Die Scuderia Cameron Glickenhaus, der Rennstall aus den USA rund um den Multimillionär und Sportwagenkenner James Glickenhaus schaffte es bei der 90. Auflage der 24h Le Mans die Ziellinie auf den Gesamtplätzen drei und vier zu überqueren und schrieb somit ein Kapitel in der Geschichte des Rennsports. Einzig den beiden Hypercars von TOYOTA GAZOO Racing musste er sich geschlagen geben.

Die SCG gibt daraufhin ein emotionales, zufriedenes und gewohnt selbstsicheres Statement:

Foto: Studio-Zero.eu

„Wir sind unglaublich stolz auf das gesamte Glickenhaus-Team für unseren Podiumsplatz bei den 24 Stunden von Le Mans. Wir sind der erste amerikanische Hersteller, der seit 1967 auf dem Podium steht. Wir haben fast zwei Jahrzehnte lang auf diesen Traum hingearbeitet und fühlen uns geehrt und bescheiden, die Fackel und die Flamme, die den Geist von Le Mans ausmacht, weiterzutragen.“

Bereits bei den 24h auf dem Nürburgring konnte das Team mit dem SCG 004C in der Klasse SPX ganz oben auf dem Treppchen den Klassensieg feiern. Die Straßenversion des Modells wird bereits verkauft und konnte weitere wichtige Crash-Tests in Amerika bestehen. Jim und sein Sohn Jesse sind bekannt für die Nähe zu den Fans und nehmen sich soweit immer Zeit für Gespräche und gemeinsame Fotos.

Foto: L. Rodrigues

Hierzu sagt Glickenhaus: „Wir werden von den Fans und ihrer Energie aus der ganzen Welt angetrieben. Wir spüren diesen Geist, und es war eine absolute Ehre für uns. Wie immer werden wir daraus lernen und versuchen, gestärkt zurückzukommen.“

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Doch auch Anerkennung für den großen Werkskonkurrenten aus Japan gibt es von der SCG: „Wir ziehen unseren Hut vor Toyota für ein unglaubliches Rennen, das sie auf Platz 1 und 2 beendet haben. Wir starteten das Rennen von P4 und P5 und lagen vor Ende der ersten Runde auf P3 und P4. Nach einer Stunde fiel ein Sensor aus, und wir verloren 40 Sekunden an der Box.“

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Neben dem kleinen Problem mit dem Sensor gab es einen weitern Zwischenfall, doch auf von diesem Unfall ließ sich die SCG nicht entmutigen: „Die Autos liefen stark, bis sich 708 in die Mauer drehte und in die Box zurück humpelte. Das Team wechselte schnell die Vorder- und Hinterradaufhängung sowie das Heck und brachte das Auto in weniger als sieben Minuten wieder auf die Strecke. Dadurch fiel die 708 von P3 auf P19 zurück. In den nächsten 14 Stunden kämpfte sich die 708 von P19 auf P4 zurück. Die 709 lief weiterhin fehlerfrei. In vielen Runden konnten wir die Pace der Toyotas mitgehen, aber der beschädigte Sensor verhinderte, dass wir die Pace so konstant fahren konnten wie die Toyotas. Wir haben P3 und P4 erreicht und sind unglaublich stolz.“

Aktuell lässt Glickenhaus offen, ob das Team die verbleibende WEC Saison 2022 tatsächlich mit zumindest einem Auto bestreiten wird. Die FIA machte die Teilnahme der gesamten Saison mit mindestens einem Auto ursprünglich zur Bedingung für einen Start in Le Mans, zeigt sich aber offensichtlich bereit zu Kompromissen.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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