Beim achten Lauf der VLN auf dem Nürburgring, dem 50. ADAC Barbarossapreis, war das Team von Konrad Motorsport aus Verl vom Renn-Pech verfolgt.

Im vorletzten Rennen der Saison auf den 24,358 Kilometern der Sprintstrecke des GP-Kurses sowie der legendären Nordschleife kämpfte das Fahrerduo Christopher Brück und Michele Di Martino gegen zahlreiche Widrigkeiten. Ein Unfall auf dem noch feuchten Asphalt des morgendlichen Qualifyings entpuppte sich als schlechtes Vorzeichen: Dem Konrad-Team blieb trotz des überragenden Engagements von Fahrern und Mechanikern ein Erfolg in der Eifel verwehrt. Am Ende sah der türkisfarbene Lamborghini Huracan GT3 die Zielflagge nicht.

Die sprichwörtlichen Tücken des Nürburgrings zeigten sich bereits am Samstagmorgen: Der 33-jährige Christopher Brück aus Köln rutschte im Qualifying im Streckenabschnitt Hatzenbach in die Begrenzungszäune. Der beschädigte Lamborghini Huracan GT3 wurde von der fieberhaft arbeitenden Konrad-Mannschaft in Rekordzeit repariert – gerade rechtzeitig zum Rennbeginn. Der 25-jährige Michele Di Martino aus Eitorf kämpfte sich im rund 500 PS starken Boliden dann bis auf Position 23 im Starterfeld von 151 Fahrzeugen vor, musste aber schon nach rund 20 Minuten wegen Kühlmittelverlusts erstmals ungeplant die Box ansteuern. Der Anschluss an die Spitze war damit verloren. Nach einem weiteren Boxenstopp kam dann das endgültige Aus: Als Spätfolge des Unfalls im Qualifying drohte ein Motorschaden. Dem Team aus Verl blieb nichts anderes übrig, als den Lamborghini aus dem Rennen zu nehmen.

Teamchef Franz Konrad kommentierte das Ergebnis: „Dieser VLN-Renntag stand für uns leider unter keinem guten Stern. Wir hatten ein perfekt abgestimmtes Auto und waren zuversichtlich, in die Top Five zu fahren – auch, weil uns bei der Vorbereitung ein Werksingenieur von Lamborghini unterstützte. Leider kam es dann anders. Eine Zylinderbank hatte durch den Unfall und den Kühlmittelverlust einen Schaden erlitten und es drohte ein Totalschaden am Motor. Obwohl die gesamte Mannschaft sehr engagiert gekämpft hat, wurde das am Ende leider nicht belohnt!“

Der nächste Einsatz für Konrad Motorsport ist das Finale der VLN am 20. Oktober beim 43. DMV Münsterlandpokal.

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Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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