So spektakulär der Saisonauftakt vor einer Woche war, so großartig war die Show auch beim zweiten Event der von der Virtual Competition Organisation (VCO) veranstalteten VCO ProSIM SERIES. Mit teilweise leicht veränderten Lineups glänzte das aus 92 Fahrerinnen und Fahrer aus unterschiedlichen realen oder virtuellen Teams und Rennserien bestehende Feld erneut mit einer hochklassigen Besetzung. Großer Gewinner des zweiten Events war das Team Coanda Simsport, für das Esports Racer Joshua Rogers und Real-World Pro Ayhancan Güven den Sieg im „Championship Race“ holten. Rogers hatte auf dem „Mount Panorama Circuit“ in Bathurst zuvor die Pole-Position herausgefahren. So darf sich das Team über insgesamt 38 Punkte in der Gesamtwertung und 1.625 US-Dollar Preisgeld freuen. Den Sieg im „Fun Race“ sicherte sich Real-World Pro Laurin Heinrich im Super Late Model auf dem legendären US-Kurs in Road Atlanta.

FUN RACE:

VCO ProSIM SERIES
Foto: VCO

Erneut wurde der Rennabend mit dem „Fun Race“ eröffnet. Anders als in der Vorwoche saßen dieses Mal jedoch nicht die Esports Racer, sondern die Real-World Pros am Steuer. Im eigentlich für Short Tracks konzipierten Super Late Model ging es 20 Minuten lang auf dem kurvenreichen Kurs in Road Atlanta um den Tagessieg und Punkte in der Gesamtwertung – was Spaß- und Risikofaktor gleichermaßen erhöhte. Überragender Fahrer im „Fun Race“ war Laurin Heinrich, der sowohl das Qualifying (1:20,697 Minuten) als auch das Rennen für sich entscheiden konnte.

VCO ProSIM SERIES
Foto: VCO

Schon kurz nach dem Start konnte sich Heinrich, der im realen Rennsport im Porsche Carrera Cup unterwegs ist, vom Rest des Feldes absetzen – und war damit zu keiner Zeit in die vielen Zweikämpfe weiter hinten im Feld verwickelt, die zu einen extrem unterhaltsamen, aber auch von Unfällen und Drehern geprägten Rennverlauf führten. Auf den Plätzen zwei und drei fuhren schließlich Matt Campbell und Philipp Eng über die Ziellinie.

Laurin Heinrich: „Das ‚Fun Race‘ zu gewinnen war ein mega Gefühl. Ich mag es sehr, wenn man sich innerhalb kürzester Zeit an komplett neue Bedingungen gewöhnen muss. Ich glaube, niemand von uns ist zuvor ein solches Auto gefahren, und deshalb hat es mir extrem viel Spaß gemacht, mich in so kurzer Zeit damit vertraut zu machen und konstante und schnelle Rundenzeiten zu fahren.“

Matt Campbell: „Es war eine große Herausforderung. Wir wussten erst kurz vor Rennbeginn, in welchem Auto und auf welcher Strecke wir fahren würden, mussten uns also so schnell wie möglich an die Bedingungen gewöhnen. Es war extrem herausfordernd, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht.”

Rennergebnis (Top-10):

1. Platz: Laurin Heinrich
2. Platz: Matt Campbell +4,371 Sek.
3. Platz: Philipp Eng +7,975
4. Platz: Kelvin van der Linde +8,459
5. Platz: Sage Karam +11,294
6. Platz: Scott Andrews +16,825
7. Platz: Eduardo Barrichello +17,225
8. Platz: Elias Seppänen +21,086
9. Platz: Danny Kroes +21,377
10. Platz: Nick Foster +25,324

CHAMPIONSHIP RACE:

