Rennfahrer Markus Pommer konnte beim einzigen Auslandsgastspiel im ADAC GT Masters den Aufwärtstrend nicht fortsetzen. Auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg standen nach zwei turbulenten Rennen am Ende nur die Ränge 21 und 18 zu Buche.

Für den Rennfahrer Jeffrey Schmidt und seinem Corvette-Team Callaway Competition war beim fünften Lauf des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring nichts zu holen. In den beiden Rennen in der österreichischen Steiermark, von denen auch die Callaway-Corvette betroffen war, verpasste er mit den Plätzen 21 und 18 die erhofften Punkteränge.
Es soll einfach nicht sein: Der fünfte Lauf des ADAC GT Masters am vergangenen Wochenende (16. – 18. Oktober) auf dem Red Bull Ring endete für den Corvette-Piloten Markus Pommer erneut in einer Enttäuschung. Beim GT-Gipfeltreffen in der österreichischen Steiermark kam er und sein Schweizer Teamkollege Jeffrey Schmidt vom Team Callaway Competition, mit der dort sonst so starken Corvette C7 GT3-R, nach einem von einer wahren Strafenflut beeinträchtigten Rennen auf den Positionen 21 und 18 ins Ziel.

TRACK LIMIT-Festival: Wegen Missachtung der Streckenmarkierungen (Track Limits) verhängte die Rennleitung am gesamten Wochenende gegen zahlreiche Fahrzeuge Zeit- oder Durchfahrtstrafen, bei der auch die Callaway-Corvette von Markus Pommer und Partner Jeffrey Schmidt mit der Startnummer 77# nicht ungeschoren davonkam. Ein Thema welches später eine heiße Diskussion auslöste.

Der erste Saisonsieg auf dem Sachsenring sollte einen Schub geben und den schwierigen Saisonstart vergessen machen, doch statt des Aufwärtstrends, scheint nun die Rückkehr in die Erfolgsspur nur von kurzer Dauer gewesen sein. Auf dem 4.318 Meter langen Formel-1-Kurs am Spielberg holte ihn die bittere Realität wieder ein. Erneut stand man am Ende mit leeren Händen da und die Saison scheint nun zu einer wahren Achterbahnfahrt zu werden.

Markus Pommer
Foto: ADAC GT Masters / Gruppe C Photography

„Es war eiskalt, auf den Bergen lag Schnee. Vergangene Saison war das alles im Hochsommer, was dem Auto deutlich besser liegt“, sagte Markus Pommer, der bereits nach den ersten Trainingssitzungen ahnte, dass es ein richtig schweres Wochenende werden soll. Und er sollte rechtbehalten, denn aufgrund der Corona-Pandemie spät im Kalender angesetzten Lauf in der Alpenrepublik, musste er sich zunächst mit widrigen und wechselnden Wetterbedingungen auseinandersetzen. Temperaturen knapp über den Gefrierpunkt und Regen erschwerten ihm und sein Team bei der Suche nach dem richtigen Setup.

Der Samstag verlief für Markus Pommer und seinem Team Callaway Competition nicht viel besser. Im ersten Qualifying des Wochenendes plagten ihn Probleme mit dem Funk. So konnte ihn sein Team nicht darauf hinweisen, dass die Rennleitung ihn außerhalb des „Track Limits“ sah. In Folge dessen wurden ihm die schnellsten Zeiten gestrichen, was bedeutete, dass die Corvette von Markus Pommer und Jeffrey Schmidt vom letzten Startplatz ins Rennen gehen musste. Aufgrund des engen Zeitfensters war auch eine ausführliche Klärung vor dem Samstagsrennen nicht mehr möglich.
„Von ganz hinten, mit 30 Kilo und vollgetankt war es richtig schwer“, sagte Pommer, der sich dennoch mit Partner Jeffrey Schmidt im ersten der zwei Rennen mit viel Kraftaufwand auf Rang 21 vorkämpfen konnte.

Im ersten Rennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Red Bull Ring gab es schließlich so viele Verstöße gegen die „Track Limits“, dass die Rennleitung die Vergehen nicht weiter verfolgen konnte. Die Folge war letztlich, dass man eine zusätzliche Fahrerbesprechung am Abend ansetzte, um die Thematik klarzustellen und das weitere Vorgehen bei Verstößen gegen die „Track Limits“ zu bestimmen.

