Die zweite Station der DTM 2022 stellte GRT an diesem Samstag vor eine enorme Herausforderung. Auf dem Lausitzring galt es für das österreichische Lamborghini-Team nicht nur den berüchtigten Turn 1 zu meistern. Für die Crews und die Fahrer der vier Lamborghini Huracán GT3 EVO sorgte auch die Einstufung des italienischen GT3-Boliden im Reglement für einen erhöhten Schwierigkeitsgrad. Das Team ließ sich von der kniffligen Aufgabe im ersten Rennen an diesem Wochenende aber nicht aus der Ruhe bringen. Mirko Bortolotti holte mit Platz sechs im Feld der 29 GT3-Boliden das Maximum heraus.

Rolf Ineichen glänzte auf dem 4,601 Kilometer langen Lausitzring vor den Toren Dresdens indessen bei seinem dritten Auftritt in der DTM mit einer Aufholjagd. Der Schweizer wurde für eine fehlerfreie Fahrt und konstante Pace mit dem 14. Rang belohnt. Clemens Schmid und Alessio Deledda sahen die Zielflagge als 17. und 19. In der Fahrerwertung liegt Mirko Bortolotti auf Platz zwei. In der Teamwertung belegt GRT den dritten Rang.

Foto: Gruppe C Photography

Mirko Bortolotti (ITA)
#63 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P9 – Rennen: P6

Im Qualifying stellte Mirko Bortolotti mit Startplatz neun für den ersten Lauf eine solide Ausgangslage sicher. Sein gutes Timing am Start wurde später hingegen nicht belohnt. Gegen den höheren Topspeed der Konkurrenz hatte er auf den Weg zum ersten Bremspunkt das Nachsehen und kehrte als 16. aus der Startphase zurück. Der Boxenstopp in der neunten Runde erwies sich als die richtige Strategie. Im zweiten Stint teilte sich der 32-jährige Italiener den Reifen optimal ein und kämpfte sich zugleich in hart geführten Duellen kontinuierlich nach vorne. Nach der Renndistanz von 55 Minuten und einer Runde wurde der Lamborghini Huracán GT3 EVO mit der Startnummer 63 als Sechster abgewunken.

Mirko Bortolotti: „Es war für uns unter dem Strich ein sehr gutes Rennen. Wir haben heute das Maximum aus unserem Paket geholt. Das Auto war richtig gut, das ganze Team hat einen mega Job gemacht. Ich habe alles gegeben, um meinen Part auf der Rennstrecke so gut wie möglich zu erledigen und für uns ist dabei ein sehr wertvoller sechster Platz herausgesprungen. Es war deutlich zu sehen, dass wir uns hier schwertun. Mehr war unter diesen Voraussetzungen nicht drin. Das Ergebnis nehmen wir gerne mit und jetzt konzentrieren wir uns darauf, morgen noch einmal das Beste aus unseren Möglichkeiten zu machen.“

Foto: Gruppe C Photography

Rolf Ineichen (SUI)
#19 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P26 – Rennen: P14

Im Schwesterauto mit der Startnummer 19 erlebte Rolf Ineichen einen ähnlich ereignisreichen Samstag. In der Startrunde machte der 44-jährige Schweizer fünf Positionen gut und legte damit den Grundstein für ein erfolgreiches Rennen. Ein früher Reifenwechsel ermöglichte es ihm, im zweiten Stint schnell in den richtigen Rhythmus zu finden. Er machte elf Plätze gut und feierte als 14. seine erste Zielankunft in der DTM.

