erlauben, doch dafür müssen alle acht Saisonrennen planmäßig stattfinden. Und die Eifel hat in diesem Jahr schon einmal gezeigt, dass das Wetter eine Unbekannte ist – insbesondere beim Saisonfinale, das erst im November geplant ist.

„Das Rennen ist für uns sehr unglücklich gelaufen“, sagt Teamchef Michael Paatz. „Nach dem starken Qualifying, bei dem beide Autos problemlos liefen, waren wir für das Rennen sehr zuversichtlich. Allerdings mussten wir frühzeitig die Heimreise antreten. Das ist vor allem für den Titelkampf ein großer Dämpfer, denn im weiteren Saisonverlauf dürfen wir uns keine Fehler mehr erlauben. Zudem müssen wir hoffen, dass sich das Wetter im November von seiner besten Seite zeigt.“

Das Team erwartet in den kommenden Tagen eine große Herausforderung, denn die Schäden am Scirocco mit der Startnummer 497 sind groß und die Zeit bis zum nächsten Rennen sehr knapp. Schon am 9. Juli, also in weniger als zwei Wochen, wartet mit dem ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen ein Saisonhöhepunkt auf das mathilda racing – Team LAVO Carwash. Ob sich die Schäden bis dahin beseitigen lassen, ist noch unklar.

Quelle: Pressemitteilung mathilda racing

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