Bereits zu Beginn der Saison verkündete Klaus Abbelen den Rückzug aus der VLN-Langstreckenmeisterschaft, nach dem dritten Lauf der Meisterschaft, bzw. dem 24h-Rennen 2019 am Nürburgring. Was danach kommt blieb lange offen. Bis jetzt!

Wie der Serienveranstalter in einer Facebook-Mitteilung bekannt gab, wird die Mannschaft aus Barweiler bereits beim kommenden Lauf der 24h-Series, dem 24h-Rennen von Barcelona, teilnehmen.

Demnach wird Frikadelli Racing mit dem Porsche 911 GT3 #31 vom 30. August bis 01. September 2019 im spanischen Barcelona zur immer beliebter werdenden Langstreckenserie stoßen. Nach dem Wochenspiegel Team Monschau (WTM Racing) ist Frikadelli Racing bereits die zweite GT3-Mannschaft, die damit dem Nürburgring den Rücken kehrt.

Hintergrund dieser Entscheidung ist die BoP-Anpassung zu Beginn der Saison in der VLN. Hier wurden die Fahrzeuge der Top-Klasse um 5% Leistung reduziert, damit man die immer schneller werdenden GT3-Fahrzeuge weiter entschleunigen kann.

„Sollte die BoP unverändert bleiben, wird sich das Frikadelli Racing Team definitiv nach dem 24h Rennen aus der VLN Langstreckenmeisterschaft und generell von der Nordschleife verabschieden. Zum heutigen Zeitpunkt sehen wir uns aufgrund der „Last-Minute-BoP“ des DMSB leider zu diesem Schritt gezwungen. Mit dieser Entscheidung stehen wir auch nicht alleine da. Viele andere Teams überlegen derzeit ähnliches zu vollziehen“, erklärte Teamchef Klaus Abbelen nach Bekanntgabe der Balance of Performance im Frühjahr.

„Die erneut viel zu spät erschienene neue BoP besagt, dass nur die GT3-Fahrzeuge 5% ihrer Leistung verlieren sollen, jedoch nicht die anderen Autos innerhalb der VLN. Dies hat zur Folge, dass kleinere Fahrzeuge, die nur ein Zehntel des Jahresbudgets der GT3-Boliden kosten, diese künftig mit 30 km/h oder mehr auf den Geraden überholen und in der nächsten Kurve wieder vor dem GT3-Auto sind. Es sei denn es kommen mal mehrere Kurven hintereinander, dann schafft es der GT3 endlich vorbei. Das macht für uns absolut keinen Sinn mehr“, so Abbelen, der wenn überhaupt nur eine Lösung sieht. „Wenn dieser Einschnitt wirklich vollzogen werden soll, müsste man die Leistung aller Fahrzeuge flächendeckend um 5% reduzieren. Nur dann kann man den Wettbewerb erhalten und wir auch unsererseits die Kosten der GT3-Fahrzeuge rechtfertigen.“

Ob und wie es eine Rückkehr der Kultmannschaft mit dem GT3-Fahrzeug in der VLN geben kann und wird, steht derzeit noch offen. Hierzu will sich das Team in den kommenden Tagen äußern. Aktuell betreut das Team einen Porsche Cayman GT4 Clubsport 981 in der Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring.

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Michael Brückner
Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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