Das Lamborghini-Heimspiel in Imola hielt für GRT einen herausfordernden Sonntag bereit. Nach seiner spektakulären Aufholjagd und dem Podium am Vortag, erreichte Mirko Bortolotti im zweiten Lauf einen hart erkämpften zehnten Platz. Clemens Schmid und der Lamborghini-Werksfahrer hatten mit dem Lamborghini Huracán GT3 EVO im Qualifying trotz zusätzlichem Gewicht die Startplätze fünf und zehn herausgefahren. In einem turbulenten Rennen erwies sich das Punkteresultat von Mirko Bortolotti für Grasser Racing als das Maximum. In der Fahrerwertung liegt der Italiener nach drei von acht Rennwochenenden auf der zweiten Position. GRT steht im Debütjahr in der DTM aktuell an vierter Stelle.

Mirko Bortolotti startete aufgrund von Zusatzgewicht und Erfolgsballast mit einer doppelten Belastung in den Sonntag. Von Startplatz zehn aus verteidigte er sich in der Anfangsphase des Rennens souverän gegen seine Verfolger. Auf Position neun liegend steuerte er in der fünften Runde während einer Safety-Car-Phase die Box an. Ein hektischer Restart warf den 32-jährigen Lokalmatador daraufhin auf Platz 14 zurück. In einem intensiven zweiten Stint kämpfte er den Lamborghini Huracán GT3 EVO mit der Startnummer 63 auf den zehnten Platz zurück. In der Gesamtwertung liegt er mit 68 Zählern auf Rang zwei.

Mit seinem besten Resultat im hochkarätigen Feld der DTM setzte Alessio Deledda in Rennen zwei seine Lernkurve fort. Der GT3-Rookie machte auf dem 4,909 Kilometer langen Autodromo Enzo e Dino Ferrari weitere Fortschritte mit dem Lamborghini Huracán GT3 EVO. Nach 33 Runden wurde er als 16. im Feld der 28 Teilnehmer gewertet und fand dabei mit seinen Rundenzeiten erneut den Anschluss ans Feld. Mit seiner sechsten Zielankunft im sechsten Rennen sammelte der 27-Jährige aus Rom zudem wichtige Kilometer.

Clemens Schmid blieb eine Wiederholung seines hervorragenden sechsten Platzes vom Samstag verwehrt. Im Zeittraining trumpfte der 31-jährige Trioler erneut als bestplatzierte Lamborghini-Fahrer auf. Der fünfte Startplatz wurde im Rennen jedoch nicht belohnt. In der Anfangsphase behauptete er sich mühelos in der Verfolgergruppe hinter der Spitze. Nachdem sein Auto in der Box sowie beim Restart durch unverschuldete Kollisionen beschädigt wurde, musste er wenig später vorzeitig die Segel streichen.

Für den vierten GRT-Piloten im Bunde dauerte das zweite Rennen nur zwei Runden. Rolf Ineichen machte in der Startphase zunächst sieben Positionen gut und war 19. Im dichten Verkehr kam es zu einer Kollision mit einem anderen Auto, als der 44-jährige Schweizer beim Anbremsen nicht optimal verzögern konnte. Nach dem Kontakt musste er sein Rennen an Ort und Stelle frühzeitig beenden.

Mirko Bortolotti (ITA)
#63 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P10 – Rennen: P10

Foto: Gruppe C Photography

Mirko Bortolotti: „Es war ein schwieriger Sonntag für uns. P10 im Qualifying war alles, was in meinem Fahrzeug steckte. Im Rennen waren wir diesmal gezwungen, unter Safety Car früh zu stoppen, was uns wiederum keine Möglichkeit gegeben hat, strategisch Plätze zu gewinnen. Im Zweikampf musste ich mich leider nur aufs Verteidigen konzentrieren, da wir machtlos waren, um zu attackieren.“

Alessio Deledda (ITA)
#6 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P28 – Rennen: P16

Foto: Gruppe C Photography

Alessio Deledda: „Ich hatte mir im Qualifying mehr erhofft. Am Ende hat uns eine Runde gefehlt, weil wir spät rausgegangen sind. Was die Pace auf eine Runde angeht, muss ich mich aber sowieso noch verbessern. Dafür war der Speed im Rennen ziemlich gut, obwohl wir mehr Gewicht an Bord hatten. Ich bin am Feld drangeblieben und war mit meinen Rundenzeiten zufrieden. Bis sechs Runden vor dem Ziel war es in Ordnung, dann fiel es mir auf der Bremse schwer und ich wurde durch die Hitze auch etwas müde. Unter dem Strich bin ich mit dem Wochenende aber sehr glücklich.“

Clemens Schmid (AUT)
#85 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P5 – Rennen: DNF

Foto: Gruppe C Photography

Clemens Schmid: „Das Rennen war für mich Frust pur. Von unserer Seite war es eigentlich ein guter Tag. Wir hatten eine super Pace und im Qualifying lief alles nach Plan. Im Rennen wurden wir dann von allen Seiten in die Mangel genommen. Ich wurde in der Box und beim Restart gleich von mehreren Konkurrenten getroffen. Der eine oder andere Fahrer hat einen Stil an den Tag gelegt, bei dem mir wirklich die Worte fehlen. Nach ein paar Runden war mein Auto so mitgenommen, dass wir keine Chance mehr hatten. Die Lenkung und der Auspuff waren beschädigt und wir konnten nur noch abstellen.“

Rolf Ineichen (SUI)
#19 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P26 – Rennen: DNF

Foto: Gruppe C Photography

Rolf Ineichen: „Mein Rennen ist leider schnell erzählt. Ich bin am Start gut zurechtgekommen und hatte kurz darauf ein Problem. Beim Anbremsen auf Kurve 18 konnte ich nicht richtig stoppen. Ich habe versucht auszuweichen, aber unglücklicher Weise den Porsche von Thomas Preining getroffen. Der Zwischenfall tut mir sehr leid. Es ist nie ein schönes Gefühl, wenn man mit jemandem kollidiert. Ein großes Sorry für diese unschöne Situation. Wir müssen uns anschauen, was da schiefgelaufen ist.“

Gottfried Grasser, Teamchef von GRT: „Es war mit der angepassten Balance of Performance für uns ein hartes Rennen. Im Qualifying hat sich abgezeichnet, dass es für uns sehr schwierig wird. Auf der Renndistanz hat sich das zusätzliche Gewicht noch deutlicher bemerkbar gemacht. Mirko war darüber hinaus mit Erfolgsballast von seinem dritten Platz am Samstag unterwegs. Mehr als die Top-10 waren mit der Pace nicht drin. Für Clemens war der Rennausgang sehr schade, denn er hat dieses Wochenende eine fantastische Leistung gezeigt. Nach zwei super Qualifyings und dem tollen Ergebnis am Samstag, hatte er mehr verdient. Rolf hatte mit seinem frühen Aus auch einen kniffligen Tag, aber er ist lange genug dabei und kennt den Sport. Wir werden die Gründe für den Unfall untersuchen und am Norisring neu angreifen. Worüber wir uns wiederum sehr freuen, ist die Leistung von Alessio. Er hat sich über die drei Tage hier in Imola kontinuierlich gesteigert. Der 16. Platz ist für ihn auf seinem Weg ein schöner Erfolg.“

Quelle: Pressemitteilung GRT Grasser Racing Team

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