Die Kundenteams von Porsche haben sich in der Qualifikation zum Neunstundenrennen in Kyalami eine solide Ausgangsposition verschafft. Der 911 GT3 R von GPX Racing wird das Saisonfinale der Intercontinental GT Challenge in Südafrika von Startplatz fünf in Angriff nehmen. Werksfahrer Matt Campbell absolvierte die 4,522 Kilometer lange Runde des Kyalami Grand Prix Circuit im Pole Shootout am Freitag in 1:42,274 Minuten. Der Australier teilt sich das Auto mit der Startnummer 12 im Rennen am Samstag mit den beiden Franzosen Mathieu Jaminet und Patrick Pilet. Das Trio liegt in der Fahrermeisterschaft nur einen Zähler hinter der Spitze auf Platz zwei. Porsche führt die Markenwertung vor dem vierten und letzten Saisonlauf an.

9 Hours of Kyalami Porsche 911 GT3 R, Dinamic Motorsport (#54), Earl Bamber (NZ), Laurens Vanthoor (B), Kevin Estre (F)
Foto: Porsche AG

Die beiden weiteren Porsche 911 GT3 R hatten im Qualifying den Sprung in das Shootout der sechs schnellsten Autos verpasst. Die Crew der Startnummer 54 von Dinamic Motorsport nutzte die Zeitenjagd für die Rennvorbereitung. Nachdem in den Sessions zuvor die Balance des über 500 PS starken GT3-Fahrzeuges des italienischen Kundenteams nicht optimal gewesen war, erprobte Kévin Estre in Q1 die vorgenommenen Setup-Änderungen mit mehr Benzin an Bord. Der hohe Rückstand, den der Franzose aufgrund dieser ungünstigen Voraussetzungen hatte, konnte nicht mehr egalisiert werden. Der Neuseeländer Earl Bamber und Laurens Vanthoor aus Belgien brachten das Auto mit ihren schnellen Runden in Q2 und Q3 immerhin noch auf Startplatz zehn. Sie führen in der Fahrermeisterschaft.

9 Hours of Kyalami Porsche 911 GT3 R, Lechner Racing (#9), Saul Hack (ZA), Andre Bezuidenhout (ZA), Dylan Pereira (L)
Foto: Porsche AG

Das baugleiche Fahrzeug von Lechner Racing (Startnummer 9, Pro-Am-Klasse) kam mit den Südafrikanern Saul Hack und Andre Bezuidenhout sowie Dylan Pereira aus Luxemburg auf die elfte Position.

Das Neunstundenrennen in Kyalami wird am Samstag, den 12. Dezember um 11:00 Uhr Ortszeit (10:00 Uhr MEZ) gestartet. Auf der Internetseite www.intercontinentalgtchallenge.com sind ein kostenloser Livestream und ein übersichtliches Timing verfügbar.

Stimmen zum Qualifying und Pole-Shootout

Sebastian Golz (Projektleiter Porsche 911 GT3 R)
Foto: Porsche AG

Sebastian Golz (Projektleiter Porsche 911 GT3 R): „Unsere Startpositionen sind in Ordnung. Wir rechnen mit einem engen Rennen, das trotz der Dauer von neun Stunden einen regelrechten Sprintcharakter haben wird. Das Auto des Teams GPX wird in der Spitzengruppe starten, das Fahrzeug von Dinamic Motorsport hatte bisher einfach nicht die notwendige Performance. Wir werden gemeinsam mit dem Team nun alles genauestens analysieren und konsequent daran arbeiten, dass auch die Startnummer 54 im Rennen vorn dabei sein kann. Lechner Racing hat sich im Qualifying stark präsentiert. Wir rechnen am Renntag mit Regen und Gewittern. Unter solchen Verhältnissen ist alles möglich. Unser Ziel ist und bleibt der Gewinn der Meisterschaft.“

Matt Campbell (AUS), Dempsey-Proton Racing
Foto: Porsche

Matt Campbell (Porsche 911 GT3 R #12): „Wir haben eine gute Ausgangsposition für das Rennen. Aus der dritten Startreihe in ein Neunstundenrennen zu gehen, ist vielversprechend. Die Abstände waren im Pole Shootout relativ groß, aber ich bin sicher, dass sich dies im Rennen anders darstellen wird. Wir erwarten einen sehr engen und harten Wettbewerb über die volle Distanz. Weil in diesem Jahr nicht allzu viele Autos starten, ist die Wahrscheinlichkeit für Zwischenfälle erheblich geringer. Es kann gut sein, dass wir im gesamten Rennen keinerlei Gelbphasen erleben werden. Dann wird es ein spannender und anstrengender Sprint über neun Stunden, den wir am liebsten mit einem Sieg und dem Meistertitel beenden möchten.“

6 Hours of Spa FrancorchampsPorsche GT Team, Kevin Estre (F)
Foto: Porsche

Kévin Estre (Porsche 911 GT3 R #54): „In unserem Auto steckt seit Beginn des Wochenendes irgendwie der Wurm. Wir haben aufgrund der schlechten Fahrzeugbalance in den ersten Sessions zum Qualifying noch einmal ein anderes Setup ausprobiert. Das war leider ein Schritt in eine noch schlechtere Richtung. Unser Auto übersteuert an vielen Stellen der Strecke. Das Heck bricht völlig unvorhersehbar aus. Unser Team wird nun bis zum morgigen Rennen noch einmal alles intensiv überprüfen. Wir hoffen, dass wir unsere Sorgen pünktlich zum Start des Saisonfinales loswerden. Wenn das gelingt, dann ist in einem Rennen über neun Stunden auch nach einem enttäuschenden Qualifying noch alles möglich.“

Saul Hack (Porsche 911 GT3 R #9): „Ich bin sehr zufrieden. In meinem Qualifying-Abschnitt war ich nur sieben Zehntelsekunden hinter der Bestzeit der Session. Damit kann ich bestens leben, denn ich musste mich mit absoluten Topprofis messen. Außerdem ist es genau ein Jahr her, dass ich letztmals im Porsche 911 GT3 R gefahren bin. Wenn man all dies zusammennimmt, dann dürfen wir wirklich stolz auf unsere Leistung sein. Kompliment auch an meine Teamkollegen Andre und Dylan, die sehr starke Rundenzeiten gefahren sind. Bisher läuft bei uns alles rund. Wir freuen uns riesig auf das Rennen.“

Ergebnisse Qualifikation

1. Farnbacher/v. d. Zande/Baguette (D/NL/B), Honda NSX GT3 #30, 1:41,581 Minuten
2. Gounon/Soulet/Pepper (F/B/ZA), Bentley Continental GT3 #7, 1:41,723 Minuten
3. Farfus/Catsburg/van der Linde (BR/NL/ZA), BMW M6 GT3 #34, 1:41,891 Minuten
5. Campbell/Pilet/Jaminet (AUS/F/F), Porsche 911 GT3 R #12, 1:42,274 Minuten
10. Bamber/Vanthoor/Estre (NZ/B/F), Porsche 911 GT3 R #54, 1:43,151 Minuten
11. Hack/Beziudenhout/Pereira (ZA/ZA/L), Porsche 911 GT3 R #9, 1:44,961 Minuten

Alle Ergebnisse unter www.intercontinentalgtchallenge.com/results.

Quelle: Pressemitteilung Porsche

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