In unserer heutigen Ausgabe der Liga der Außenseiter schauen wir auf Ganser Motorsport, die mit einem Honda Accord die BMW-Armada in der V4 aufmischen wollen.

Traditionell besteht die V4-Klasse der VLN fast ausschließlich aus Fahrzeugen der Marke BMW, doch Ganser Motorsport möchte das mit einem japanischen Fahrzeug ändern, genauer gesagt einem Honda Accord Type R. Die Mannschaft rund um die 22-jährige Sarah Ganser aus Aachen wird nach dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring drei bis vier Starts mit dem Honda in der VLN machen.

Während der Accord erst nach dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring VLN-Luft schnuppern wird, wird er aber auch vorher schon auf Rennstrecken bewegt werden. Am 25.03 wird die Mannschaft mit dem Fahrzeug im belgischen Zolder testen um den Boliden richtig einzustellen. Dazu wird es vor dem 1. Einsatz in der VLN auch einen Testeinsatz in der RCN geben. Beim Einsatz in der Rundstrecken Challenge Nürburgring wird die Mannschaft noch weitere Werte sammeln, z.B. bezüglich der Tankdistanz.

Foto: Ganser Motorsport

Auch optisch wird sich am Honda noch etwas tun, momentan erstrahlt er noch im leuchtenden Gelb, doch das wird bei den VLN-Läufen nicht mehr so sein. Zwar wird der gelbe Grundfarbton erhalten bleiben, doch die japanische Limousine wird eine grüne Teilfolierung bekommen.

Als Pilotin ist bislang Sarah Ganser fixiert, dazu ist geplant, dass neben der 22-jährigen Ben Seifert ins Lenkrad des Hondas greifen wird. So ist Seifert ein Quereinsteiger in den Motorsport, der von Sarah Ganser angelernt wurde. Nachdem er nun einige Rennen mit anderen Fahrern fuhr, wurde er nun noch einmal von Ganser „nachgeschliffen“, so dass sie sich sichern sein kann, dass er ebenfalls ein fairer und bewusster Fahrer sein wird.

Die 22-jährige Ganser hat jetzt bereits 13 Jahre Erfahrung im Rennsport, nachdem sie anfangs im Kartsport unterwegs war, fährt sie nun seit sieben Jahren Autorennen und davon sechs im eigenen Team. Der Entschluss zum eigenen Team kam dadurch, dass Sarah Ganser bereits im Kartsport häufiger Pech mit den Teams hatte und dann den Entschluss getroffen hat auf eigene Faust weiterzumachen – so wurde Ende 2011 Ganser Motorsport gegründet. Sarah ist Teamchefin und Fahrerin in Personalunion, während ihr Vater Robert die Rolle des Teammanagers übernimmt. So denkt Sarah Ganser, dass es mit dem eigenem Auto in der VLN zu starten riskant, aber machbar ist.

Zudem wird die Mannschaft auch beim 24h Classic Rennen im Rahmen des 24h-Rennens auf dem Nürburgring an den Start gehen. Ganser Motorsport wird dort einen BMW 318iS an den Start bringen. Der BMW wurde von Sarah auf den Namen Finn getauft, sie benennt alle Fahrzeuge mit Namen – wie der Honda Accord heißen wird weiß sie allerdings noch nicht, dass wird sich nach den ersten Tests mit dem Japaner entscheiden.

Als Ziel setztman sich unfallfrei die Rennen durchzufahren. Wenn man dann am Ende der Rennen um Platz 10 in der V4 platziert wäre, wäre es laut Sarah Ganser ein cooles Ergebnis.

 

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Ein Kommentar zu “Liga der Außenseiter: Ganser Motorsport mischt BMW-Armada in V4 auf

  1. Honda da sage ich nur Kununu und das Image ist dahin.
    Eine Marke die ich gerade zu verabscheue.
    Es gibt wohl kaum einen Hersteller der in kürzester Zeit sein Ansehen dermaßen vor die Wand gefahren hat wie Honda in Deutschland.
    Das Management ist einfach zu gut.
    Viele Honda Händler können ein Lied davon singen und zwar sehr laut.

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