GRT kehrt am kommenden Wochenende als Jäger und Gejagter aus der Sommerpause zurück. In der DTM sind auf dem Nürburgring vom 26. bis 28. August die Rennen neun und zehn der Saison 2022 an der Reihe. Die Crew von Grasser Racing startet mit ihren vier Lamborghini Huracán GT3 EVO in aussichtsreicher Position in die zweite Halbzeit der prestigeträchtigen Meisterschaft. In der Teamwertung ist für die auf Platz zwei liegende Lamborghini-Mannschaft aus der Steiermark die Jagd auf den Führenden eröffnet. Mirko Bortolotti ist dafür in der Fahrerwertung der Gejagte. Der Lamborghini-Werksfahrer führt das Klassement vor dem fünften Rennwochenende des Jahres an.

Foto: Gruppe C Photography

Der in Wien aufgewachsene Italiener hatte den Platz an der Sonne Anfang Juli auf dem Norisring wieder zurückerobert. Beim vierten Stopp im Kalender erlebte er eine nervenaufreibende Achterbahnfahrt. In einem turbulenten ersten Lauf verzeichnete er den ersten Ausfall der Saison. Am Sonntag ließ der 32-Jährige den Rückschlag auf eindrucksvolle Weise hinter sich und antwortete mit einem starken zweiten Platz und der schnellsten Rennrunde. Durch das vierte Podium im achten Rennen geht er mit neun Punkten Vorsprung in die Veranstaltung auf dem Nürburgring.

Foto: Gruppe C Photography

Clemens Schmid biss sich in Nürnberg ebenfalls durch und wurde für seinen Kampfgeist belohnt. Im chaotischen Samstagsrennen blieb der DTM-Rookie cool und eroberte als Zehnter sein zweites Punkteresultat in der hart umkämpften GT3-Serie. Der 32-Jährige aus Steinach am Brenner trug mit diesem Ergebnis außerdem dazu bei, dass GRT in seiner Debütsaison mit dem Lamborghini Huracán GT3 EVO bei bisher jedem Rennen in den Punkten landete. Durch die Ausbeute von Bortolotti und Schmid verkürzte GRT den Rückstand auf Platz eins in der Teamwertung auf 24 Zähler.

Foto: Gruppe C Photography

Zum hochkarätigen Grid wird am kommenden Wochenende auch DTM-Neuling Rolf Ineichen wieder zählen. Der 44-jährige Schweizer war am Norisring krankheitsbedingt ausgefallen und von Lamborghini-Werksfahrer Franck Perera vertreten worden. An den Nürburgring hat der Pilot des Lamborghini Huracán GT3 EVO mit der Startnummer 19 gute Erinnerungen. Im vergangenen Jahr feierte er beim Finale des ADAC GT Masters in der Eifel einen dritten Platz.

Foto: Gruppe C Photography

Alessio Deledda fährt hingegen zum ersten Mal ein Rennen auf dem Nürburgring. Der dritte DTM-Newcomer aus den Reihen von GRT möchte auf dem Traditionskurs seine Lernkurve fortsetzen. An seinen ersten vier Rennwochenenden im GT3-Sport machte er bisher kontinuierlich Fortschritte und lieferte am Norisring sein bis dato stärkstes Rennen ab. Der 27-jährige Italiener hielt auf dem Stadtkurs den Anschluss ans Feld und fuhr zeitweise Rundenzeiten auf dem Niveau der Punkteplatzierungen.

Der Nürburgring: Erfolgreiches Pflaster für GRT und Lamborghini

Kaum ein Ort auf der Welt verkörpert den Motorsport wie der Nürburgring. In der fast 100-jährigen Geschichte dieses Mythos hat die DTM ihren festen Platz. Der Nürburgring ist seit der Gründung der Serie im Jahr 1986 fester Bestandteil des Kalenders. Bis 1993 wurde auf der legendären Nordschleife um Siege und Ruhm gekämpft. Danach wechselte die DTM auf den Grand-Prix-Kurs.

ADAC GT Masters, Nürburgring, GRT Grasser Racing Team, Albert Costa Balboa, Franck Perera
Foto: L. Rodrigues

Die Mannschaft rund um Teamchef Gottfried Grasser blickt auf eine äußerst erfolgreiche Historie auf dem Nürburgring zurück. Im ADAC GT Masters sowie der GT World Challenge feierte GRT mit dem Lamborghini Huracán GT3 EVO seit 2016 insgesamt drei Siege, neun Podien, sechs Pole Positions und zwei schnellste Rennrunden. Mit Mirko Bortolotti und Rolf Ineichen sitzen an diesem Wochenende zwei der Fahrer am Steuer, die maßgeblich an einigen dieser Erfolge beteiligt waren.

Beim diesjährigen Gastspiel nimmt das Lamborghini-Quartett von GRT die 3,629 Kilometer lange Sprintvariante unter die Räder. Das Layout umfasst elf Kurven, darunter sieben Rechts- und vier Linkskurven. An der schnellsten Stelle werden vor Kurve neun bis zu 265 km/h erreicht. Das Layout begünstigt Zweikämpfe und sorgt erfahrungsgemäß für actiongeladene Rennen. Darüber hinaus kann am Wochenende auch das typische Eifelwetter wieder eine Rolle spielen. Auf einen sonnigen Freitag sollen zwei wechselhafte Renntage mit einer Regenwahrscheinlichkeit von zeitweise bis zu 70 Prozent folgen.

GRT bei der DTM auf dem Nürburgring: Live in über 60 Ländern

Foto: Gruppe C Photography

Die Rennen von GRT in der DTM auf dem Nürburgring werden wie gewohnt in alle Welt ausgestrahlt. In den vergangenen Jahren wurden die Veranstaltungen der international renommierten Rennserie im TV oder per Stream in über 60 Länder gesendet. Im deutschsprachigen Raum wird die DTM 2022 von ProSieben (Deutschland) und ServusTV (Österreich) übertragen. Beide Sender liefern den Zuschauern ihre Bilder sowohl im Fernsehen als auch via Live-Stream. Darüber hinaus steht mit DTM Grid ein umfangreiches Online-Angebot zur Verfügung, das Fans die volle Live-Action inklusive Timing, Highlights und vielem mehr bietet.

Gottfried Grasser, Teamchef von GRT: „Die Sommerpause war definitiv zu lang und wir können kaum abwarten, dass es wieder losgeht. Wir freuen uns sehr, Rolf wieder mit an Bord zu haben und fühlen uns bereit für neue Herausforderungen. Unser Debütjahr in der DTM war bisher sehr erfolgreich und die Zielsetzung ist klar. Wir wollen an der Spitze bleiben, doch wir wissen, dass es sehr schwierig wird. Diese acht Rennen werden extrem hart umkämpft sein, denn wir kommen in die heiße Phase der Meisterschaft. Das Wichtigste ist, fehlerfrei zu bleiben. Wir haben in der ersten Saisonhälfte dazugelernt und müssen das umsetzen, um konstant Top-Resultate einzufahren. Die kommenden Rennstrecken sollten unserem Paket liegen. Auf dem Nürburgring haben wir mit dem Lamborghini Huracán GT3 EVO über die Jahre hinweg sehr erfolgreiche Rennen gehabt. Wir werden alles daran setzen, dass uns dies auch in der DTM gelingt.“

Quelle: Pressemitteilung GRT Grasser Racing Team

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