Haase, Mies und van der Linde gewinnen in letzter Minute die zweite Ausgabe der California 8 Hours der Intercontinental GT Challenge 2018 auf dem Weathertech Raceway Laguna Seca.

Sonnige, aber etwas kühle Bedingungen trafen die Teilnehmer zum Start der zweiten Ausgabe der California 8 Hours, die am Sonntagmorgen um 9.15 Uhr (Ortszeit) stattfanden. Kelvin van der Linde, am Steuer des #29 Audi von Land Motorsport, konnte beim Start den ersten Platz für sich beanspruchen, obwohl Raffaele Marciello (#43 Mercedes-AMG GT3, Team Strakka Racing) versuchte, ihn an der ersten Kurve zu überholen. Daran sollte sich in der ersten Stunde nicht viel ändern, obwohl Marciello immer wieder versuchte, an v. d. Linde vorbeizukommen. Zum Ende der ersten Rennstunde sollte das dem Schweizer jedoch gelingen und er ließ v. d. Linde hinter sich.

Bis zur sechsten Rennstunde konnte sich die Strakka-Mannschaft an der Spitze behaupten. Man bot sich hier einen regelmäßigen Führungswechsel mit dem besten der drei gestarteten Bentley Continental GT3. Durch kluge Boxenstrategie konnten Vincent Abril, Andi Soucek und Maxime Soulet im Continental #8 des Bentley Team M-Sport an die Spitze vorarbeiten einige Führungskilometer für sich beanspruchen. Gestartet war die Mannschaft im britischen Luxus-Schiff auf Platz 12. Ein Reifenschaden ließ das Team letztlich jedoch auf Platz sechs bei der Zieleinfahrt „verenden“.

Für Strakka_Racing endete das Rennen aufgrund technischer Probleme und kleinerer Kollisionen auf Gesamtrang sieben. Marciello sammelte in Folge eines Kontakts mit dem Audi #17 des Team WRT Staub auf, welcher die Airbox seines Daimlers verstopfte. Das sorgte letztlich dafür, dass es dem Fahrzeug an Power fehlte. Ein Kontakt mit dem Gesamt-Viertplatzierten Porsche 911 GT3 #911 von Wright Motorsport, mit Romain Dumas, Fred Makowiecki und Dirk Werner am Steuer, sorgte wenige Minuten vor Schluss für einen Reifenschaden, weswegen man als Gesamt-Siebter das karierte Tuch sah.

Beeindruckend kämpften sich die drei Audipiloten von Land Motorsport an die Spitze zurück, nachdem die Mannschaft zwei Durchfahrtsstrafen kassierte. Robin Frijns, Dries Vanthoor und Markus Winkelhock, im Audi #19 des Audi Sport Team WRT, blieben bis zum Schluss in Schlagdistanz. Letzlich konnte das Trio die Fünf-Sekunden-Lücke nicht aufschließen, weswegen man auf Platz zwei auf die Zielgerade einbog.

Das Podest komplettierten Maro Engel, Maxi Buhk und Tristan Vautier im MErcedes AMG GT3 #175 von Sun-Energy Racing. Für Vautier reichte der dritte Gesamtrang aus, den Fahrertitel der Intercontinental GT Challenge 2018 einzufahren. Für Mercedes-AMG reichte das nicht aus. Die Herstellerwertung gewinnt der Ingolstädter Fahrzeughersteller Audi damit zum dritten mal in Folge.

In der GT4-Klasse entschied sich das Rennen eine halbe Stunde vor Schluss, als Ian Lacy Racing Ginetta (Nr. 12) aufgeben musste, um Kraftstoff zu tanken. Aufgrund der kleinen Unterschiede in der Kategorie fiel der Ginetta auf den vierten Platz zurück. An der Spitze hatte der Porsche Cayman # 66 TRG ein hartes Duell mit dem Audi R8 #626 von Rearden Racing. Letzterer holte – mit David Roberts, Vesko Kozarov und Max Faulkner am Steuer – den Klassensieg mit einer knappen halben Minute Vorsprung.

