Der japanische Luxuswagenhersteller zeigt mehr und mehr Interesse an einem Aufstieg aus der GT-Klasse in den Prototypenreigen der amerikanischen Langstreckenserie IMSA.

Der Hersteller, der eine langfristige Verpflichtung gegenüber IMSA eingegangen ist, hat die Gespräche für einen möglichen DPI-Einsatz, bereits 2019, aufgenommen. Die Kollegen von Sportscar365 haben in diesem Zusammenhang erfahren, dass bereits Gespräche mit Chassis-Konstrukteuren und potenziellen Teams geführt wurden, einschließlich ORECA und Andretti Autosport, die die Marke in die am schnellsten wachsende Plattform für Sportwagenrennsport bringen könnten.

TRD President und General Manager Dave Wilson verharmloste jedoch jede unmittelbare Aussicht, dass sich Lexus dem Prototype-Feld anschließen könnte.“Letztes Jahr haben wir gesagt, dass wir die verschiedenen Möglichkeiten weiter erforschen werden“, wird der Amerikaner zitiert. „Wir sind wirklich beeindruckt von dem Wachstum der DPi-Klasse und wir behalten das in unserem Blickfeld. Momentan ist jedoch nichts sicher.“ so Wilson weiter.

„Unser Fokus liegt darauf, ein gutes zweites Jahr in GTD zu haben, daran zu wachsen und dann werden wir sehen, wie es weitergeht. […] Als Fan muss man lieben, wohin sich die DPi-Klasse bewegt. Natürlich betrachten wir als Hersteller vor allem das globale Bild.“

Da die IMSA erst kürzlich die Homologationsperiode der DPi-Klasse bis 2021 verlängerte, würde ein Einstieg in die Klasse für nächstes Jahr Lexus und jedem anderen Hersteller ein dreijähriges Mindestprogramm gemäß den geltenden Vorschriften bieten. Wilson sagte auch, die von der FIA und ACO vorgeschlagene Möglichkeit einer globalen Prototyp-Plattform, die das LMP1- und DPI-Reglement vereinigen würde, wäre die ideale Ausgangssituation für unser Unternehmen, das bereits stark in die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC mit Toyota investiert hat.

Es würde Toyota und Lexus effektiv erlauben, mit dem gleichen Auto in beiden Serien schon im Jahr 2022 anzutreten. „Unsere Kollegen in Japan sind gerade mitten in Gesprächen mit der FIA und ACO“, teilte Wilson mit. Er gab jedoch auch zu, dass die Hybridtechnologie, die derzeit in der WEC integriert ist, ein „Schlitterkurs“ in der IMSA bedeuten könnte, der zu den jüngsten Konvergenzgesprächen gehört, die am vergangenen Wochenende in Daytona stattgefunden haben. „Die aktuelle Konkurrenz ist sehr zufrieden damit, wo DPi jetzt ist“, sagte er. „Die Kehrseite ist, dass Toyota und Lexus offensichtlich auf Technologie und Entwicklung investieren wollen.“

„Mit der Hybridtechnologie haben wir eine wahnsinnige Kompetenz erlangt. Aus technischer Sicht wäre das eine coole Sache. Aber es muss auf die richtige Art und Weise geschehen, ohne die aktuell großartige Klasse zu beeinträchtigen, die die IMSA da gerade auf der Strecke hat.“

Aktuell gehen Insider davon aus, dass mindestens drei Hersteller in den kommenden Jahren in die DPi-Klasse einsteigen wollen. Neben Lexus wird auch Ford bereits als klarer Anwärter auf einen Startplatz genannt, nachdem das GT-Programm des amerikanischen Herstellers zum Ende der Saison 2020 auslaufen soll.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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