Das lange Warten auf die erste Ausfahrt in der DTM fand für GRT diese Woche sein Ende. Am 5. und 6. April absolvierte das Team beim offiziellen Test auf dem Hockenheimring seinen Einstand in der Königsklasse des GT3-Sports. Das Team aus der Steiermark gab mit seinen vier Lamborghini Huracán GT3 EVO bei der ersten Standortbestimmung auf Anhieb eine gute Figur ab. Lamborghini-Werkspilot Mirko Bortolotti erzielte an beiden Tagen eine Sessionbestzeit und schloss den Test am Mittwoch als Zweiter ab. Rolf Ineichen, Clemens Schmid und Alessio Deledda zeigten bei ihrem ersten Auftritt in der DTM eine steile Lernkurve.

Foto: Gruppe C Photography

Am Dienstagmorgen bestimmten nasskalte Bedingungen den offiziellen Start in die DTM-Saison 2022. Regen und eisiger Wind bei kaum mehr als 5 Grad Celsius beeindruckten die Crew von GRT nicht im Geringsten. Im neuen Look für die Debütsaison in der prestigeträchtigen DTM, fuhr Bortolotti im Lamborghini Huracán GT3 EVO mit der Startnummer 63 in der ersten offiziellen Session des Jahres die Bestzeit. Das GRT-Quartett nutzte am Nachmittag die verbesserten Wetterverhältnisse und kam auf ein Gesamtpensum von 345 Runden. Mit 93 Umläufen auf dem 4,574 Kilometer langen GP-Layout des Hockenheimrings war Schmid der fleißigste Fahrer der Truppe.

Foto: Gruppe C Photography

Der zweite Testtag bot zu Beginn ebenfalls eine nasse Rennstrecke, die bei wärmeren Temperaturen über 10 Grad Celsius allerdings schneller abtrocknete als am Vortag. In der ersten Sitzung vor der Mittagspause war erneut Bortolotti der schnellste Mann im Feld der insgesamt 28 GT3-Boliden. Mit Schmid auf Position sechs schaffte es ein weiterer GRT-Pilot in die Top-10. Unmittelbar hinter dem 31-jährigen Tiroler reihte sich zunächst Ineichen ein, der schlussendlich aber als 16. gewertet wurde. Formel-2-Umsteiger Deledda steigerte sich gegenüber dem Vortag derweil um sechs Positionen.

In der finalen Session der Testfahrten war Bortolotti abermals der schnellste Lamborghini-Pilot im DTM-Grid. Der 32-jährige Italiener fuhr am Mittwochnachmittag die zweitschnellste Zeit und sorgte damit für einen starken Abschluss. Neben diesem Ausrufezeichen freute sich GRT über die beeindruckende Gesamtbilanz eines erfolgreichen Tests. Am Ende der zwei Tage hatte das Lamborghini-Quartett insgesamt 616 Runden respektive 2817 Kilometer in Vorbereitung auf das DTM-Debüt gesammelt, welches vom 29. April bis 1. Mai im portugiesischen Portimão über die Bühne geht.

Mirko Bortolotti: „Die Saisonvorbereitung lief bislang positiv. Wir hatten in Portimão zwei gute Tage und der offizielle Test auf dem Hockenheimring war im Anschluss daran extrem wichtig. Es war für uns essenziell, hier bei unterschiedlichen Wetterbedingungen wertvolle Erfahrungen für die Saison mitzunehmen. Es liegt noch einiges an Arbeit vor uns, aber ich freue mich auf den Saisonstart in Portugal!“

Foto: Gruppe C Photography

Rolf Ineichen: „Es waren zwei wirklich spannende Tage auf dem Hockenheimring. Der Lamborghini fährt sich auf den Michelin-Reifen sehr anders und auch die Balance of Performance bekommt man als Fahrer deutlich zu spüren. Alles fühlt sich etwas schneller an und es macht unglaublich viel Spaß. Die Atmosphäre in der DTM hat mich ebenfalls beeindruckt. Ein großes Kompliment an die gesamte Organisation. Das ist nochmal eine ganz andere Liga und ich fühle mich durch diesen ersten Eindruck in meiner Entscheidung bestätigt. Der Wechsel in die DTM war der richtige Schritt und ich freue mich auf die Saison.“

Clemens Schmid: „Ich bin mit den Testfahrten im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Das Wetter war in den Sessions am Vormittag nicht ideal. Durch den Regen haben wir zwar neue Erkenntnisse gewonnen, mussten aber unser Programm entsprechend anpassen. Die Crew hat ausgezeichnet reagiert und wir haben alles planmäßig abgearbeitet. Ich denke, dass wir eine sehr solide Basis haben, auf der wir aufbauen können. Ich kann meinen ersten Start in der DTM kaum abwarten.“

Foto: Gruppe C Photography

Alessio Deledda: „Die DTM ist für mich eine wirklich aufregende Erfahrung. Der Lamborghini Huracán GT3 EVO macht mir großen Spaß. Ich muss noch viel daran arbeiten, mich auf das GT3-Auto einzustellen. Mein Gefühl wird mit jedem Run besser und die Unterstützung der Ingenieure ist fantastisch. Das Ziel ist, bis zum Saisonstart weitere Fortschritte zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Auftakt noch einige Verbesserungen erzielen werden und freue mich auf meine Debütsaison in der DTM.“

Foto: GRT Grasser Racing Team

Gottfried Grasser, Teamchef von GRT: „Der Test in Hockenheim hat offiziell den Einstieg von GRT in die DTM markiert und war für uns etwas ganz Besonderes. Als wir am Dienstagmorgen ins Fahrerlager gekommen sind, ist für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Dieses Gefühl, dass es endlich losgeht, war unbeschreiblich. Wir haben uns in der DTM auf Anhieb zuhause gefühlt, denn die Zusammenarbeit mit der Organisation und der ITR ist wirklich fabelhaft. Auf der Rennstrecke hatten wir ein strammes Programm zu absolvieren, bei dem sich unsere Fahrer auf unterschiedliche Weise an die DTM herangetastet haben. Es ging in erster Linie darum, den Reifen zu verstehen und das Setup unseres Lamborghini Huracán GT3 EVO zu optimieren. Durch unsere Einsätze in der IMSA konnten wir auf gute Erfahrungswerte mit Michelin zurückgreifen. Die Resultate haben unsere Erwartungen übertroffen, doch es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns. Wir sehen uns auf dem richtigen Weg und werden bis Portimão weiter Vollgas geben.“

Quelle: Pressemitteilung GRT Grasser Racing Team

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