Die weiße Dodge Viper CC GT3 mit der traditionellen Startnummer #13 wird in Rente gehen. Der finale Auftritt des spektakulären V10-Boliden wird beim 50. ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring vom 26. bis 29. Mai 2022 sein, dies gab das Team heute im Rahmen des ADAC 24h Nürburgring Qualifiers bekannt.

White Angel Viper N24h 2021 Dodge Viper CC GT3 #13
Foto: BOTSCHAFT.digital / M. Brückner

Dann tritt das Team um Bernd Albrecht ein letztes Mal mit der Viper an, um Spenden für die Stiftung Fly&Help zu sammeln. Im Vorfeld gelang es der ehrenamtlichen Truppe bereits Gelder für zwei Schulen in Togo zu generieren, um dort neben einer weiterführenden Schule in Zooti in der Nachbarstadt Atchame eine Grundschule zu bauen.

Foto: L. Rodrigues

„Die Entscheidung, dass wir mit dem Jubiläumsrennen das Viper-Projekt beenden werden, ist uns wahrlich nicht leichtgefallen!“, sagte Bernd Albrecht. Der Rennfahrer und Teamchef aus dem schwäbischen Hirrlingen erklärte weiter: „Die Dodge Viper GT3 ist inzwischen ein wirklich rarer Exot auf dem Markt und sämtliche Ersatzteile sind unglaublich schwer oder überhaupt nicht mehr zu besorgen und müssen mit langer Wartezeit exklusiv hergestellt werden. Aber außer unserer Viper sieht man kein GT3-Fahrzeug der ersten Generation mehr bei internationalen Rennen da der Aufwand zu groß ist und die Autos keine Chance mehr auf Gewinne haben. Revisionszeiten von 20 bis 40 Stunden bei den Teilen machen es noch zusätzlich kompliziert. Das war uns bisher mit großer Hilfe von Freunden oder Herstellern noch möglich. Wir fahren seit vielen Jahren für den guten Zweck und können diesen Aufwand, das Auto innerhalb eines Jahres immer top vorzubereiten, bei diesem Aufwand aber nicht mehr stemmen.“

Foto: Rebekka Winter / Ring-Race-Shoot

„Wenn wir Dichtungen im Briefumschlag aus Australien kommen lassen, oder eine Heckscheibe als Einzelanfertigung aufwändig besorgen müssen, haben wir unsere Grenzen des Machbaren erreicht. Wir waren uns gemeinsam einig, dass es an der Zeit ist, die Viper in Rente zu schicken. Das Jubiläumsrennen wird dafür die würdige Kulisse bieten.“, fügte der Teamchef hinzu.

White Angel Viper N24h 2021 Manfred Sattler
Foto: BOTSCHAFT.digital / M. Brückner

Fahrzeugeigner Manfred Sattler stellte den beliebten Rennwagen dem Team zur Verfügung und Michael Mintgen von Mintgen KFZ-Service aus Mayen kümmerte sich immer fachmännisch und mit vollem Einsatz seiner Mitarbeiter um die technischen Belange vor, während und nach den Rennen. Über 40 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ermöglichten den Start der White Angel Viper, die in der AT-Klasse mit E20 Treibstoff fährt.

Foto: L. Rodrigues

Den nachhaltigen Sprit organisierte das Team Four Motors rund um Smudo und Tom von Löwis, denen das Team einen besonderen Dank für den jahrelangen Support ausspricht.

Hierzu sagte Albrecht: „Ich kann meine grenzenlose Dankbarkeit an alle die über die Jahre uns so fleißig unterstützten nicht oft genug betonen. Ohne eure Hilfe wären unsere Charity-Projekte nicht möglich gewesen. Ihr habt geholfen, dass Kinder auf der ganzen Welt Zugang zu Bildung bekommen. Jede helfende Hand im Fahrerlager, bei den Vorbereitungen, dem Catering oder bei der Pressearbeit hat einen wertvollen Beitrag zum Gelingen beigetragen. Zahllose Stunden hat sich jeder mit ganzem Herzen eingebracht und sich mit dem Projekt identifiziert. Spender aus der Industrie, dem Mittelstand aber auch private Unterstützer standen uns treu zur Seite, um uns mit Sach- und Geldspenden oder mit ihrer Arbeitskraft zu helfen. Danke!“

Foto: BOTSCHAFT.digital / L. Rodrigues

Wer Bernd Albrecht kennt weiß, dass das Ende der Viper nicht das Ende des Projektes bedeutet. Nach dem 50. 24h-Rennen in der Grünen Hölle wird sich der Teamchef einer neuen Herausforderung mit einem vollkommen neuen aber garantiert wieder exotischen Rennwagen widmen.

Bisher verrät er nur so viel: „Auch wenn die Viper in Rente geht, werden wir in Zukunft unter dem Namen ‚White Angel for Fly&Help‘ weiterhin beim härtesten Rennen auf der schönsten Rennstrecke der Welt antreten! Noch ist es zu früh, um mehr darüber zu sagen, wir stecken schon jetzt in den Planungen, konzentrieren uns jedoch erst auf den letzten Start mit der Viper bevor wir zu neuen Ufern aufbrechen. Ich verspreche Euch aber, auch wenn es kein GT3-Bolide mehr sein wird, dass wir nächstes Jahr mit einem echten Hingucker durch die Grüne Hölle fahren werden!“

White Angel Viper Manfred Sattler, Sebastian Asch, Bernd Albrecht und Michael Mintgen N24h 2021
Foto: BOTSCHAFT.digital / M. Brückner

Zum 50. ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring werden neben dem zweimaligen ADAC GT Masters Champion Sebastian Asch die beiden Porsche-Routiniers Andreas Sczepansky und Kurt Ecke mit Bernd Albrecht ins Cockpit klettern. Sczepansky und Ecke sind seit vielen Jahren in der Langstrecke auf dem Nürburgring erfolgreich aktiv und starten 2022 erstmals in der Viper mit der #13.

Um fortlaufend weitere Spenden während der Renntage zu sammeln, plant die Mannschaft der White Angel Viper verschiedene Aktionen im Fahrerlager. Natürlich wird es dann auf den Kanälen in den Sozialen Medien vom Adenauer Racing Day sowie während des Rennens zwei Mal rund um die Uhr viele Informationen vom Geschehen auf und neben der Strecke geben.

Quelle: Pressemitteilung White Angel Viper

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Ein Kommentar zu “Farewell, White Angel Viper“ – Abschied des beliebten V10-Boliden beim 24h-Rennen 2022

  1. Hallo , wir haben gehört das ihr ein Quad samt Fahrer zum Raceday sucht um euch durch Adenau zu ziehen . Wir würden dies gerne machen um euch zur letzten Ehrenrunde durch Adenau zu begleiten . Viele Grüße aus Rodder bei Adenau

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