Manthey hat den siebten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie gewonnen. Der gelbgrüne Neunelfer pilotiert von Michael Christensen und Kévin Estre überquerte nach sechs Stunden und 40 Runden als Erster die Ziellinie. Das Sechsstundenrennen gilt mit 50 Prozent mehr Rennaction als der Höhepunkt des NLS-Kalenders. Zeitgleich war dies der 55. Gesamtsieg für das Meuspather Team und der 222. für Porsche bei dem Langstreckenchampionat auf der Nordschleife.

Foto: L. Rodrigues

Das Zeittraining am Samstag begann für alle 139 Teilnehmer pünktlich um 8:30 Uhr. Bei schwierigen Streckenbedingungen mit teils abtrocknenden, aber auch nassen Abschnitten, umrundete Kévin Estre die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Nordschleife und Sprintstrecke des Grand-Prix-Kurses in 8:37,399 Minuten und sicherte somit Startplatz sechs.

In einem ereignisreichen Rennen mit spannenden und teilweise sehr harten Zweikämpfen setzte sich Startfahrer Estre bereits in Runde drei an die Spitze des Feldes und übergab den Neunelfer auf Position eins liegend an Michael Christensen. Durch eine konstante Fahrleistung und die richtigen strategischen Entscheidungen führte das Team fast über die gesamte Renndistanz von sechs Stunden und sah als Sieger die Zielflagge beim ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen.

Foto: L. Rodrigues

Mit diesem weiteren Erfolg blicken Manthey und Raeder Motorsport auf eine erfolgreiche Bilanz bei Sechsstundenrennen auf der Nordschleife zurück. Bereits neun Mal gewannen Manthey und Raeder Motorsport das Saisonhighlight der Langstrecken-Serien in der Grünen Hölle: Mit Manthey-Racing in den Jahren 2007 bis 2010 sowie 2016, 2017 und 2021. Raeder Motorsport stand in den Jahren 2004 und 2011 ganz oben auf dem Podest, wobei der jüngste Erfolg als „Initialzündung“ zur Fusion beider Unternehmen im Jahr 2013 gilt. Aber auch von Schicksalsschlägen und Niederlagen blieb das Team nicht verschont. Besonders in Erinnerung geblieben ist der tragische Unfall von Ulrich Richter am 4. August 2001, als der 44-jährige Essener Autorennfahrer beim ADAC-Ruhr-Pokal-Rennen auf dem Nürburgring tödlich verunglückte. Der Unfall ereignete sich keine Stunde vor Ende des auf sechs Stunden angesetzten Rennens im Streckenbereich Tiergarten der Nürburgring-Nordschleife. Richter gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Langstreckenrennfahrern. Mit 28 Gesamtsiegen in der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring nimmt er in der ewigen Bestenliste immer noch Rang drei ein.

Das nächste Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie, der 53. ADAC Barbarossapreis, findet am 25. September 2021 statt und geht über die Distanz von vier Stunden.

Martin Raeder, Olaf Manthey und Nicolas Raeder
Foto: Manthey

Nicolas Raeder, Geschäftsführer Manthey-Racing GmbH: „Ich bin sehr stolz, dass wir zehn Jahre nach dem Sieg mit Raeder Motorsport hier wieder gewinnen konnten. Mit dem Grello haben wir hier auch in den Jahren 2016 und 2017 gewonnen, aber der Sieg im Jahr 2011 mit unserem Audi TT war der Moment, in dem wir mit Manthey zusammengekommen sind. Daher ist das Sechsstundenrennen für Martin, Olaf und mich etwas ganz Besonderes. Aus diesem persönlichen Grund war das heutige Rennen sehr wichtig und bin sehr froh und stolz auf die gesamte Mannschaft, dass alles so gut geklappt hat.“

Olaf Manthey, Gründer Manthey-Racing GmbH: „Das 6h-Rennen hier oben hat eine emotionale Größe für uns. In der Vergangenheit ist sehr viel passiert und bis zu unserem ersten Sieg war dieses Rennen nie unser Freund. Im Jahr 2001 haben wir Ulli Richter, unseren Fahrer und einen sehr guten Freund von mir, kurz vor dem Rennende verloren und 2007, ein paar Tage vor dem Rennen, meinen Sohn. Danach konnten wir vier Siege in Folge (2007-2010) einfahren. Und der Erfolg der Raeder Jungs in 2011 hat schließlich dazu geführt, dass beide Firmen zusammengeführt wurden. Ich bin sehr stolz auf unsere Erfolge bei diesem Rennen.”

Foto: L. Rodrigues

Michael Christensen, Porsche 911 GT3 R No. 911: „Ein tolles Rennen und es freut mich sehr, einen weiteren Sieg für Manthey und Porsche hier eingefahren zu haben. Das ist nun schon eine beeindruckende Siegesbilanz. Kévin hatte einen super Start und setzte sich schnell an die Spitze. So konnten wir uns voll auf unseren Stint und die Strategie fokussieren. Das Auto war super und wir hatten keinerlei Probleme. So war es ein perfektes Rennen für uns.“

Kévin Estre, Porsche 911 GT3 R No. 911: „Ich bin sehr stolz über diese beeindruckenden Zahlen. 55 Erfolge für Manthey und 222 Gesamtsiege für Porsche – das krönt diesen tollen Erfolg. Das Qualifying war nicht perfekt, aber im Rennen hatte ich eine super erste Runde und wir konnten ab Runde drei das Feld kontrollieren. Danach haben wir in allen Punkten die richtigen Entscheidungen getroffen. Die gesamte Crew hat ein perfektes Rennen abgeliefert.“

Quelle: Pressemitteilung Manthey Racing

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