Erfolgreiches Heimspiel für GRT bei der DTM auf dem Red Bull Ring. Das Lamborghini-Team aus der Steiermark stellte mit seinen vier Lamborghini Huracán GT3 EVO im Samstagsrennen einmal mehr seine Konkurrenzfähigkeit in der hochkarätigen Meisterschaft unter Beweis. Mirko Bortolotti eroberte im 13. Lauf sein fünftes Podium in dieser Saison. Auf dem Weg zu Platz drei fuhr der Lamborghini-Werksfahrer darüber hinaus zum vierten Mal in diesem Jahr die schnellste Rennrunde. In der Gesamtwertung liegt er nur noch 20 Punkte hinter dem Führenden. Rolf Ineichen und Alessio Deledda sahen die Zielflagge auf den Plätzen 18 und 21 im Feld der 27 GT3-Boliden. Clemens Schmid musste sein Rennen vorzeitig beenden.

Im Zeittraining auf dem 4,318 Kilometer langen Red Bull Ring bescherte Mirko Bortolotti der Mannschaft um Teamchef Gottfried Grasser einmal mehr eine vielversprechende Ausgangslage. Der 32-jährige Italiener qualifizierte sich in der dritten Startreihe. Rolf Ineichen knüpfte an seine starke Leistung aus Spa-Francorchamps an, wo er im Rennen die schnellste Runde gefahren war. Dem Schweizer fehlten in Startreihe acht nur anderthalb Zehntelsekunden auf die Top-10. Nach seiner Trainingsbestzeit am Freitag bekam Clemens Schmid keine optimale Runde zusammen und landete im Klassement eine Position hinter Rolf Ineichen. Für Alessio Deledda sprang ein Platz in Reihe 14 heraus.

Beim Rennen über die Distanz von 55 Minuten und eine Runde ging es wie in der DTM gewohnt vom ersten Moment an heiß her. Mirko Bortolotti bewies in einer hart umkämpften Startrunde die perfekte Übersicht und machte mit entschlossenen Manövern drei Positionen gut. Auf Platz drei liegend übte er kontinuierlich Druck auf die Spitze aus. In einem taktisch klugen ersten Stint enteilte er zusammen mit dem Führungsduo dem Rest des Feldes.

Die Strategen rund um den Lamborghini Huracán GT3 mit der Startnummer 63 suchten die Entscheidung gegen den Zweitplatzierten mit einem Overcut in der 27. Runde. Ein kleines Problem beim Radwechsel vorne links durchkreuzte die Pläne. Der Zeitverlust machte sich allerdings nur auf der Stoppuhr bemerkbar. Auf der Rennstrecke war Mirko Bortolotti weiterhin Dritter. Er nutzte den frischen Reifen und die freie Fahrt, um mit 1:29.354 Minuten die schnellste Runde des Rennens zu fahren. Nach 38 Runden überquerte er die Ziellinie als Dritter und erhielt obendrein den Bonuspunkt für die Fastest Lap.

Rolf Ineichen erlebte einen herausfordernden Sonntag. Nach seinem starken Qualifying fiel er beim Rennstart auf die 19. Position zurück. In den darauffolgenden Runden arbeitete er sich wieder auf Rang 16 vor. Im dichten Verkehr entschied sich die Crew der Startnummer 19 für einen frühen Boxenstopp, um die direkte Konkurrenz mit einem Undercut zu attackieren. Der Reifenwechsel lief allerdings nicht wie geplant und der 44-Jährige fand sich auch im zweiten Stint in den Untiefen des Mittelfeldes wieder. Ohne die Möglichkeit, nach vorne attackieren zu können, überquerte er die Ziellinie als 18.

Für Alessio Deledda war der erste Auftritt im GT3-Boliden auf dem Red Bull Ring eine weitere lehrreiche Erfahrung. Der 27-jährige Italiener hielt in der Anfangsphase souverän den Anschluss ans Feld. Bis zu seinem Boxenstopp in der achten Runde machte er vier Positionen gut. Nach dem Reifenwechsel fand er seinen Rhythmus und fuhr konstante Rundenzeiten. Ein kurzzeitiges technisches Problem in der 25. Runde kostete ihm jedoch wertvolle Zeit, sodass er nach vorne nichts mehr ausrichten konnte. Er beendete das Rennen als 21.

Clemens Schmid war in der hektischen Startphase im Mittelfeld wie üblich im Auge des Sturms. Er geriet in Kurve sechs beim Duell mit einem Konkurrenten aneinander, wobei sein rechter Hinterreifen beschädigt wurde. Nach einem unplanmäßigen Boxenstopp fuhr der 32-jährige Tiroler dem Feld hinterher und matchte dabei die Rundenzeiten der Top-5. Den entstandenen Rückstand aufzuholen, war bei einem normalen Rennverlauf ohne Neutralisierungen jedoch unmöglich. Das Team entschied sich deshalb, das Auto in der 25. Runde vorzeitig abzustellen.