Der einzige GTC-Wagen im Rennen, der # 6 US RaceTronics Lamborghini Super Trofeo, versuchte den Kampf gegen einige der GT3-Autos aufzunehmen und belegte schließlich einen sehr guten 14. Gesamtrang. In TCR wurde das brüderliche Duell zwischen den Hyundai i30 TCR von Bryan Herta Autosportfrüh entschieden, als die #99 ein Rad verlor. Das Auto musste später aufgeben, nachdem er Feindkontakt mit dem Vital Speed ​​Motorsport Ferrari #87 hatte, der in der Corkscrew gedreht wurde.

Stimmen zum California 8 Hours der Intercontinental GT Challenge

Chris Reinke (Leiter Audi Sport Customer Racing): „Der Herstellertitel wird von einem ganzen Team gewonnen und ich bin absolut stolz, dass wir diesen Titel zum dritten Mal gewonnen haben.“

Tristan Vautier (Sun Energy1 Racing Mercedes AMG GT3 #175): „Es ist ein wenig bitter, diesen Titel nicht mit Raffaele teilen zu können, denn wir sind die ganze Saison zusammen gefahren. Aber ich nehme es, wie sie sagen. Das ist das Ergebnis einer echten Teamleistung, von allen bei Sun Energy1 Racing, Mercedes-AMG, AKKA ASP und all den anderen Leuten, mit denen ich dieses Jahr gefahren bin. Es ist auch sehr cool, dass Kenny den Bronze Drivers-Titel holte. Ich freue mich sehr für ihn.“

Kenny Habul (Bronzemeister der Fahrer): „Ich glaube nicht, dass ich noch irgendwelche Fingernägel habe. Die Spannung in diesem Rennen war enorm. Wir hatten das Pech, dass die Lenkung bei dem Vorfall brach, sonst hätten wir unter den ersten fünf landen können. Aber wir hatten auch dieses Jahr ein paar Mal Glück. Wir werden nächstes Jahr wiederkommen, um diesen Titel zu verteidigen!“

Kelvin van der Linde (Audi Sport Team Land, Audi R8 #29, 1. Gesamt): „Ich bin sehr glücklich, dieses Rennen zum zweiten Mal gewonnen zu haben. Ich muss zugeben, dass wir etwas besorgt waren, als wir die Durchfahrtsstrafen erhielten, aber dank einer exzellenten Strategie gelang es uns, wieder an die Spitze zu kommen. Ich würde gerne nächstes Jahr wiederkommen, um dieses Rennen zum dritten Mal in Folge zu gewinnen.“

Nick Leventis (Strakka Racing, Mercedes-AMG GT3 #42, 1. GT3 Pro-Am): „Ich freue mich sehr, dass Strakka Racing den ProAm-Sieg errungen hat. Es war ein ziemlich ereignisloses Rennen für die #42; wir hielten uns einfach aus allem Ärger raus und fuhren das Rennen auf P1 nach Hause. Wir wissen, dass wir eine großartige erste Saison mit Mercedes-AMG hinter uns haben. Wir sind sehr glücklich mit der Partnerschaft und freuen uns darauf, die Autos im neuen Jahr wieder nach Bathurst zu bringen.“

Richard Antinucci (US RaceTronics, Lamborghini Super Trofeo #6, 1. GTC): „Das war kein einfaches Rennen für uns, da wir im Grunde mit uns selbst kämpfen mussten. Es ist uns gelungen, keine Fehler zu machen und keine Probleme zu haben, was auf einer schmalen Strecke wie Laguna Seca nicht einfach ist. Und am Ende haben wir sogar einen GT3 Lamborghini hinter uns gelassen, das ist nett.“

Max Faulkner (Rearden Racing Audi, Audi R8 GT4 #626, 1. GT4): „Ich muss mich bei Rearden Racing für ihren Last-Minute-Call bedanken. Damit erlaubten sie mir, an diesem großartigen Event teilzunehmen. Wir hatten einige Probleme in den frühen Morgenstunden, aber dank einer großartigen Strategie konnten wir es schaffen, um den Sieg zu kämpfen und das Rennen am Ende sogar zu gewinnen.“

Bryan Herta (Bryan Herta Autosport, Hyundai i30 #98, 1. TCR): „Es ist eine Schande, dass das andere Auto schon früh Probleme hatte, also waren wir ein bisschen alleine unterwegs. Aber wir haben gezeigt, dass der Hyundai auch ein exzellentes Auto für Langstreckenrennen ist und wir könnten sogar vor ein paar GT4-Autos fahren. „

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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