CREVENTIC freut sich, zusammen mit dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) das erste Reglement für den Prototype Cup Germany zu bestätigen, eine Rennserie für LMP3 Le Mans Prototypen, die am 22. und 24. April auf dem Circuit de Spa-Francorchamps startet.

Zu den wichtigsten der bestätigten Regeln gehören die Kategorien der teilnahmeberechtigten Prototyp-Sportwagen, wobei die neue (2020 und älter) und die alte (2019 und jünger) Generation der LMP3-Prototypen mit einem offiziellen Update Kit zu den prominentesten gehören. Die LMP3-Division wurde 2015 als kostengünstiges Sprungbrett für aufstrebende Le-Mans-Rennfahrer eingeführt.

Foto: Deep Spirit Photography

Jedes LMP3-Modell mit geschlossenem Cockpit wird von einem 5,6-Liter-V8-Saugmotor von Nissan angetrieben und wiegt nur 950 kg. Die bekanntesten Modelle werden heute von Adess (03 EVO), Duqueine (D-08), Ginetta (G61-LT-P3 und der Juno P3) und Ligier (JS P3) hergestellt.

Ligier JS P4 nach FFSA-Homologation sind ebenfalls teilnahmeberechtigt. Der 2018 erstmals als Sportprototyp für „Gentlemen“-Fahrer und angehende Langstrecken-Rennfahrer vorgestellte JS P4 mit geschlossenem Cockpit verfügt über ein Carbon-Monocoque und wiegt ebenfalls 920 kg, wobei der in der Mitte montierte 3,7-Liter-„Cyclone“-Ford-V6 maximal 385 PS leistet, verglichen mit den 420 PS des größeren P3.

Schließlich dürfen auch Prototypen der Kategorie CN“ an den Start gehen, allerdings nur solche, die ab einschließlich 2015 gebaut wurden. Alle CN-Modelle müssen über ein Carbon-Monocoque und entweder einen 2,0-Liter-Honda- oder einen aufgeladenen 1,6-Liter-Peugeot-Motor mit maximal 310 PS verfügen. Die Balance of Performance der CN-Modelle wird so angepasst, dass sie etwa 2-4 Sekunden pro Runde langsamer sind als die LMP3-Konkurrenzfahrzeuge.

Alle genannten Fahrzeuge werden mit einem obligatorischen Datenlogger ausgestattet.

Frikadelli Racing LMP3 MLMS 2021
Foto: Frikadelli Racing

Für jedes Rennen können ein bis zwei Fahrer pro Fahrzeug genannt werden, wobei jeder Teilnehmer mindestens im Besitz einer internationalen C-Rennlizenz sein muss. Fahrer mit Platin- und/oder Gold-Status sind im Prototype Cup Germany nicht startberechtigt.

Um die Ausgewogenheit des Wettbewerbs zu gewährleisten, werden die Boxenstoppzeiten entsprechend der jeweiligen Fahrerzusammenstellung der Teams angepasst. Ein Auto, das von zwei Bronze-Fahrern gesteuert wird, hat beispielsweise bei jedem Rennen mindestens 95 Sekunden Durchfahrtszeit, während eine Bronze-Silber-Fahrerbesetzung 105 Sekunden Durchfahrtszeit hat. Die erfahrenere Silber-Silber-Besetzung kommt auf mindestens 115 Sekunden.

Ein Auto mit nur einem Bronze- oder Silber-Fahrer ist erlaubt, allerdings wird die vorgeschriebene Boxenstoppzeit um weitere fünf Sekunden verlängert.

Die Meisterschaftsstruktur des Prototype Cup Germany bleibt ebenfalls bestehen. Die von den LMP3-Fahrern erzielten Punkte werden für die Gesamtwertung gewertet, während die punktbesten Fahrer in den Klassen ‚P4‘ und ‚CN‘ auch den Titel in der Kategorie erhalten. Junge Fahrer werden um den Junior-Titel kämpfen, während Bronze- und/oder Gentlemen-Fahrer Punkte für die Trophy-Meisterschaft sammeln können.

Nach der ersten Runde des Prototype Cup Germany auf dem Circuit de Spa-Francorchamps vom 22. bis 24. April – ein Rennen, das auch die Hankook 12H SPA an diesem Wochenende unterstützt – findet die zweite Runde vom 15. bis 16. Juli auf dem Nürburgring statt. Danach reisen die Teilnehmer zum Lausitzring (19.-20.-21. August), bevor die Meisterschaft auf dem Hockenheimring (21.-22.-23. Oktober) entschieden wird. Letzterer unterstützt an diesem Wochenende auch das Saisonfinale des ADAC GT Masters.

Der Prototype Cup Germany wird in Zusammenarbeit zwischen CREVENTIC und dem ADAC, dem Veranstalter des GT Masters und der TCR Germany, organisiert und ist als nationale Ergänzung zum europaweiten Michelin Le Mans Cup geplant.

Quelle: Pressemitteilung Prototype Cup Germany

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