Auf dem Circuit de l’Anneau du Rhin nahe Biltzheim im Elsass trafen sich vom 11. bis 13. Juni 2021 die Könner des Quer-Fahrens zum Driftcup 2021. Nachdem das Team Gräff Motorsport aus Trochtelfingen aufgrund der Corona-Pandemie im Vorjahr nicht bei dem internationalen Wettbewerb teilgenommen hatte, reiste die Mannschaft rund um Teamchef Alex Gräff gut vorbereitet nach Frankreich.

Gräff Motorsport Driftcup 2021
Foto: Aschberg Photo

Mit dem speziell umgebauten BMW M3 (E92) GT2, der von einem 5-Liter V8 Motor mit Kompressor-Aufladung angetrieben wird und bis zu 600 PS leistet, wollte das Team um Podiumsplätze fahren. Ebenso sollten erste Erfahrungswerte mit dem Motor gesammelt werden, um im weiteren Verlauf des Jahres einen BMW M4 (F82), ausgerüstet mit dem Space-Drive-System von Schaeffler Paravan auf die Strecke zu schicken.

Teamchef Alex Gräff, der auch aus der Netflix Serie „Hyperdrive“ bekannt ist, setzte den BMW M3 zum ersten Drift an. Dabei riss jedoch die Antriebskette des Kompressors und der Motor verlor deutlich an Leistung. Noch in der Nacht zum Samstag wurden sicherheitshalber ein BMW M5 (E28) sowie Ersatzteile an den Circuit de l´Anneau du Rhin transportiert und der V8 des M3 auf Serienleistung zurückgebaut.

Gräff Motorsport Driftcup 2021
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Der Samstag stand dann den Teams zu weiteren Trainingssessions zur Verfügung, um am Set-up zu arbeiten, bis es dann am späten Nachmittag mit dem Qualifying ernst wurde. Gräff spielte trotz fehlender Leistung im Vergleich zur Konkurrenz sein Können aus und qualifizierte sich für den 32. Platz. Bei den Battles am Sonntag bewies Gräff dann kühlen Kopf, fuhr eine saubere Linie sowohl beim Lead-Run als auch beim Chase-Run, doch der Leistungsunterschied zum gegnerischen Nissan Silvia S15 mit V8 und Kompressor war zu groß. Durch das K. O.-System war die Veranstaltung dann für Gräff Motorsport zu Ende.

Gräff Motorsport Driftcup 2021
Foto: Aschberg Photo

Driftfahrer und Teamchef Alex Gräff zog nach dem Wochenende Bilanz: „Auch wenn wir uns mehr erhofften, so sind wir nach der längeren Pause doch zufrieden. Besonders unser Teamwork war einwandfrei und stimmt mich zuversichtlich auf die weitere Saison.“

Er führt weiter aus: „Ich freue mich nun darauf, bald den M4 mit dem Steer-by-Wire System einzusetzen zu können und zu testen. Die Technik von Schaeffler Paravan mittlerweile sehr weit ausgereift und wir sind stolz, einen Teil der weiteren Entwicklungsarbeit bei den Driftrennen zu leisten.“

Das Steer-by-Wire von Schaeffler Paravan ist ein System, welches die Lenkimpulse ohne mechanische Verbindung zwischen Eingabeeinheit und Lenkgetriebe überträgt. Die innovative Technik eine Schlüseltechnologie für das autonome Fahren. Das Space-Drive-System kam in den vergangenen zwei Jahren in GT4 und GT3 Rennwagen im Rahmen der GTC Race und des ADAC GT Marters/ GT 4 Germany erfolgreich zum Einsatz und bestand bereits zwei Mal den Härtetest bei zwei 24h-Rennen auf dem legendären Nürburgring (GT4/ GT3). Weiterhin wurde das mehrfach redundante System auch im Rallyesport einem extremen Belastungsumfeld ausgesetzt und bestand auch diesen Test tadellos.

Der BMW M4 von Gräff Motorsport soll als Testträger weitere wertvolle Daten für Schaeffler Paravan liefern, denn im Driftsport wird das Fahrzeug immer genau am Grenz- und somit maximalen Belastungspunkt bei hohen Geschwindigkeiten bewegt und ein exakter Lenkimpuls kann über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Quelle: Pressemitteilung Gräff Motorsport

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