Wichtige Punkte für starkes Teamwork waren am vergangenen Wochenende auf dem Lausitzring für das GRT Grasser Racing Team ein wohlverdienter Lohn. Die Mannschaft aus der Steiermark fuhr in den Rennen sieben und acht im ADAC GT Masters 2021 mit allen drei Lamborghini Huracán GT3 EVO in die Punkte. Für das Highlight sorgten Mirko Bortolotti und Albert Costa Balboa. Die Lamborghini-Werksfahrer feierten am Samstag Platz drei und sind in der Fahrermeisterschaft als Dritte weiter im Titelkampf. In der Teamwertung geht es noch enger zu. Als Zweiter liegt das GRT Grasser Racing Team nur noch sieben Punkte hinter dem Führenden der Internationalen deutschen GT-Meisterschaft.

Foto: Axel Weichert

Abgerundet wurde die Teamleistung auf dem 3,442 Kilometer langen Kurs in Brandenburg durch Top-Resultate aller drei Fahrerduos. Clemens Schmid und Mike David Ortmann erreichten mit Position fünf im ersten Rennen ihr bisher bestes Resultat in diesem Jahr. Für Ortmann sprang dabei der dritte Platz in der Juniorwertung und damit ein erstes Saisonpodest in diesem Klassement heraus. Neben den beiden Youngstern war auch Silber-Fahrer Rolf Ineichen an der Seite von Lamborghini-Werkspilot Franck Perera einmal mehr erfolgreich. Der Schweizer feierte in beiden Läufen den Sieg in der Trophy-Wertung.

Foto: Axel Weichert

Lamborghini Huracán GT3 EVO #63 (Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa)
Qualifying 1: P2 – Rennen 1: P3
Qualifying 2: P12 – Rennen 2: P5

Für die Titelaspiranten in der Startnummer 63 begann das Wochenende mit Position zwei im ersten Training einmal mehr nach Plan. Im ersten Qualifying bestätigte Bortolotti die Leistung aus der Vorbereitung auf beeindruckende Weise. Bei einsetzendem Regen verbesserte der 31-Jährige als einer von wenigen Fahrern spät in der Session seine Rundenzeit und stellte den Lamborghini Huracán GT3 EVO auf Startplatz zwei. In einem turbulenten Rennen behielten er und Costa Balboa zu jeder Zeit den Überblick. Mit dem dritten Platz feierten sie ihr drittes Podium in der laufenden Saison.

Der Sonntag stellte das Duo vor eine weitere harte Bewährungsprobe im Meisterschaftskampf. Aufgrund eines technischen Problems konnte Costa Balboa im Qualifying nur in den letzten Minuten auf Zeitenjagd gehen. Der 31-jährige Spanier betrieb mit Startplatz zwölf Schadensbegrenzung. Die ungünstige Ausgangslage konnte die beiden Lamborghini-Werksfahrer im zweiten Rennen aber nicht stoppen. Costa Balboa übergab das Auto beim Fahrerwechsel auf Platz zehn an Bortolotti. Der Italiener machte im zweiten Stint keine Gefangenen und kämpfte sich bis auf Rang sechs vor. Die starke Aufholjagd bescherte den Titelkandidaten einen wertvollen fünften Platz.

Albert Costa Balboa: „Ich bin ziemlich zufrieden mit diesem soliden Wochenende. Wir hatten harte Konkurrenz und haben das Maximum herausgeholt. Es war nicht leicht, aber wir haben alle super zusammengearbeitet und einen tollen Job gemacht. Lamborghini, das gesamte GRT Grasser Racing Team, Mirko und ich arbeiten extrem fokussiert und geben alles. Wir hatten an diesem Wochenende von Anfang an unseren Plan und haben ihn durchgezogen. In der Meisterschaft haben wir gut aufgeholt und jetzt geht es in die heiße Phase. Ich freue mich schon auf den Sachsenring. Vergangenes Jahr habe ich mich dort sehr wohlgefühlt und das Auto war super. Ich bin sehr optimistisch. Das Beste kommt noch.“

Foto: Axel Weichert

Lamborghini Huracán GT3 EVO #19 (Rolf Ineichen/Franck Perera)
Qualifying 1: P18 – Rennen 1: P8
Qualifying 2: P2 – Rennen 2: P7

