Das hat sich der Schweizer Jonathan Hirschi auch anders vorgestellt. Wenige Minuten nach Ablauf des Zeittraining schoss Hirschi mit einer fabelhaften Zeit von unter acht Minuten über die Ziellinie und sicherte sich so den zweiten Startplatz. Doch dann kam alles anders.

Unerreicht für die Konkurrenz war die früh gesetzte Zeit von Norbert Siedler im Frikadelli Racing Porsche 911 GT3 R #31. Gelbphasen, Code 60 Zonen und Verkehr sorgten dafür, dass keiner der Kontrahenten die vorgebene Zeit so richtig mitgehen konnte. Umso überraschender dann, kurz nach Abwinken der offziellen Trainingszeit, als Jonathan Hirschi mit ebenfalls einer Zeit unter acht Minuten die Ziellinie überquerte. Die Kommissare nahmen das zum Anlass, die letzte Runde des Schweizers genauer zu prüfen und Hirschi anzuhören.

Das Ergebnis: Start vom Ende des Feldes und drei Minuten Zeitstrafe für die Mannschaft von Walkenhorst Motorsport und der Entzug der DMSB Permit Nordschleife für Hirschi, per sofort! Zur Last wird dem Berner ein Regelverstoß (Anhang 2 RR Artikel 6.2. Absatz 1) gegen Flaggenzeichen gelegt.

Begründet haben die Kommissare ihre Entscheidung mit der Ansicht der anderen Teilnehmer per GPS-Auge an dieser Stelle und zu dieser Zeit und der Anhörung von Jonathan Hirschi. Während alle anderen zum gegebenen Zeitpunkt die 120er-Zone beachteten, stoch Hirschi in den Bereich ein und missachtete die Flaggensignale. Zudem wiesen die Kommissare darauf hin, dass es zu einer weiteren Bestrafung durch das DMSB-Sportgericht kommen kann.

Teamchef des 35er BMW M6 GT3 „Playstation“ Nicklas Königbauer empfindet die Strafe ein wenig zu hart, wie er gegenüber motorsport-total.com zugibt: „Mit der Strafe gegen Hirschi kann ich leben, vorausgesetzt dass die Vorwürfe stimmen. Aber: Wir sind ein Team, das auf Bezahlfahrer angewiesen ist. Warum sie und wir als Team, das keine Schuld trifft, noch zusätzlich bestraft werden, kann ich nicht nachvollziehen.“ Ebenfalls von motorsport-total.com auf den Vorfall angesprochen, gibt Hirschi das Vergehen kleinlaut zu, bezeichnet die Gesamtstrafe aber als „zu hart“.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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