Nach zwei missglückten Rennen hatte das mathilda racing – Team LAVO Carwash beim 12h-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie wieder allen Grund zum Jubel: Beim Saisonhöhepunkt erreichte das Kölner Rennteam mit dem VW Scirocco R einen zweiten Platz in der VT2-FWD-Klasse. Das Schwesterauto gehörte ebenfalls zu den schnellsten Fronttrieblern im Starterfeld, doch eine defekte Antriebswelle verhinderte den Klassensieg.

Foto: Mario Herzog

Im blauen Scirocco #498 gingen Timo Beuth und Benjamin Catery an den Start, während das Schwesterauto, der gelb-grüne Scirocco #489, von den Stammfahrern Timo Hochwind und Felix Schumann pilotiert wurde. Beide Duos erhielten Unterstützung von Jan Marschalkowski, der normalerweise einen Mercedes-AMG GT3 im ADAC GT Masters pilotiert und an diesem Wochenende die notwendigen Rennrunden für seine Nordschleifen-Permit absolvieren sollte.

Über die Sommerpause hatten die Mechaniker eine Glanzleistung vollbracht und zwei Fahrzeuge repariert bzw. aufgebaut, nachdem das Team bei den letzten Rennen von mehrfachen Unfällen betroffen war. Die gute Arbeit zahlte sich aus, denn schon im Qualifying überzeugten beide Autos mit guten Rundenzeiten sowie den Startplätzen zwei und vier.

Der erste Teil des 12h-Rennens wurde durch ständige Regenschauer bestimmt. Die wechselnden Wetterbedingungen und Streckenverhältnisse machten die Reifenwahl nicht einfach, doch Team und Fahrer trafen stets die richtigen Entscheidungen. In der Folge kämpften sich beide Fahrzeuge sukzessive nach vorne, sodass der gelb-grüne Scirocco #489 rund eine Stunde vor dem Ende in Führung lag. Allerdings fielen die Hoffnungen auf den Gesamtsieg schon am Samstagabend einer defekten Antriebswelle zum Opfer.

Defekte Antriebswelle verhindert Klassensieg

Foto: L. Rodrigues

Nichtsdestotrotz entschied sich das Team dazu, den gelb-grünen Scirocco für den zweiten Rennteil am Sonntag wieder fitzumachen. Mit einem Rückstand von acht Runden hetzten Felix Schumann und Jan Marschalkowski dem Rest des Feldes hinterher. Das Duo dominierte die Klasse und holte sich in den verbliebenen sechs Stunden nicht nur zwei Runden zurück, sondern auch mit Abstand die schnellste Rennrunde. Schlussendlich wurde das Fahrzeug, das in Anlehnung an den bekannten Manthey-Porsche den Spitznamen „Grelly“ bekam, auf dem fünften Platz in der VT2-FWD-Klasse gewertet.

Noch besser lief es für das blaue Schwesterauto #498. Timo Beuth und Benjamin Cartery, die im bisherigen Saisonverlauf vom Pech verfolgt waren, konnten ihr Potenzial endlich unter Beweis stellen. Gemeinsam mit Jan Marschalkowski, der lediglich am Samstag einen Stint absolvierte, erkämpften sich die beiden Stammpiloten den zweiten Platz.

In vier Wochen kehrt das mathilda racing – Team LAVO Carwash auf die Nordschleife zurück. Der 54. ZEWOTHERM ADAC Barbarossapreis am 8. Oktober markiert das drittletzte Rennen des Jahres, das über die gewohnte Distanz von vier Stunden ausgetragen wird.

Quelle: Pressemitteilung mathilda racing

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