Nürburg, 22.11.2018. Der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) hat in der vergangenen Woche die Flaggensignalisation rund um „Code-60“-Zonen bei Läufen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) und während des ADAC 24-Stunden-Rennens auf der Nordschleife neu festgelegt. Die Interessengemeinschaft Nürburgring (ILN) begrüßt die Änderungen im Anhang 2 des Rundstreckenreglements ausdrücklich. Sie sind das Ergebnis gemeinsamer Gespräche zwischen DMSB, VLN, dem ADAC Nordrhein, des Deutschen Sportfahrer Kreis (DSK) und der ILN.

Ab der kommenden Saison werden Code-60-Zonen – die dem Schutz von Bergungs- und Rettungskräften nach Zwischenfällen auf der Rennstrecke dienen – automatisch durch die darauffolgende grüne, gelbe oder doppelt gelbe Flagge wieder aufgehoben, solange die Marshalls den Fahrern nicht erneut ein Code-60-Schild zeigen. Schleppverbände dürfen weiterhin auch unter Code 60 überholt werden, wenn dabei die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h eingehalten wird. Weiße Flaggen, um auf Schleppverbände hinzuweisen, sind indes nicht vorgesehen. Sie werden auch zukünftig mit der Gelben Flagge angezeigt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit allen beteiligten Parteien diese Regelungen erreicht haben“, betont Martin Rosorius, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring. „Mit Ausnahme der Tatsache, dass Schleppverbände auch weiterhin nicht mit der weißen Flagge begleitet werden, entspricht das Ergebnis dem Vorschlag der ILN: Es gilt wieder, was der Fahrer aus dem Cockpit heraus sieht. An dieser Eindeutigkeit der Flaggensignale war uns gelegen. Damit dürften sich Probleme, die wir 2018 auf der Nordschleife erlebt haben, ab der kommenden Saison nicht wiederholen. Dies trägt erheblich zur Sicherheit und einem fairen Wettbewerb bei.“

Den Anlass für die Regeländerungen lieferten wiederholt Vorkommnisse auf der Nürburgring-Nordschleife zwischen Teilnehmern, die mit Tempo 60 in einer Code-60-Zone unterwegs waren, und von hinten mit höherer Geschwindigkeit herannahenden Rennwagen, denen schon kein Code 60 mehr angezeigt wurde, da die Unfallstelle zwischenzeitlich geräumt werden konnte.

Die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring wurde im Dezember 2015 auf Initiative von Olaf Manthey gegründet. Seit August 2018 tritt das Aktionsbündnis als eingetragener Verein auf. Den Vorsitz hat Martin Rosorius (Team Black Falcon) übernommen mit Dirk Theimann (Team Phoenix Racing) als Stellvertreter. Ziel der ILN ist es, das Kundeninteresse sowohl der großen als auch gerade der kleinen Teams in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) und Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) sowie beim 24-Stunden-Rennen auf der Eifelstrecke dauerhaft zu artikulieren. Der multilaterale Dialog mit dem DMSB, dem Nürburgring, der VLN und RCN sowie den Rennveranstaltern verfolgt dabei stets ein Ziel: attraktiven, fairen und sicheren Rennsport auf der einzigartigen und legendären Nürburgring-Nordschleife.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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