Mit der Bestzeit beim Trainingsauftakt führte Perera am Freitag die Doppelspitze von GRT Grasser Racing zum Start ins Wochenende an. Im Samstagsqualifying verbesserte sich Ineichen trotz der schwierigen Mischbedingungen stetig. Mit konstanten Rundenzeiten erreichte er für den ersten Lauf einen Platz in der neunten Startreihe. Aus den Untiefen des Mittelfeldes ging es für den Lamborghini Huracán GT3 EVO mit der Startnummer 19 nach dem Start unaufhaltsam nach vorne. Schon in der ersten Runde machte Ineichen sieben Positionen gut. Durch einen Overcut in der Boxenstopp-Phase startete Perera als Neunter in den zweiten Stint. In einer ereignisreichen Schlussphase machte der Franzose die Aufholjagd mit Platz acht perfekt.

Den Schwung vom Samstag nutzte Perera im zweiten Qualifying maximal aus. Mit einer starken Runde sicherte der Lamborghini-Werkspilot Platz zwei im Grid für das Sonntagsrennen. In einer turbulenten Startphase rutschte er nach einem harten Zweikampf auf die fünfte Position ab. Im ersten Stint hielt der 37-Jährige souverän den Anschluss an die Konkurrenz. Mit der richtigen Strategie schickte sich die Startnummer 19 an, verlorene Positionen wieder gutzumachen. Beim Fahrerwechsel verlor Ineichen jedoch drei Sekunden, als vor dem Losfahren vom Boxenplatz der Motor für einen Moment abstarb. Er verteidigte das Punkteresultat in der zweiten Rennhälfte danach sicher gegen seine Verfolger und sah die Zielflagge als Siebter.

Franck Perera: „Nach dem guten ersten Rennen hatten wir uns am Sonntag von Startplatz zwei definitiv mehr erhofft. Leider ist es auf dieser Strecke ein Nachteil, am Start außen zu sein. Ich wurde in Kurve drei von jemandem touchiert und verlor einige Positionen. Das Auto lief super und wir konnten die Pace gut mitgehen. Beim Fahrerwechsel haben wir aufgrund eines kleinen Problems dann etwas Zeit verloren. Wir hätten gerne mehr als Platz sieben erreicht. Aber unter dem Strich war es mit Punkteresultaten in beiden Rennen trotzdem ein positives Wochenende. Rolf hat einen tollen Job gemacht und wir haben im Qualifying unseren Speed bewiesen. Es sind noch ein paar Rennen und wir werden weiter alles geben.“

Rolf Ineichen: „Mein Qualifying am Samstag war nicht ganz optimal. Ich habe die Sektoren auf meiner Runde nicht perfekt zusammenbekommen. Dafür hatten wir eine coole Aufholjagd. Ich hatte einen sehr guten Start und auch etwas Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Der achte Platz war am Ende ein sehr gutes Resultat. Am Sonntag hat Franck mit Startplatz zwei wieder einmal eine super Leistung abgeliefert. Das Rennen lief nicht nach Plan. Er hatte am Start etwas Pech und später hat es beim Boxenstopp gehapert. Wir haben uns dann in der Schlussphase natürlich darauf konzentriert, Mirko und Albert zu unterstützen. Unter dem Strich sind wir mit dem Wochenende sehr zufrieden. Das gesamte Team hat toll gearbeitet und das Auto war richtig gut.“

Foto: Axel Weichert

Lamborghini Huracán GT3 EVO #16 (Clemens Schmid/Mike David Ortmann)
Qualifying 1: P13 – Rennen 1: P5
Qualifying 2: P11 – Rennen 2: P14

Für Mike David Ortmann markierte das Event in der Lausitz das persönliche Highlight der Saison. Der aus dem anderthalb Stunden entfernten Berlin stammende 21-Jährige freute sich bei seinem Heimrennen über die Unterstützung von Familie, Freunden, Partnern und Fans. Im ersten Qualifying stellte er mit Startplatz 13 eine solide Ausgangslage sicher. In der Startphase des Samstagslaufs machte Ortmann vier Plätze gut und hielt bis zum Fahrerwechsel den Druck auf die Konkurrenz aufrecht. Schmid übernahm den Lamborghini Huracán GT3 EVO auf der sechsten Position. In der Schlussphase ließ der Tiroler nichts anbrennen und überholte einen weiteren Kontrahenten. Die fulminante Fahrt zu Platz fünf markierte das beste Saisonresultat des Duos in der Startnummer 16.