Der Sonntagmorgen hat dann etwas vielversprechender begonnen. Bei Außentemperatur knapp über der Nullmarke und herbstlichen Sonnenstrahlen legte Pommers Teamkollege Jeffrey Schmidt eine starke Rundenzeit auf den Asphalt, die jedoch um 0,246 Sekunden hinter der begehrten Poleposition lag. Allerdings musste sich das Callaway-Duo, in dem am härtesten umkämpftenQualifying in der Geschichte des ADAC GT Masters, jedoch mit Startplatz 13 arrangieren. Das aus 30 Fahrzeugen bestehende und starkbesetzte Starterfeld lag von den Zeiten her so eng beieinander, dass sich ganze 26 davon innerhalb einer Sekunde befanden (17 Autos waren durch weniger als eine halbe Sekunde getrennt). Es war zwar sicherlich nicht die optimalste Startposition, doch das Vertrauen in die Callaway-Corvette machte Hoffnung auf die Punkteränge.

Von Position 13 in das 200. Rennen der weltweit stärksten nationalen GT-Serie gestartet, lief es dann trotz eines nicht perfekt verlaufenenStarts etwas besser. „Das Auto war im Rennen richtig gut, sehr schnell – fast wie im Vorjahr. Man hat gesehen, dass ich ohne Erfolgsballst einen guten Rhythmus gefunden habe und konkurrenzfähige Zeiten fahren konnte.“, berichtete Markus Pommer.

ADAC GT Masters, 9. + 10. Lauf Red Bull Ring 2020 - Foto: Gruppe C Photography Callaway Competition Corvette GT3 Markus Pommer Jeffrey Schmidt
Foto: Gruppe C Photography

Doch schon nach der ersten halben Stunde des Rennens, noch bevor Markus Pommer die Corvette übernahem, kam das heiß diskutierte Thema des „Track Limits“ erneut auf. Wie viele andere Teams, wurde auch die Corvette von Markus Pommer und Jeffrey Schmidt erneut Opfer eines scheinbar sehr schwierigen und komplizierten Themas. NachAussage der Rennleitung überschritt die Callaway-Corvette mehrfach die Vorgaben des „Track Limits“, die Boxencrew wurde allerdings viel zu spät darüber informiert, so dass man der Startnummer 77# eine Durchfahrtsstrafen auferlegte. Das Chaos nahm seinen Lauf. Mit einer weiteren Zeitstrafe, die man hätte beim Fahrerwechsel absolvieren müssen, durfte auch Pommer eine weitere Durchfahrtsstrafe auf sich nehmen. Wie vielen anderen Teams war dieses Prozedere, zum abgelten der Strafe auch ihm und seinem Team nicht bekannt. Somit war das Rennen für ihn und Schmidt schon fast gelaufen.

Am Ende brachte der 29-Jährige die Corvette auf Rang 18 ins Ziel. Trotz der beiden Strafen verpasste das Team um drei Positionen die Punkteränge.

„Diese Probleme sind seit Jahren am Red Bull Ring bekannt, doch dieses Mal waren wir besonders betroffen. Allerdings war das schon eine sehr komische, unkonstante Linie, denn am samstags haben sie das gar nicht geahndet. Aber so ist der Sport. Für jeden gelten dieselben Regeln. Es ist am Wochenende vielen so gegangen. Uns ist es unglücklicherweise gleich mehrfach passiert. Wenn man sehr tief sitzt und am Limit fährt sowie um jedes Zehntel kämpft, kann das schon mal passieren. Es ging hierbei ja auch um Zentimeter, die du als Fahrer im Auto so genau nicht einschätzen kannst. Erst recht nicht im Rennen, wo du dich auf den Vordermann konzentrierst.“ sagt Markus Pommer.

Für Markus Pommer und seinem aus dem benachbarten Leingarten stammenden Corvette-Team geht es in weniger als zwei Wochen erneut zum DEKRA Lausitzring, wo das ADAC GT Masters im Juli in die Saisongestartet ist, da der geplante Lauf im niederländischen Zandvoort gestrichen wurde. Zu hoch waren zuletzt die Zahlen von Neuinfizierten des Covid-19 Virus, dass ein Rennwochenende im kürzlich ernannten Risikogebiet den Niederlanden nicht möglich ist.

Quelle: Facebook-Kanal Markus Pommer Racing Driver

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