Die 12h Sebring enden mit einem Sieg des Tequila Patron ESM Nissan Onroak DPi.

Zum zweiten mal nach 2016 gewinnt Tequila Patron ESM die 12h Sebring. Der Nissan Onroak DPi von Luis Felipe Derani, Johannes van Overbeek und Nicolas Lapierre überquert nach 12 Stunden als erster die Ziellinie auf dem ehemaligen Flugplatz in Florida. Rang 2 geht an den Wayne Taylor Racing Cadillac von Ryan Hunter-Reay/Jordan Taylor/Renger van der Zande, ehe der Whelen Engineering Racing Cadillac von Mike Conway/Eric Curran/Felipe Nasr die Top 3 komplettiert.

Ein rabenschwarzes Rennen erlebte Penske. Beide Acura DPi des legendären amerikanischen Teams schieden ungefähr zur Rennhalbzeit mit Motorenproblemen aus.

Noch schlimmer lief es für den Schwesterwagen des siegreichen ESM Teams. Ryan Dalziel/Olivier Pla/Scott Sharp qualifizierten sich auf dem 2. Startplatz, doch in der 1. Kurve kollidierte man mit dem Pole Setter, dem Spirit of Daytona Racing Cadillac von Eddie Cheever III/Matt McMurry/Tristan Vautier. Am Nissan Onroak DPi in Tequila Farben wurde dabei der Antrieb beschädigt – das Aus für einen der Favoriten! Doch auch der Spirit of Daytona Racing Cadillac kam nicht ins Ziel – Tristan Vautier verunfallte in der Nacht heftigst mit seinem Auto in der letzten Kurve.

Foto: IMSA

In der GTLM-Klasse feiert Porsche einen Sieg. Im infernalisch kreischenden Porsche 911 RSR gewinnen Patrick Pilet/Nick Tandy/Frédéric Makowiecki die Klasse der großen GT-Fahrzeuge. Rang 2 geht an den BMW M8, der nach der Schmach von Daytona gleich zwei BoP-Erleichterungen bekam und nun im GTLM-Feld mithalten konnte. Connor de Phillippi/Bill Auberlen/Alexander Sims belegen am Ende den 2. Rang, nachdem man zuvor das Dickschiff aus München auf die Pole gestellt hat. Die Top 3 komplettieren Laurens Vanthoor/Earl Bamber/Gianmaria Bruni in einem weiteren Porsche und das obwohl sich Gianmaria Bruni bei einer zu aggressiven Überfahrt eines Curbs die komplette hintere Stoßstange samt Diffusor abgerissen hat, welche erneuert werden musste.

Ein Rennen zum Vergessen erlitt Corvette. Das Auto von Marcel Fässler/Oliver Gavin/Tommy Milner überquerte die Ziellinie auf Klassenrang 6, während die C7 von Mike Rockenfeller/Jan Magnussen/Antonio Garcia weit abgeschlagen das Ziel auf dem letzten Platz in der Klasse erreichte – von einem Reifenschaden bis zu einem Defekt der Lichtmaschine hatte das Fahrzeug mit den verschiedensten Problemen zu kämpfen.

Foto: IMSA

Der Sieg bei den 12h Sebring in der GTD-Klasse geht an den Paul Miller Racing Lamborghini Huracan von Bryan Sellers/Madison Snow/Corey Lewis. Cooper MacNeil/Alessandro Balzan/Gunnar Jeannette im Ferrari 488 von der Scuderia Corsa überquert als 2. die Ziellinie. Der Mercedes AMG GT3 vom Mercedes AMG Team Riley Motorsports komplettiert das Podest – Ben Keating aus den USA, Jeroen Bleekemolen aus den Niederlanden sowie der junge Deutsche Luca Stolz erreichen mit dem Mercedes den Podestrang.

Land Motorsport hatte vom Speed erneut eines der schnellsten, wenn nicht das schnellste Fahrzeug in der GTD, doch die Mannschaft aus Niederdreisbach im Westerwald hatte, wie schon zuletzt in Daytona Pech. Eine Kollision mit dem Magnus Racing Audi und ein daraus resultierender Boxenstopp warfen das Team weit zurück, doch Sheldon van der Linde, Christopher Mies und Alessio Picariello zeigten im Audi eine starke Aufholjagd und belegten am Ende Rang 4 in der Klasse.

Während ein Scuderia Corsa Ferrari den 2. Rang in der Klasse belegte, lief es für den anderen eher supoptimal. Der Wagen von Townsend Bell/Frankie Montecalvo/Bill Sweedler wurde bereits nach ca. 20 Minuten aus den 12h Sebring gerissen und das spektakulär! In der letzten Kurve drehte sich der PR1 Mathiasen Motorsports Ligier aus der Prototypen-Klasse. Montecalvo im Ferrari konnte nicht mehr ausweichen, traf den Ligier und überschlug sich mit seinem 488 – Montecalvo konnte das Fahrzeug aber aus eigener Kraf unversehrt verlassen.

Hier ein Video von dem Zwischenfall:

Weiter geht es mit der IMSA WeatherTech SportsCar Championship in ca. einem Monat, dann wird man auf dem Stadtkurs in Long Beach fahren. Dort werden allerdings nur die Prototypen und die GTLM-Fahrzeuge an den Start gehen.

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Als wandelndes Motorsportlexikon hat Jonas seine Nase überall drinstecken, wo Motorsport drauf steht. Neben seinem Interesse für GT-Fahrzeuge - hier ist sein eigenes Magazin GT-place.com zu empfehlen - hat Jonas vorallem ein Fabel für den Breitensport wie die VLN oder NES500, die WEC oder Tourenwagensport wie die Supercars.
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