Am Sonntag sorgte Schmid mit Platz elf im Qualifying erneut für eine solide Basis, obwohl er zwei Mal im letzten Sektor auf Verkehr auflief und damit das Potential des Autos nicht voll ausschöpfen konnte. Beim Rennstart unterlief ihm ein Flüchtigkeitsfehler, als das hinter ihm fahrende Auto zu früh attackierte und er daraufhin ebenfalls vor der Startfreigabe seine Startposition verließ. Die Rennleitung sprach eine Penalty-Runde gegen Schmid aus, die er unmittelbar nach einer Safety-Car-Phase ableisten musste. Dadurch fiel er auf die 18. Position zurück. Trotz des Rückschlags gelang es dem 31-Jährigen und Ortmann im restlichen Rennverlauf, den 14. Platz zu erreichen und ein viertes Punkteresultat in der laufenden Saison sicherzustellen.

Clemens Schmid: „Das Wochenende war wirklich gut. Am Samstag hatten wir ein Wahnsinnsrennen. Mike David hat sich super nach vorne gearbeitet und ich habe zu Beginn meines Stints noch zwei Konkurrenten überholt. Nach dem Restart habe ich Druck auf meinen Vordermann gemacht, aber er hat sehr hart verteidigt. Ich habe mich dann dazu entschieden, mich zurückzuhalten und Platz fünf nicht zu gefährden. Mein Qualifying am Samstag lief leider nicht perfekt. Ich hatte zwei Mal Verkehr und habe meine letzte Runde nicht optimal zusammenbekommen. Am Start bin ich dann zu früh ausgeschert, weil hinter mir jemand zu früh angegriffen hat und ich darauf reagiert habe. Die Strafe dafür war ärgerlich, aber so sind die Regeln.“

Mike David Ortmann: „Wir hatten von Anfang an ein super Gefühl. Das Team hat uns ein unglaubliches Auto hingestellt, es hat einfach alles gepasst. Der Samstag war mit dem Juniorpodium und dem fünften Platz natürlich ein absolutes Highlight. Es war ein schwieriges Rennen aber wir hatten eine tolle Pace und ich bin wirklich happy für die ganze Mannschaft. Alle haben super Arbeit geleistet. Die Strafe am Sonntag war schade, aber unter dem Strich war es für uns ein super Wochenende. Es war vor allem für mich persönlich sehr schön, die Unterstützung von Familie, Sponsoren und Fans genießen zu dürfen. Wir hatten viele Gäste eingeladen. Die Atmosphäre habe ich in den vergangenen Monaten sehr vermisst. Es war ein super Event und ich hoffe, dass wir unseren Schwung mitnehmen und auf dem Sachsenring an die Leistungen anknüpfen können.“

Teamchef Gottfried Grasser: „Für uns war es ein sehr gutes Wochenende. Es ist immer ein gutes Gefühl, in der Meisterschaft aufzuholen. Der Titelkampf ist diese Saison wirklich genial. Jedes Rennen ist entscheidend, denn es kämpfen mehr Teams als je zuvor um den Gesamtsieg. Kleine Fehler haben in dieser Konstellation große Konsequenzen. Mirko und Albert haben in beiden Rennen abgeliefert, was für die Gesamtwertung wichtig war. Als Team haben wir auf dem Lausitzring eine sehr gute und nahezu fehlerfreie Leistung gezeigt, auf die ich enorm stolz bin. Clemens und Mike David kommen immer besser in Fahrt. Sie haben sich wahnsinnig gesteigert und geben richtig Gas. Ihr Samstagsrennen war mega und die Strafe im zweiten Lauf einfach unglücklich. Rolf hat in den Rennen auch wieder gezeigt, dass er im ADAC GT Masters ein harter Gegner ist. Er hat sich super verteidigt und war extrem stark. Das macht Lust auf mehr und wir freuen uns richtig auf den Sachsenring. Unser Lamborghini ist dort traditionell sehr konkurrenzfähig und wir haben ein klares Ziel. Nach all den Podien wollen wir endlich ganz oben auf dem Treppchen stehen.“

Quelle: Pressemitteilung GRT Grasser Racing Team

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