Es wird erwartet, dass Mazda und Joest nach dem Mobil1 12h-Rennen von Sebring im März getrennte Wege gehen, nachdem der DPi-Hersteller in der Zwischensaison die Mannschaft wechseln darf.

Wie die Kollegen von Sportscar365 erfahren haben wollen, wird Mazda nach Ablauf der Saison – und dem Ende des japanischen Geschäftsjahres im März 2020 den Vertrag mit der dt. Mannschaft von Joest Racing nicht verlängern.

Demnach wird erwartet, dass das japanische Werk zukünftig mit Multimatic – dem bisherigen technischen Partner des Programms – enger zusammenarbeiten wird. Ein von Sportscar365 kontaktierter Mazda-Sprecher sagte, er äußere sich nicht zu Verträgen, bestätigte jedoch das mehrjährige Engagement Mazdas IMSA DPi-Programm.

Der legendäre Ex-Audi LMP1-Werkstrupp, Joest Racing, der Mitte 2017 an die Stelle von SpeedSource trat, spielte eine Schlüsselrolle bei der Wende des DPi-Werkseinsatzes, nachdem man in diesem Jahr gemeinsam mit Multimatic und dem Motortuner AER drei Siege einfuhr.

Dies geschah jedoch nach einer Personalumstrukturierung in der Nebensaison, bei der der langjährige Joest-Geschäftsführer Ralf Juttner aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit dem Mazda-Management über den Betrieb des Programms aus dem IMSA-Programm ausstieg.

Mehrere Quellen teilten Sportscar365 zudem mit, dass Multimatic nach dem Motul Petit Le Mans im vergangenen Monat die Fahrzeuge und die Ausrüstung von Mazda in Besitz nahm. Das kanadische Unternehmen hat seitdem Tests in Daytona und Sebring mit einem angeblich neuen oder überarbeiteten Motorenpaket absolviert.

Zusätzlich zu Joests Abgang muss Mazda nun auch noch einen Nachfolger für seinen ehemaligen Motorsportdirektor John Doonan benennen, der seitdem Präsident der IMSA ist.

Nelson Cosgrove neuer Nachfolger von John Doonan

Der frühere Manager von Toyota Racing Development, Nelson Cosgrove, wurde als Nachfolger von John Doonan zum neuen Motorsportdirektor von Mazda ernannt.

Ich fühle mich geehrt und freue mich, diese neue Rolle bei Mazda zu übernehmen“, sagte Cosgrove bei den Kollegen von Sportscar365. „Mazda hat eine lange Geschichte im Motorsport und ist mit IMSA-, MX-5 Cup- und Basisprogrammen stark vertreten.“

Cosgrove setzt fort: „Die Marke war 2019 sehr erfolgreich, was durch die drei Siege des Mazda Team Joest hervorgehoben wurde. Ich freue mich sehr darauf, mit dem Mazda Motorsports-Team zusammenzuarbeiten und mich auf die Rennsaison 2020 vorzubereiten.“

Masahiro Moro, Vorsitzender und CEO von Mazda North American Operations.“Nelson ist die richtige Person, um Mazda Motorsports zu steuern, da er eine enorme Erfahrung in den Bereichen Technik und Motorsport mitbringt, die die Arbeit des Mazda Motorsports-Teams sowie aller technischen Partner in allen unseren Programmen verbessern wird.“

Mazda und Joest Racing haben sich zur Trennung bisher noch nicht geäußert.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner
Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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