Gut, der SCG 003 des Investment-Bankers James Glickenhaus für in 6:42 Minuten über die Nordschleife. Der Rekord, den der neue 911er GT3 RS aufgestellt hat ist jedoch notariell beglaubigt und gilt für straßenzugelassene Sportwagen. Der des SCG003 wurde im Rennebtrieb nebenbei gemessen.

Bereits am 16. April setzten die Zuffenhausener mit der Rekordfahrt einen weiteren Meilenstein auf der Nürburgring-Nordschleife für straßenzugelassene Sportwagen. Porsche-Werksfahrer Kévin Estre, der sich zusammen mit Lars Kern das Cockpit teilte, gelang am Steuer des 520 PS starken GT3 RS eine Rundenzeit von 6.56,4 Minuten.

Abwechselnd fuhren Estre und Kern am Montagvormittag den GT3 RS. Nach dem 918 Spyder und dem 911 GT2 RS ist der neue GT3 RS bereits der dritte Seriensportwagen von Porsche mit einer notariell beglaubigten Rundenzeit von unter sieben Minuten auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt. Gemessen wurde auf der für Rekordfahrten üblichen 20,6 Kilometer langen Distanz.

Der 29-jährige Estre begann die Rekordrunde um 11:40 Uhr bei optimalen äußeren Bedingungen: 14 Grad Celsius Luft- und 18 Grad Streckentemperatur. „Diese Runde war eine sensationelle Erfahrung für mich“, zeigte sich Estre begeistert, „vor allem in den schnellen Kurven und beim Bremsen ist der GT3 RS unglaublich nah dran an unserem Rennwagen GT3 R, was auch an der neuen Generation profillierter Straßensportreifen liegt. Auch der Motor des GT3 RS gefällt mir richtig gut. Bis zu 9.000 Umdrehungen pro Minute aus dem Sechszylinder fühlen sich fantastisch an. Der Klang ist ein Traum und das Drehmoment gewaltig“, so Estre abschließend.

Kévin Estre gehört seit 2016 zum Kader der Porsche-Werksfahrer. Er startet unter anderem im Porsche 911 RSR in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) inklusive der 24 Stunden von Le Mans sowie mit dem 911 GT3 R im ADAC GT Masters.

Der 911 GT3 RS war mit der neuesten Generation der Pilot Sport-Reihe von Michelin bereift. Der speziell für den Trackday-Einsatz optimierte Michelin Pilot Sport Cup 2 R erfüllt alle Gesetzesvorgaben für die EU und die USA. Der Reifen in den Dimensionen 265/35 ZR 20 (Vorderachse) und 325/30 ZR 21 (Hinterachse) ist demnächst bei allen Porsche Zentren und ausgewählten Händlern bestellbar. Die Freigabe umfasst den 911 GT3 RS und den 911 GT2 RS.

Andreas Preuninger, Gesamtprojektleiter GT-Straßenfahrzeuge: „Alle vier Rundenzeiten beider Fahrer lagen unterhalb von sieben Minuten und nur wenige Zehntel auseinander. Das beweist nicht nur die extreme Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs, sondern auch die außergewöhnlich gute Fahrbarkeit des GT3 RS im Grenzbereich. Damit haben wir den Beweis angetreten, dass mit einem perfekt abgestimmten Gesamtsystem sportliche Höchstleistungen auch mit vergleichsweise moderater Motorleistung möglich sind. Die vielen tausend Einzelteile eines Autos müssen sich für den Fahrer anfühlen wie ein einziges, in dieser Disziplin ist ein GT3 RS unschlagbar. Und was mich besonders freut: Sowohl Lars als auch Kévin hatten einen Riesenspaß beim Fahren.“

Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „Kein anderes Modell von Porsche ist so nah am Rennsport wie der neue GT3 RS. Hier sind viele innovative Ideen aus dem Spitzenmotorsport, zum Beispiel aus dem 911 GT3 R eingeflossen. Das macht unsere Philosophie für die GT-Modelle aus. Spitzentechnik muss faszinierend, aber auch erlebbar sein. Die Nordschleife ist in diesem Zusammenhang immer noch der härteste Prüfstand für unsere Ideen.“

Wer nun in diesem Jahr nicht weiß, wofür er sein Taschengeld ausgeben soll, weil auch das 500. „lustige Taschenbuch“ Walt Disney nicht mehr lustig ist, der kann sich den neuen 911er GT3 RS für magere 195.137 Euro einschließlich Mehrwertsteuer und länderspezifischer Ausstattung in die heimische Garage stellen. Bereits anfang März feierte der 911 GT3 RS mit Rennsportfahrwerk und 383 kW (520 PS) starkem Vierliter-Hochdrehzahl-Saugmotor seine Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon. Der Spitzensportler beschleunigt in 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht 312 km/h Höchstgeschwindigkeit.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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