Der Umgangston auf der Nordschleife wird seit Jahren härter. Die VLN reagiert.

Viele Fahrer, Teams und Sportwarte beschwerten sich in den vergangen Jahren, dass Rempeleien und Rüpeleien in der VLN mittlerweile noch mehr zur Tagesordnung gehören, als Reifenschäden und Teileversagen. Doch der Aufbau von über 90 Kameras rund um die Nordschleife bietet den Veranstaltern zukünftig verschiedene Möglichkeiten, solche Vorkommnisse beweiskräftig aufzuzeichnen. Automatische Bilderkennungs-Software wird dabei jedes unfaire Fahrmanöver erkennen und sofort in die Rennleitung übertragen. Auch verpflichtende Onbord-Kameras, die auf den Fahrer gerichtet sind, werden durch die neue Software überwacht, um unhöfliche Handzeichen zu erkennen. Da Durchfahrts- und Zeitstrafen in der Vergangenheit nur bedingt Wirkung zeigten, steht den Damen und Herren in der Race Control ab 2018 ein neues Mittel zur Verfügung.

Wie funktioniert die „Friendship-Flag“?

Sollte zukünftig extrem unsportliches Verhalten vermerkt werden, wird die „Friendship-Flag“ in Verbindung mit den Startnummern beider beteiligter Piloten sowohl an sämtlichen Hauptposten, als auch auf Start-Ziel gezeigt. Die Fahrer haben sich am Ende der Runde umgehend in der Boxengasse einzufinden, wo sie in einer speziell eingerichteten „Handshake-Zone“ aussteigen, um sich unter den wachsamen Augen eines Sportkommissars mit einem Handschlag beieinander entschuldigen. Sollte es dabei größere Unterschiede zwischen den Rennklassen geben, so hat der schnellere Fahrer so lange zu warten, bis das langsamere Fahrzeug eingetroffen ist. Von dieser rigorosen Maßnahme verspricht sich die VLN mittelfristig einen faireren, disziplinierteren Umgang miteinander. Ein spezielles Staffelfahrzeug zur Überwachung wurde auch schon modifiziert.

Reaktionen rund um die Strecke:

Sabine Schmitz (Rennfahrerin): „Ein verpflichtendes Kölsch miteinander nach dem Rennen wäre wohl wirkungsvoller.“

Christian Menzel (Rennfahrer): „Soll mir recht sein. Aber ich kenne da einen Kollegen, der seine Lizenz wohl bei den Ludolfs gemacht hat und die halbe Saison Hände schütteln wird.“

Uwe Alzen (Rennfahrer): „Ich ziehe meine Meldungen für 2018 zurück!“

Guido Graeber (Sportwart): „Ich bin für jeden Quatsch zu haben, sonst ständ´ ich nicht hier.“

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
Kategorie: News
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