VCO ProSIM SERIES
Foto: VCO

Beim zweiten „Championship Race“ der Saison war es erstmals die Aufgabe der Esports Racer, im Qualifying für die beste Ausgangsposition ihrer Teams zu sorgen. Die schnellste Runde legte Joshua Rogers (Coanda Simsport; 2:00,265 Minuten) auf hin und setzte sich damit hauchdünn vor Maximilian Benecke (Team Redline; +0,040 Sekunden) durch. Wie schon Laurin Heinrich im „Fun Race“ verteidigte auch Rogers seine Pole-Position souverän und übergab zur Hälfte des Rennens an der Spitze liegend an seinen Teamkollegen, den Real-World Pro Ayhancan Güven. Der 22-Jährige vergrößerte den Vorsprung am Ende sogar noch und fuhr einen souveränen Sieg für das Team Coanda Simsport ein. Einen harten Kampf um die weiteren Podiumsplätze lieferten sich zunächst die Esports Racer Maximilian Benecke (Team Redline), Alejandro Sánchez (MSi eSports) und Sebastian Job (Red Bull Racing Esports). Diesen führten ihre Teamkollegen aus dem realen Rennsport nach dem Wechsel zur Hälfte des insgesamt 40 Minuten langen Rennens zunächst auf ähnlich hohem Niveau fort, bevor das Feld dann etwas durcheinander gewürfelt wurde.

VCO ProSIM SERIES
Foto: VCO

Am Ende konnte sich Benneckes Teamkollege Lorenzo Colombo Rang zwei vor Matt Campbell sichern, der von Esports Racer Jeremy Bouteloup (Coanda Simsport) übernommen hatte. Der undankbare, aber immerhin noch mit 28 Punkten in der Gesamtwertung und 520 US-Dollar Preisgeld belohnte vierte Rang blieb für Laurin Heinrich und Graham Carroll (Red Bull Racing Esports). Die Führung in der Gesamtwertung der Esports Racer behält Benecke. Bei den Real-World Pros führt nach seinem heutigen Sieg nun Güven. Gefahren wurde das „Championship Race“ auf dem „Mount Panorama Circuit“ in Bathurst. Beim „VCO Track Vote“ auf Twitter hatte das Ergebnis der Streckenabstimmung erst zwei Stunden vor Rennbeginn festgestanden – und hätte kaum knapper ausfallen können. Rund 19.000 Stimmen wurden abgegeben, am Ende lag Bathurst mit nur 0,1 Prozentpunkten (44,1 zu 44,0) vor der Strecke im britischen Snetterton.

Joshua Rogers (Coanda Simsport): „Es hat sehr viel Spaß gemacht, Bathurst ist einfach meine Strecke. Es war trotzdem sehr anspruchsvoll. Beim ersten Event habe ich nicht die beste Performance gezeigt, von daher war es umso schöner, jetzt den Sieg mit nach Hause nehmen zu können.”

Ayhancan Güven (TR), Martinet by Almeras, Porsche Mobil 1 Supercup, Budapest 2020
Foto: Porsche Mobil 1 Supercup / Porsche Presse

Ayhancan Güven: „Josh hat ein perfektes Rennen mit perfekten Rundenzeiten hingelegt. Ich habe auch versucht, sehr schnell zu sein, obwohl man in Bathurst immer sehr vorsichtig sein muss. Der erste Sieg fühlt sich gut an.”

Rennergebnis (Top-10):

1. Platz: Güven / Rogers (Coanda Simsport)
2. Platz: Colombo / Benecke (Team Redline) +5,498 Sek.
3. Platz: Campbell / Bouteloup (Coanda Simsport) +10,884
4. Platz: Heinrich / Carroll (Red Bull Racing Esports) +11,038
5. Platz: Eng / Job (Red Bull Racing Esports) +12,848
6. Platz: Zug / Sánchez (MSi eSports) +13,541
7. Platz: Nesov / Holzmann (Red Bull Racing Esports) +16,212
8. Platz: Grinbergas / Ostgaard (Coanda Simsport) +16,570
9. Platz: Karam / Bakkum (Coanda Simsport) +22,437
10. Platz: Van der Linde / Schothorst (Team Redline) +33,295

Quelle: Pressemitteilung VCO

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