Mit einem Sieg beim Finale in Berlin hat Audi Sport sein offizielles Engagement in der Formel-E-Weltmeisterschaft beendet. Mit der Rallye Dakar wartet bereits das nächste elektrifizierende Projekt auf die Mannschaft um Julius Seebach.

Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

„Thank you Formula E, it’s been electrifying!“ stand auf dem Halo-System der beiden Audi e-tron FE07 von Lucas di Grassi und René Rast – eine Botschaft an die Organisatoren und Fans der ersten Weltmeisterschaft für elektrisch angetriebene Rennwagen, die am 13. September 2014 in Peking mit einem Sieg von Lucas di Grassi startete.

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Eben jener Lucas di Grassi gewann am Samstag in Berlin auch das erste der beiden Finalrennen von Saison sieben. Mit seinem insgesamt zwölften Sieg in der Elektrorennserie wahrte der Brasilianer nicht nur bis zuletzt seine Chancen auf den Gewinn des WM-Titels. Er sorgte auch für viele feuchte Augen im erfolgreichsten Team der Formel-E-Geschichte.

„Es war ein sehr emotionales Wochenende“, sagte Lucas di Grassi. „In sieben Jahren haben wir mit Audi Sport, ABT und Schaeffler extrem viel erreicht. Dass diese erfolgreiche Partnerschaft nun zu Ende geht, ist sehr schade.“

Foto: Audi AG

„Audi war der erste deutsche Automobilhersteller, der sich werkseitig in der Formel E engagiert hat“, sagte Julius Seebach, Geschäftsführer der Audi Sport GmbH und für den Motorsport bei Audi verantwortlich. „Audi Sport ABT Schaeffler ist das erfolgreichste Team in der Formel E und wir waren ein Pionier in dieser Rennserie. Nun wartet eine der größten Herausforderungen, die es im Motorsport gibt, auf uns: die Rallye Dakar.“

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Wichtige Elemente des erfolgreichen Formel-E-Projekts leben im Audi RS Q e-tron weiter, der im Januar 2022 erstmals bei der berühmten Marathon-Rallye an den Start gehen wird. Die von Audi Sport inhouse entwickelte 250 kW starke Motor-Generator-Einheit (MGU) aus dem Audi e-tron FE07 kommt auch im innovativen Antrieb für die Rallye Dakar zum Einsatz – und das gleich dreifach: Je eine MGU an der Vorder- und an der Hinterachse sorgen für einen elektrischen quattro-Antrieb. Jede der MGU wiegt dabei weniger als 35 Kilogramm und erreicht eine Effizienz von 97 Prozent – ein eindrucksvoller Beweis für die Leistungsfähigkeit der Elektromobilität. Eine dritte MGU bildet zusammen mit einem hocheffizienten TFSI-Motor einen Energiewandler, der die von Audi Sport entwickelte Hochvoltbatterie bei Bedarf während der Fahrt wieder auflädt.

Formula E, Puebla E-Prix 2021 René Rast, Lucas di Grassi
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Mit der Audi MGU05 feierte Lucas di Grassi Siege in Puebla (Mexiko) und Berlin (Deutschland). Teamkollege René Rast sorgte in Puebla für einen Doppelsieg des Teams Audi Sport ABT Schaeffler. Der Deutsche holte 2021 sechsmal den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde – damit war der Formel-E-Rookie in dieser Disziplin der mit Abstand erfolgreichste Fahrer des Jahres.

Zwei weitere schnellste Runden, drei Pole-Positions und insgesamt fünf Podiumsplatzierungen steuerte das Kundenteam Envision Virgin Racing bei, das für Robin Frijns und Nick Cassidy zwei Audi e-tron FE07 einsetzte.

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„Unsere größte Stärke in diesem Jahr war ganz sicher die Effizienz des Antriebs im Rennen“, sagte Allan McNish, Teamchef von Audi Sport ABT Schaeffler. „Lucas und René haben die Fans mit zwei Siegen, dem Doppelsieg in Mexiko und Aufholjagden begeistert. Es war eine unglaublich enge Saison mit harten Kämpfen auf der Strecke. Jeder in der Mannschaft kann extrem stolz auf das sein, was wir gemeinsam erreicht haben. Es war eine fantastische Reise.“

Nach sieben Jahren ist Audi Sport ABT Schaeffler das erfolgreichste Team der Formel E. 1.380 Punkte sammelte die Mannschaft in 84 Rennen. 14 Siege und 47 Podiumsplatzierungen gehen auf das Konto des Teams. Lucas di Grassi gewann in der Saison 2016/2017 den Fahrertitel. In der ersten Saison als Werksteam holte Audi Sport ABT Schaeffler in der Saison 2017/2018 auf Anhieb den Teamtitel.

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Enttäuschend verlief für das Team der letzte Renntag in der Formel E. René Rast startete aus der Boxengasse und kämpfte sich noch auf Rang neun nach vorn. Lucas di Grassi wurde nach einer Durchfahrtstrafe 20. „Im Qualifying fehlte mir eine Zehntelsekunde zur Super Pole“, sagte di Grassi. Statt um die Pole-Position zu kämpfen, fand sich der Brasilianer auf Startplatz 17 wieder. „In der Formel E geht es immer eng zu – aber so eng war es gefühlt noch nie.“

Lucas di Grassi und René Rast beendeten die Saison auf den Plätzen sieben und 13 der Fahrerwertung. In der Teamwertung belegte Audi Sport ABT Schaeffler den vierten Platz.

Envision Virgin Racing wurde Fünfter in der Teamwertung und holte in der Fahrerwertung mit Robin Frijns und Nick Cassidy die Plätze fünf und 15.

Quelle: Pressemitteilung Audi MediaCenter

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