Rolf Ineichen: „Das Ziel war heute, das Rennen zu beenden und keine Fehler zu machen. Es war für mich eine große Herausforderung, über die Stunde hinweg die Konzentration zu halten, aber es war ein mega Rennen. Die Strategie ist voll aufgegangen und ich habe mich sehr wohlgefühlt. Gegen Ende musste ich auf den Reifen aufpassen und habe darauf geachtet, keine Zeit mit unnötigen Zweikämpfen zu verlieren. Ich bin wirklich super happy über das Resultat. Vielen Dank an das gesamte Team für den tollen Job.“

Foto: Gruppe C Photography

Clemens Schmid (AUT)
#85 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P27 – Rennen: P17

Das erste Qualifying auf dem Lausitzring erfüllte die Erwartungen von Clemens Schmid nicht. Im Rennen zeigte der 31-Jährige aus Steinach am Brenner mit starken Zwischenzeiten auf, doch die schwierige Ausgangslage verhinderte jegliches Momentum, um sich nach vorne zu orientieren. Ein früher Boxenstopp in der siebten Runde sollte ihm freie Fahrt verschaffen. Beim Wechsel des rechten Vorderreifens kostete ihn eine verklemmte Radmutter allerdings vier Sekunden. Nach einer konservativen Schlussphase im Mittelfeld wurde er als 17. gewertet.

Clemens Schmid: „Es war ein schwieriger Tag. Mir hat in Kurve eins das Vertrauen gefehlt und dadurch sind wir im Rennen einfach zu weit hinten gestartet. Beim Boxenstopp haben wir durch ein Problem noch zusätzlich Zeit verloren. Im zweiten Stint habe ich hinter einem anderen Auto festgesteckt. In den Kurven war ich deutlich schneller, aber gegen den höheren Topspeed hatte ich keine Chance. Ich hätte nur mit Gewalt attackieren können, aber ich habe an den Sonntag gedacht und mich zurückgehalten. Wir haben morgen nochmal eine Möglichkeit und wollen es besser machen. Wenn das Qualifying sitzt, wird es ein ganz anderes Rennen.“

Foto: Gruppe C Photography

Alessio Deledda (ITA)
#6 Lamborghini Huracán GT3 EVO
Qualifying: P29 – Rennen: P19

Der ehemalige Formel-2-Pilot Alessio Deledda sah sich auf dem Lausitzring mit einer ganz neuen Herausforderung in seiner jungen Motorsportkarriere konfrontiert. Neben dem für ihn neuen GT3-Auto war auch die Steilkurve des Lausitzrings für den Italiener gänzlich unbekanntes Terrain. Vom 29. Startplatz aus spulte er im Rennen sicher seine Runden ab, um weitere Kilometer hinter dem Steuer des Lamborghini Huracán GT3 EVO zu sammeln. Die fehlerfreie Leistung wurde mit dem 19. Platz belohnt.

Alessio Deledda: „Ich habe mich nicht wirklich wohlgefühlt und einfach zu viele Schwierigkeiten gehabt. Beim Test hatte ich hier ein viel besseres Gefühl und die Rundenzeiten waren ebenfalls besser. Am Rennwochenende lief es von Anfang an nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Wir müssen uns das anschauen, denn ich möchte mich am Sonntag unbedingt steigern.“

Gottfried Grasser, Teamchef von GRT: „Wir haben schon im Qualifying gesehen, dass es für uns hier ziemlich hart wird. Der Lausitzring liegt dem Lamborghini normalerweise sehr gut, aber im ersten Sektor haben wir diesmal aus unterschiedlichen Gründen unsere Schwierigkeiten. Das Resultat ist für uns wie ein kleiner Sieg. Mirko ist ein sehr starkes Rennen gefahren und die Crew hat fantastische Arbeit geleistet, um von Platz 16 wieder so weit nach vorne zu kommen. Auf diese Leistung dürfen wir stolz sein. Von Rolf war es ebenfalls ein super Rennen. Es freut uns alle, ihn in alter Form zu sehen. Wir kennen seine Fähigkeiten und er findet sich in der DTM immer besser zurecht. Das Potential von Clemens haben wir heute ebenfalls wieder gesehen, doch der erste Sektor stand ihm im Weg. Es geht bei ihm nur um Details, dann werden wir ihn deutlich weiter vorne sehen. Bei Alessio liegt noch etwas mehr Arbeit vor uns, aber wir werden am Sonntag wie immer Vollgas geben, um das Potential aller unserer Fahrer zu entfalten.“

Quelle: Pressemitteilung GRT Grasser Racing Team

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