Die DTM-Saison 2022 hielt für GRT in Portimão einen fast perfekten Auftakt bereit. Nach der Pole Position und den beiden Podien durch Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti geht es für die Mannschaft um Teamchef Gottfried Grasser am kommenden Wochenende mit dem ersten Rennwochenende in Deutschland weiter. Für die Rennen drei und vier der diesjährigen DTM reisen die Crews der vier Lamborghini Huracán GT3 EVO vom Hauptquartier von Grasser Racing in der Steiermark an den Lausitzring. Auf dem wohlbekannten Pflaster gilt es für Mirko Bortolotti, Clemens Schmid, Rolf Ineichen und Alessio Deledda, an die Form vom Saisonstart anzuknüpfen.

Foto: Gruppe C Photography

Das DTM-Debüt von GRT war am ersten Mai-Wochenende auf dem Autódromo Internacional do Algarve in Portugal ein voller Erfolg. Mirko Bortolotti erzielte im Qualifying am Samstag auf Anhieb die Pole Position. Im ersten Rennen war der aus Riva del Garda stammende Italiener mit Wohnsitz in Wien auf dem Weg zum Sieg, bis ihn eine unglückliche Safety-Car-Phase und ein kurzzeitiges technisches Problem zurückwarfen. Mit einer entschlossenen Aufholjagd kämpfte er sich in der Schlussphase von der sechsten Position auf das Podium zurück. Am Sonntag ließ er trotz Zusatzballast im Auto einen weiteren dritten Platz folgen. Die beiden Top-Resultate hievten den 32-Jährigen an die Spitze der Fahrerwertung.

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Für seine Teamkollegen war der Einstand in der DTM eine äußert lehrreiche Erfahrung. Der Österreicher Clemens Schmid zeigte bei seinem Debüt in der legendären Rennserie sein Potential auf, doch ein Punkteresultat blieb ihm verwehrt. Der 31-Jährige aus Steinach am Brenner in Tirol fuhr im ersten Zeittraining in die siebte Startreihe, wurde aber in beiden Läufen durch unverschuldete Zwischenfälle zurückgeworfen. Ähnlich erging es Rolf Ineichen. Der 43-jährige Schweizer zeigte eine deutliche Lernkurve, sah jedoch in keinem der Rennen die Zielflagge. Formel-2-Umsteiger Alessio Deledda arbeitete derweil mit einem fehlerfreien Wochenende kontinuierlich an seiner Umstellung auf den für ihn neuen GT3-Boliden.

Eine erfolgreiche Umstellung war der DTM-Einstand für die gesamte GRT-Crew. Die Ingenieure und Mechaniker entfesselten mit der Unterstützung von Lamborghini Squadra Corse nicht nur das Potential des Lamborghini Huracán GT3 EVO. Die Pit-Crews meisterten auch die für sie neuen Performance-Boxenstopps in der DTM. In beiden Rennen absolvierten sie den Reifenwechsel auf beiden Seiten der Garage ohne Fehl und Tadel.

Der DEKRA Lausitzring: Turn eins auf die amerikanische Art

Der im Jahr 2000 eröffnete Lausitzring gehört seit jeher zum Pflichtprogramm im DTM-Kalender. Vom GRT-Workshop in St. Margarethen sind es 650 Kilometer Anreise zur Rennstrecke in Brandenburg. In den vergangenen Jahren war die Truppe dort mit dem Lamborghini Huracán GT3 im ADAC GT Masters erfolgreich. Ein Sieg, fünf Podien, eine Pole Position und drei schnellste Rennrunden zeugen von der Konkurrenzfähigkeit des Teams und seiner Autos. In der DTM erwartet GRT diesmal eine spezielle Herausforderung.

Foto: Gruppe C Photography

Zusätzlich zum harten Wettbewerb im hochkarätig besetzten Feld der 29 GT3-Boliden wird ein ungewohntes Layout befahren. Die 4,601 Kilometer lange Streckenvariante umfasst die erste Steilkurve vom berüchtigten Tri-Oval des Lausitzrings. Mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 280 km/h und einem Banking von 8,7 Grad garantiert die erste Kurve maximale Action und sorgt für Highspeed-Racing auf die US-amerikanische Art. Für GRT ist diese Besonderheit allerdings kein neues Terrain. Die zweimaligen Sieger der legendären 24 Stunden von Daytona kennen den Mix aus Rundstrecke und Oval aus den USA bestens.

GRT bei der DTM auf dem Lausitzring: Live in über 60 Ländern

Das Rennwochenende der DTM umfasst in der Saison 2022 insgesamt sechs Sessions. Am Freitag stehen zwei Trainingssitzungen über jeweils 45 Minuten auf dem Plan. Ernst wird es mit den Qualifyings und Rennen am Samstag und Sonntag. Das Zeittraining findet jeweils um 10:05 Uhr statt und wird über 20 Minuten ausgetragen. Der Rennstart wird an beiden Tagen mit dem Beginn der Einführungsrunde um 13:30 Uhr eingeleitet. Die Distanz eines Laufs beträgt 55 Minuten plus eine Runde.

Foto: Gruppe C Photography

Die Rennen von GRT in der DTM werden an allen acht Wochenenden live in alle Welt ausgestrahlt. In den vergangenen Jahren wurden die Veranstaltungen der international renommierten Serie im TV oder per Stream in über 60 Länder gesendet. Im deutschsprachigen Raum wird die DTM 2022 von ProSieben (Deutschland) und ServusTV (Österreich) übertragen. Beide Sender liefern den Zuschauern ihre Bilder sowohl im Fernsehen als auch via Live-Stream. Darüber hinaus steht mit DTM Grid ein umfangreiches Online-Angebot zur Verfügung, das Fans die volle Live-Action inklusive Timing, Highlights und vielem mehr bietet.

Gottfried Grasser, Teamchef von GRT: „Das erste DTM-Rennen in dieser Saison auf deutschem Boden ist für uns alle etwas ganz Besonderes und für die Fans ein Highlight. Wir freuen uns sehr darauf und werden alles geben. In der Vergangenheit haben wir uns auf dem Lausitzring immer wohlgefühlt, doch für die DTM können und wollen wir uns auf die Erfolge vergangener Tage natürlich nicht verlassen. Wir haben im Vorfeld einen Test absolviert, um die Autos optimal auf das ungewohnte Layout und den Michelin-Reifen abzustimmen. Es wird entscheidend sein, eine gute Basis zu haben und am Rennwochenende fehlerfrei zu bleiben. In Portimão ist uns das ganz gut gelungen und wir hoffen, in der Lausitz daran anknüpfen zu können.“

Quelle: Pressemitteilung GRT Grasser Racing Team

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