Mirko Bortolotti (ITA)
#63 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P6 – Rennen: P3

Foto: Gruppe C Photography

Mirko Bortolotti: „Es war ein sehr guter Samstag für uns, an dem wir von Startposition sechs das Maximum herausgeholt haben. Der dritte Platz ist ein starkes Resultat auf einer Strecke, die uns auf dem Papier nicht besonders liegt. Es war wirklich eine super Performance vom gesamten Team. Der Zeitverlust beim Boxenstopp war unglücklich, aber er hat uns unter dem Strich keine Position gekostet. Diese Dinge passieren auch der besten Crew. Ich bin stolz auf meine Jungs und darauf, dass wir nach zwei schwierigen Wochenenden mit einem starken Ergebnis zurückgekommen sind.“

Rolf Ineichen (SUI)
#19 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P15 – Rennen: P18

Foto: Gruppe C Photography

Rolf Ineichen: „Das Qualifying war super. Ich war mit meiner Runde richtig happy und das Auto war sehr gut. Im Rennen lief es leider nicht für uns. Der Start verlief turbulent und ich habe ein paar Positionen verloren. Wir waren danach gut unterwegs, aber leider lief der Boxenstopp nicht ganz glatt. Dadurch ging unsere Strategie nicht auf und ich steckte weiter im Verkehr. In der zweiten Rennhälfte fehlte etwas die Pace. Ich habe einfach versucht, das Maximum herauszuholen und es war nicht mehr drin. Wir haben in dem Rennen aber viel gelernt und fühlen uns für den Sonntag gut aufgestellt.“

Clemens Schmid (AUT)
#85 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P16 – Rennen: DNF

Foto: Gruppe C Photography

Clemens Schmid: „Es war ein schwieriger Tag. Ich habe das Team im Qualifying im Stich gelassen, denn unser Auto war definitiv besser als die Gridposition. Im Rennen wurden wir leider früh um die Chance auf ein gutes Resultat gebracht. Am Start bremste das Auto vor mir und ich verlor einige Positionen, weil ich vom Gas gehen musste. Danach kam es zu einem unglücklichen Kontakt mit Dennis Olsen. Das war ein klassischer Rennzwischenfall, wie er in der ersten Runde manchmal vorkommt. Nachdem wir den beschädigten Reifen gewechselt hatten, war meine Pace wirklich gut. Der Rennausgang ist enttäuschend, aber wir haben ein super Rennauto. Am Sonntag müssen wir für eine bessere Ausgangslage sorgen.“

Alessio Deledda (ITA)
#6 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P27 – Rennen: P21

Foto: Gruppe C Photography

Alessio Deledda: „Im Qualifying haben wir erneut Fortschritte gemacht. Der Rückstand war geringer als vor zwei Wochen. Auf meiner letzten Runde war ich auf dem Weg zu einer Verbesserung, als ein technisches Problem auftrat und ich abbrechen musste. Ich hatte aber ein gutes Gefühl und war damit zufrieden. Im Rennen hatte ich einen guten Start und hielt in der ersten Rennhälfte den Anschluss. Dann trat dieselbe Unregelmäßigkeit wie im Zeittraining auf und ich fiel zurück. Es ist etwas schade, weil ich dabei war, auf die beiden Autos vor mir aufzuholen. Für das zweite Rennen bin ich aber optimistisch, dass wir ins Geschehen eingreifen können.“

Foto: Gruppe C Photography

Gottfried Grasser, Teamchef von GRT: „Ein Podium beim Heimrennen ist ein super Ergebnis, mit dem wir sehr zufrieden sind. Es gab ein paar Kleinigkeiten, die wir mitnehmen und aus denen wir lernen können. Insgesamt hat das Team aber einen mega Job gemacht. Mirko ist fantastisch gefahren und hat mit seinem dritten Platz wertvolle Punkte erkämpft. Für die anderen Jungs war es kein einfacher Samstag. Clemens war leider früh in eine Kollision verwickelt. Wir haben sein Rennen danach genutzt, um Daten zu sammeln. Rolf hat sich nach seinem tollen Qualifying im Verkehr etwas schwergetan. Bei Alessio war die Lernkurve wieder sehr ermutigend. Er hat im Qualifying den Anschluss gehalten. Wenn er noch das eine oder zwei Zehntel findet, ist er voll bei der Musik. Insgesamt war es ein guter Tag und wir freuen uns auf morgen.“

Quelle: Pressemitteilung GRT Grasser Racing Team

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