Starkes Comeback von GRT im Sonntagsrennen der DTM auf dem Norisring. Im zweiten Lauf auf dem Traditionskurs in Nürnberg sorgte das Lamborghini-Team aus der Steiermark für einen versöhnlichen Abschluss eines herausfordernden Wochenendes. Mit Platz zwei holte Mirko Bortolotti hinter dem Steuer des Lamborghini Huracán GT3 EVO mit der Startnummer 63 das absolute Maximum für die Mannschaft von Teamchef Gottfried Grasser heraus. Das vierte Podium der Saison machte er auf dem anspruchsvollen Stadtkurs mit der schnellsten Rennrunde samt Bonuspunkt perfekt. Zur Halbzeit der DTM 2022 führt der Lamborghini-Werksfahrer die Gesamtwertung der hochkarätigen Rennserie an.

Foto: Gruppe C Photography

Nach einem turbulenten Samstag meldete sich Mirko Bortolotti im zweiten Zeittraining eindrucksvoll zurück. Der 32-jährige Italiener fuhr in seiner Gruppe die Bestzeit und stand damit im Grid neben Felipe Fraga in der ersten Reihe. Von Startplatz zwei aus hatte er im Rennen über die Distanz von 55 Minuten und eine Runde vom ersten Moment an alles im Griff. Er behauptete Position zwei bis zum Boxenstopp in Runde 45 souverän. Nach dem Reifenwechsel fuhr er in der Schlussphase die schnellste Runde des Rennens und wurde im Ziel ungefährdet als Zweiter abgewunken. Das fünfte Podium seiner DTM-Karriere war das vierte mit GRT und wurde mit 18 Punkten belohnt. Für das Qualifying-Resultat sowie die Fastest Lap gab es zwei respektive einen Bonuszähler.

Clemens Schmid hatte nach seinem Punkteresultat vom Vortag auf dem 2,162 Kilometer langen Norisring diesmal nicht das richtige Händchen. Im Qualifying touchierte der 31-jährige Tiroler auf seinem ersten Run minimal die Mauer, wobei sein Auto leicht beschädigt wurde. Aufgrund dessen konnte er den neuen Reifensatz im zweiten Versuch nicht optimal nutzen, was zu Startplatz 17 im Feld der 25 GT3-Boliden führte. Im Rennen war er fast über die gesamte Distanz in enge Zweikämpfe involviert, die keinen schnellen Rhythmus zuließen. Die Zielflagge sah er nach 67 Runden als 17.

Am vierten Wochenende seiner GT3-Karriere machte Alessio Deledda hinter dem Steuer des Lamborghini Huracán GT3 EVO weiter Fortschritte. Der 27-jährige Italiener ging aus der 13. Startreihe ins Rennen und lieferte sich einige sehenswerte Duelle mit seiner direkten Konkurrenz. Seine Leistung wurde mit dem 18. Platz belohnt. Mit seiner persönlichen schnellsten Runde erreichte er nahezu die Pace der hinteren Top-10.

Für Grasser Racing fällt das Fazit zur Halbzeit der Debütsaison in der DTM positiv aus. In der Gesamtwertung liegt Mirko Bortolotti nach vier von acht Stationen im Kalender mit 89 Punkten auf dem ersten Platz. GRT liegt im Teamklassement mit 87 Zählern an zweiter Stelle. Die nächste Runde der DTM 2022 steht vom 19. bis 21. August auf dem Nürburgring auf dem Programm.

Foto: Gruppe C Photography

Mirko Bortolotti (ITA)
#63 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P2 – Rennen: P2

Mirko Bortolotti: „Ich hatte einen guten Start und konnte Platz zwei auf der Außenlinie verteidigen. In der Anfangsphase bin ich so gut wie möglich an Felipe drangeblieben, aber er war schnell unterwegs und ich kam nicht in die Position für eine Attacke. Es wurde relativ schnell klar, dass Platz zwei für uns heute das Maximum sein wird, sofern nichts Unvorhergesehenes passiert. Unter dem Strich haben wir mit diesem Ergebnis das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht. Es fühlt sich gut an, nach dem schwierigen Samstag die richtige Antwort gegeben zu haben. Das Team hat einen super Job gemacht.“

Foto: Gruppe C Photography

Clemens Schmid (AUT)
#85 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P17 – Rennen: P17

Clemens Schmid: „Der Sonntag lief leider nicht wie erhofft. Ich habe im Qualifying einen kleinen Fehler gemacht, der mich um eine bessere Ausgangslage gebracht hat. Ich bin auf dem gebrauchten Reifen zu viel Risiko gegangen und das geht voll auf meine Kappe. Im Rennen war es schwer, nach vorne zu kommen. Wir hatten uns nach dem Samstag in der Fahrerbesprechung darauf verständigt, dass die Rennleitung bei Fehlverhalten härter durchgreift. Tatsächlich sind mir mehrmals Konkurrenten ins Auto gefahren und es wurde nicht entsprechend geahndet. Es besteht in dieser Hinsicht also weiterhin Handlungsbedarf.“

Foto: Gruppe C Photography

Alessio Deledda (ITA)
#6 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P25 – Rennen: P18

Alessio Deledda: „Nach dem Samstag war ich am Start sehr konservativ. Im ersten Stint war meine Pace okay, aber ich bin am Auto vor mir nicht wirklich vorbeigekommen. Ich habe da etwas Zeit verloren, aber nach dem Boxenstopp kam ich immer besser zurecht. Gegen Ende war die Pace konkurrenzfähig. Es wird mit jedem Rennen besser. Wir haben schon in Imola gute Fortschritte gemacht und hier ebenfalls. Ich persönlich muss mich im Qualifying noch steigern, aber die Rennpace stimmt mich langsam zufrieden.“

Gottfried Grasser, Teamchef von GRT: „Dieser Sonntag hat gezeigt, wie es laufen muss und der Meisterschaftsstand ist der Lohn dafür. Wir sind fehlerfrei geblieben und haben mit vollem Fokus auf unser gemeinsames Ziel hingearbeitet, um das Maximum herauszuholen. Es war das Gegenteil vom Samstag und das gesamte Team hat es perfekt umgesetzt. In der zweiten Saisonhälfte müssen wir daran arbeiten, diese Leistungen konstant abzurufen. Hut ab vor Mirko, wie er das Wochenende mit dieser fantastischen Leistung gewendet hat. Clemens ist nach seiner guten Leistung vom Vortag leider ein kleiner Schnitzer unterlaufen, der ihn um seine Chancen gebracht hat. Alessio hingegen war im Rennen mit guten Rundenzeiten unterwegs und hat seine positive Tendenz fortgesetzt. Der einzige Wermutstropfen war, dass Franck Perera nicht mitfahren konnte. Er hatte hier eine fantastische Pace und hätte es verdient gehabt, sein Können am Sonntag noch einmal zu zeigen. Wir würde uns sehr freuen, in Zukunft wieder mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Quelle: Pressemitteilung GRT Grasser Racing Team

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