Die Premierensaison von GRT in der DTM war bisher eine wilde Fahrt und der absolute Höhepunkt steht unmittelbar bevor. Beim Finale vom 7. bis 9. Oktober geht es für das Lamborghini-Team aus Österreich auf dem Hockenheimring um alles. Im Lamborghini Huracán GT3 EVO mit der Startnummer 63 hat Mirko Bortolotti im Showdown die Möglichkeit, den Titel in der prestigeträchtigen Meisterschaft zu gewinnen. Für Clemens Schmid, Rolf Ineichen und Alessio Deledda geht auf dem Traditionskurs in Baden-Württemberg eine lehrreiche Rookiesaison in der DTM zu Ende.

Foto: Gruppe C Photography

Auf Mirko Bortolotti wartet nach seinem starken Auftritt beim Heimspiel des Teams auf dem Red Bull Ring ein weiterer Kraftakt. Der 32-jährige Italiener holte am siebten Rennwochenende insgesamt 20 Punkte auf den Meisterschaftsführenden auf und brachte sich damit zurück ins Spiel. Für ihn bedeutet ein Rückstand von 16 Zählern vor den letzten beiden Rennen des Jahres eine Außenseiterrolle im Kampf um den Titel.

Seine Statistik macht ihn für die Konkurrenz zu einem ernstzunehmenden Gegner. In seiner ersten vollen Saison in der DTM feierte er bis dato fünf Podien, vier schnellste Runden und eine Pole Position. Der Hockenheimring war für ihn im Verlauf seiner Karriere stets ein gutes Jagdrevier. Hinter dem Steuer des Lamborghini Huracán GT3 EVO eroberte er dort in jüngster Vergangenheit bei international renommierten Wettbewerben zwei Siege, eine Pole Position sowie eine Fastest Lap.

Für Rolf Ineichen hält der Austragungsort ebenfalls gute Erinnerungen bereit. Der 44-jährige Schweizer feierte dort zusammen mit GRT einige seiner größten Erfolge im GT-Sport. Im ADAC GT Masters war er mit dem Lamborghini Huracán GT3 EVO in Hockenheim zwei Mal siegreich und erreichte zudem zwei weitere Podien. In seiner ersten DTM-Saison zeigte er zuletzt einen positiven Trend, der unter anderem von seiner schnellsten Rennrunde und dem ersten Meisterschaftspunkt im Sonntagsrennen von Spa-Francorchamps untermauert wurde.

Clemens Schmid kennt den Hockenheimring aus diversen hochkarätigen Rennserien. Im Vorjahr fuhr der 32-jährige Tiroler mit dem Lamborghini Huracán GT3 EVO von GRT in der Deutschen GT-Meisterschaft zwei Mal in die Punkte. In seiner ersten DTM-Saison sammelte er bereits neun Zähler und bewies auf dem Red Bull Ring kürzlich mit der Trainingsbestzeit seine starke Form. Beim Finale hat er alle Chancen, sein Konto zum Abschluss noch einmal aufzustocken.

GT3-Neuling Alessio Deledda wird anders als seine Teamkollegen zum ersten Mal ein Sportwagenrennen auf dem Hockenheimring bestreiten. Der 27-jährige Italiener war in seiner jungen Motorsportlaufbahn erst ein Mal auf dem Kurs unterwegs, als er 2019 im Formel Renault Eurocup startete. Mit dem Lamborghini Huracán GT3 EVO machte er in Spielberg weitere Fortschritte. Im Sonntagsrennen mischte er bei schwierigen Bedingungen im Mittelfeld mit.

Finale auf dem Hockenheimring: GRT betritt heiligen DTM-Boden

In der 36-jährigen Geschichte der DTM spielte der Hockenheimring stets eine zentrale Rolle. Zusammen mit dem Nürburgring ist die aus der Formel 1 weltberühmte Rennstrecke das Aushängeschild der Motorsportnation Deutschland und dementsprechend fester Bestandteil des Kalenders. Unglaubliche 98 DTM-Rennen fanden in Hockenheim seit der ersten Ausgabe im Jahr 1984 statt. Zeitweise wurden sowohl Saisonauftakt als auch Finale auf dem Kurs nahe Heidelberg abgehalten. Der Austragungsort ist für spektakuläre Titelentscheidungen prädestiniert und bereitet am kommenden Wochenende aus gutem Grund die Bühne für den Showdown.

Der 2002 umgebaute Grand-Prix-Kurs umfasst auf einer Länge von 4,574 Kilometern insgesamt 13 Kurven. Neun Mal geht es rechtsherum, vier Mal linksherum. Das für die Formel 1 entworfene Layout ist auch für die schnellen GT3-Boliden der DTM wie geschaffen und ermöglicht packendes Racing. Bei den Windschattenschlachten auf der langen Geraden hinunter zur Spitzkehre werden bis zu 270 km/h erreicht. Im legendären Motodrom wurden Rennen vor vollbesetzten Tribünen und Stadionatmosphäre nicht selten in packenden Rad-an-Rad-Kämpfen auf den letzten Metern entschieden.

Foto: L. Rodrigues

Grasser Racing rühmt sich mit dem Lamborghini Huracán GT3 auf dem Hockenheimring einer äußerst erfolgreichen Historie. Seit 2017 eroberte die Mannschaft von Teamchef Gottfried Grasser mit dem GT3-Boliden von Lamborghini Squadra Corse insgesamt vier Siege, sechs Podien, sechs schnellste Runden und drei Pole Positions. Im Vorjahr sorgten Mirko Bortolotti und Rolf Ineichen zusammen mit ihren Teamkollegen im ADAC GT Masters für einen Doppelsieg.

GRT beim DTM-Finale 2022 in Hockenheim: Live in 70 Ländern

Foto: Gruppe C Photography

Die Rennen von GRT beim großen DTM-Finale in Hockenheim werden weltweit ausgestrahlt. Die Veranstaltungen der international anerkannten Rennserie sind im TV oder per Stream in über 70 Ländern zu sehen. Im deutschsprachigen Raum wird die DTM 2022 von ProSieben (Deutschland) und ServusTV (Österreich) übertragen. Beide Sender liefern den Zuschauern ihre Bilder sowohl im Fernsehen als auch via Live-Stream. Darüber hinaus steht mit DTM Grid ein umfangreiches Online-Angebot zur Verfügung, das Fans die volle Live-Action inklusive Timing, Highlights und vielem mehr bietet. Der Rennstart erfolgt an beiden Tagen um 13:30 Uhr MEZ.

Gottfried Grasser, Teamchef von GRT: „Nach allem, was wir in diesem Jahr gesehen haben, wird das Finale sicher ein absoluter Krimi. Wir werden noch einmal durch sämtliche Höhen und Tiefen der gesamten Saison gehen und innerhalb dieser drei Tage die volle Intensität der DTM auf wenige Stunden komprimiert durchleben. Für uns kann es nur eine Richtung geben und die heißt maximale Attacke. Mirko ist eine spektakuläre Saison gefahren und das Team hat unglaubliche Arbeit geleistet, um in Hockenheim noch die Chance auf die Meisterschaft zu haben. Wir sind in der Tabelle die Außenseiter, aber wir werden alles geben, um am Ende ganz oben zu stehen. Wir freuen uns riesig auf die Challenge und zählen schon die Minuten, bis es endlich losgeht.“

Quelle: Pressemitteilung GRT Grasser Racing Team

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