Die DTM hielt für Schubert Motorsport am vergangenen Wochenende erwartungsgemäß eine Herausforderung der besonderen Art bereit. Für das BMW M Motorsport Team aus Oschersleben ging es vom 1. bis 3. Juli erstmals in seiner Geschichte an den legendären Norisring. Auf dem berüchtigten Stadtkurs im Herzen Nürnbergs wurde den Crews der beiden BMW M4 GT3 ein harter Kampf geboten. BMW-Werksfahrer Philipp Eng setzte sich in einem turbulenten Samstagsrennen durch und feierte einen starken fünften Platz für die Mannschaft von Torsten Schubert. Nach vier Rennwochenenden steht Schubert Motorsport an der Spitze der Teamwertung. BMW-Werkspilot Sheldon van der Linde belegt im Fahrerklassement den zweiten Rang.

Foto: Alexander Trienitz

Extremes Wetter sorgte in Kombination mit dem speziellen Charakter des Norisrings für ein turbulentes Wochenende. Bei kühlen Temperaturen von lediglich 17 Grad Celsius und Regen fiel die Vorbereitung auf dem 2,162 Kilometer langen Traditionskurs am Freitag sprichwörtlich ins Wasser. In der ersten Session des Wochenendes erreichte Sheldon van der Linde auf leicht abtrocknender Strecke den zehnten Platz im Feld der 27 Teilnehmer. Philipp Eng beendete das völlig verregnete zweite Training am Nachmittag als Zwölfter. An den darauffolgenden Tagen sah sich die Truppe von Schubert Motorsport mit gänzlich anderen Bedingungen konfrontiert. Die Erkenntnisse aus den Trainings waren bei Sommerhitze von über 30 Grad Celsius nur bedingt zu verwerten.

Das in zwei Gruppen geteilte Qualifying beendeten Philipp Eng und Sheldon van der Linde am Samstag auf den Plätzen 15 und 22. Im ersten Rennen über 55 Minuten und eine Runde ging es am Nachmittag wild zu. Das Auto von Sheldon van der Linde wurde am Start beschädigt, sodass der 23-jährige Südafrikaner schon nach einer Runde abstellen musste. Philipp Eng behielt inmitten des Chaos stets die Nerven. Während 16 Fahrer durch Unfälle und Kollisionen nicht die Zielflagge sahen, arbeitete sich der 32-jährige Österreicher mit einer souveränen Fahrt sukzessive nach vorne. Nach 57 Runden wurde der BMW M4 GT3 mit der Startnummer 25 als starker Fünfter abgewunken.

Foto: Alexander Trienitz

Am Sonntag nutzte Schubert Motorsport die Lehren des Vortags und zeigte im Zeittraining eine deutliche Steigerung. Sheldon van der Linde und Philipp Eng standen für den zweiten Lauf auf den Gridpositionen neun und zehn zusammen in einer Startreihe. Mit mehr Disziplin im Feld und ohne Safety-Car-Phasen ließ der Rennverlauf unterschiedliche Taktiken zu. Philipp Eng kam in Runde 32 an die Box. Bei Sheldon van der Linde gingen die Strategen auf Risiko und führten erst im 47. Umlauf den Reifenwechsel durch. Die Boxenstopps liefen in beiden Fällen nicht ganz planmäßig und dauerten länger als üblich, sodass für das Duo am Ende nur die Positionen 11 und 15 heraussprangen.

Foto: Alexander Trienitz

Die Bilanz der ersten Saisonhälfte lässt sich für Schubert Motorsport ungeachtet des schwierigen Sonntags am Norisring sehen. In der Teamwertung steht mit 111 Punkten der erste Platz zubuche. Im Klassement der Fahrer liegt Sheldon van der Linde nur neun Zähler hinter dem Führenden. Der Titelanwärter gewann bereits zwei Rennen mit dem neuen BMW M4 GT3. Zusammen mit Philipp Eng eroberte er für das Team an vier Rennwochenenden insgesamt zehn Punkteresultate. Die nächste Runde in der DTM 2022 steht vom 26. bis 28. August auf dem Nürburgring an.

Philipp Eng (AUT)
BMW M4 GT3 – #25
Qualifying 1: P15 – Rennen 1: P5
Qualifying 2: P10 – Rennen 2: P11

Foto: Alexander Trienitz

Philipp Eng: „Der Samstag ist super gelaufen. Ich habe mich aus dem ganzen Chaos rausgehalten und genau in den richtigen Momenten attackiert. Dafür bin ich mit guten Punkten belohnt worden. Am Sonntag hatte ich im Qualifying leider ein kleines Problem, ohne das noch deutlich mehr als Platz zehn drin gewesen wäre. Im Rennen haben wir dann schnell gemerkt, dass wir heute nicht ganz die Pace vom Samstag hatten. Trotzdem bin ich insgesamt zufrieden mit dem Wochenende.“

Sheldon van der Linde (RSA)
BMW M4 GT3 – #31
Qualifying 1: P22 – Rennen 1: DNF
Qualifying 2: P9 – Rennen 2: P15

Foto: Alexander Trienitz

Sheldon van der Linde: „Das Wochenende am Norisring war alles andere als ideal. Ich bin enttäuscht über die Resultate. Im ersten Rennen war der Stil der Fahrer wirklich jenseits von Gut und Böse, was wir gleich in der ersten Runde am eigenen Leib erfahren mussten. Insgesamt haben wir es an diesem Wochenende aber auch als Team nicht auf den Punkt gebracht, wie es uns bisher in der Saison gelungen war. Für die Sommerpause haben wir die eine oder andere Hausaufgabe. Wir werden sämtliche Daten analysieren und ein paar Tests absolvieren, bevor es am Nürburgring weitergeht. Ich bin sehr zuversichtliuch, dass wir dann wieder um das Podium kämpfen werden. Wir sind im Rennen um die Meisterschaft und haben es selbst in der Hand.“

Teammanager Marcel Schmidt: „Unseren ersten Auftritt auf dem Norisring hatten wir uns etwas anders vorgestellt. Das wechselhafte Wetter hat die Setuparbeit erschwert und wir hatten dadurch am Samstag keine gute Ausgangslage. Im ersten Rennen herrschte sehr wenig Disziplin und Philipp hat wirklich einen sauberen Job gemacht, um den fünften Platz für uns zu holen. Da hat er wieder einmal seine ausgezeichnete Rennintelligenz bewiesen. Für Sheldon war es sehr schade, dass ihm schon in der ersten Runde die Chance auf ein gutes Resultat genommen wurde. Am Samstag wäre in dem Chaos auch für ihn etwas drin gewesen. Im zweiten Rennen haben uns leider etwas Pace und das Quäntchen Glück bei der Strategie gefehlt. Das Wochenende nehmen wir als Lehre für die Zukunft. Insgesamt sind wir mit der ersten Saisonhälfte aber sehr zufrieden. Ein Lob an das gesamte Team für die konstant starken Leistungen. Jetzt geht es in die wohlverdiente Pause und im August greifen wir wieder voll an.“

Quelle: Pressemitteilung Schubert Motorsport

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